Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Alles außer Fußball

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Der 13. Spieltag startete am Freitag gleich mit einem Derby und vielen Toren, denn der VfB Stuttgart gewann im Breisgau mit dem neuen Trainer Huub Stevens mit 4:1 beim SC Freiburg. Ob die Rückkehr von Stevens wirklich eine Wende bringt, bleibt nun abzuwarten. Der tatsächliche Knaller, was Derbys angeht, sollte dann aber am Samstag auf dem Plan stehen, denn das einzig wahre Derby am Rhein stand auf der Agenda. Da es der Samstagsspieltag ganz allgemein in sich haben sollte, kommen wir aber erst etwas später dazu. Beginnen wir noch einmal mit dem vermeintlichen Premiumprodukt der Liga. An einem Spieltag, wo Massen an Toren fielen, fiel auch der FC Bayern München auf und zwar durch eine kommerzielle Einlage, durch die Eröffnung eines Fanshops in der Hauptstadt, durch einen Franck Ribéry, der wieder Schwalbenkönig wurde und dies auch dank Schiedsrichter Christian Dingert, der sich auf dieses Spielchen natürlich auch noch einließ. Außerdem bot der FCB gerade einmal einen langweiligen 1:0-Auswärtssieg gegen Hertha BSC Berlin über den man selbst nichts mehr sagen braucht und zum Fazit kommt, dass bei den Bayern alles außer fairem Fußball von Bedeutung ist. Was die Schiris anging, ließ deren Leistung auch an diesem Wochenende wieder viele Fragen offen, was nicht nur Dingert oder Manuel Gräfe, der am Vortag im Breisgau zum Staunen einlud, betraf. Ähnlich sah es mit dem vermeintlich unparteiischen Jochen Drees aus, der für Fragezeichen in der Puppenkiste der Nation sorgte. Der FC Augsburg traf auf den Hamburger SV und doch etwas überraschend, ging der Bundesligadino mit 1:0 in Führung. Die Augsburger sollten das Spiel aber noch drehen und am Ende einen 3:1-Heimsieg einfahren, an dessen Höhe Drees nicht unbeteiligt war.

Machtdemonstration am Rhein
Hat man sich beim Dino der Liga traurigerweise immer mehr an den Anblick des Tabellenkellers gewöhnt, überraschte ein anderes norddeutsches Kellerkind an diesem Samstag, denn Werder Bremen gewann vor eigenem Publikum an der Weser tatsächlich mit 4:0 gegen den SC Paderborn, immerhin der Überraschungsaufsteiger dieser Saison. Konnte der SCP in der laufenden Spielzeit schon so oft überzeugen, ging er diesmal schlichtweg unter. Fast ähnlich souverän, wie die Werderaner, gewann auch Schalke 04 das Heimspiel gegen den FSV Mainz 05, was trotzdem von Teilen der etablieren Massenmedien auch wieder für negative Kommentare genutzt wurde. Dort schießt man sich, nachdem man den Trainer untragbar gemacht hatte, nun übrigens aufs Management ein. Die meisten Tore bis dahin sollten dann aber beim angesprochenen rheinischen Derby fallen, wo Bayer 04 Leverkusen auf den 1. FC Köln traf und es trotz eines riesigen Polizeiaufgebotes immer wieder zu Ausschreitungen kam und natürlich auch Pyro gezündet wurde. Leider hatte man es versäumt dem Problemschiedsrichter Thorsten Kinhöfer den Zutritt zum Stadion zu verweigern, wie es auch immer wieder bei so genannten Problemfans gemacht wird. Die Folge war, dass die rheinische Fahrstuhlmannschaft frühzeitig durch einen fragwürdigen Elfer in Führung gehen konnte. Diese Szene sollte sich später noch einmal wiederholen, allerdings ohne jegliche Folgen, was zeigt, wie sinnfrei Kinhöfer auch diesmal wieder handelte. Am Ende blieben allerdings keinerlei Fragen offen und die Werkself drehte dieses so wichtige rheinische Derby noch mit einer wahrlichen Machtdemonstration und gewann hoch verdient mit 5:1. Diese sechs Treffer sollten dann am Nachmittag auch die meisten sein, die bis dahin an diesem Spieltag gefallen waren. Ein Blick auf die letzte Begegnung am Abend sollte allerdings verdeutlichen, dass es durchaus noch ein Spiel mit mehr Torpotential gab.

Sinsheim und die Tore
Waren an diesem Spieltag bis zum Abend schon 25 Tore gefallen, was man durchaus als Torregen bezeichnen kann, stand dann noch ein letztes Samstagsspiel in Sinsheim an und wer die Bundesliga genauer verfolgt, weiß, dass es dort oft genug massig Tore gibt. 1899 Hoffenheim traf auf Hannover 96 und es sollte, wie erwartet kommen und die sechs Tore aus dem Spiel in Leverkusen noch um ein weiteres, auf sieben erhöht werden. Am Ende stand ein 4:3-Sieg für die SAP-ler. Eines soll aber nicht unerwähnt bleiben, denn an diesem Abend kehrte Mister Phantomtor zurück nach Sinsheim und natürlich war es auch diesmal wieder blamabel, was Felix Brych hier ablieferte. Selbstverständlich wuchs nach diesem Torspektakel die Spannung, wie es wohl mit den Sonntagsspielen aussehen sollte, immerhin musste der BVB noch versuchen den letzten Platz der Tabelle zu räumen und aus Sicht der Leverkusener war es vor allem interessant, was passieren sollte, wenn Wölfe auf Fohlen treffen. Genau mit dieser Partie sollte es dann auch am Sonntag losgehen und der VfL Wolfsburg empfing Borussia Mönchengladbach und dies unter der Leitung von Wolfgang Stark. Es sollte auch in diesem Spiel wieder nicht an Überraschungen mangeln und die größte war wohl, dass Stark diesmal sehr unauffällig blieb. Ebenfalls überraschend war, dass es, wie bei den Bayern, nur ein Tor gab, was nicht ganz überraschend die Wölfe schossen und somit den zweiten Tabellenplatz mit diesem 1:0-Heimsieg festigten. Danach sollte es auch gleich in Hessen weitergehen, wo Eintracht Frankfurt im letzten Spiel des Wochenendes Borussia Dortmund empfing und ziemlich direkt mit 1:0 in Führung ging. Nach der Pause gab es dann den nächsten Treffer für die Eintracht, womit sich mehr und mehr zeigte, dass es nicht der Sonntag der Borussen sein sollte. Am Ende siegten die Frankfurter dann dementsprechend auch mit 2:0.

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