Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Am Dallenberg

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Während es auf dem Transfermarkt längst schon wieder richtig lächerlich geworden ist und auch Teile der Bundesliga wieder fleißig daran arbeiten, dass man sie einfach nicht mehr ernst nehmen kann, rückt der Ligastart unaufhaltsam näher.

Man muss davon ausgehen, dass es auf die weiteren Auswüchse der ganz großen Ausverkaufsshow, welche vom DFB und der DFL mindestens toleriert werden, auch in der kommenden Saison die passenden Antworten in den Stadien geben wird. Die Verantwortlichen und ihre Getreuen bei den Medien können sich dann wieder überrascht zeigen.

Für hier ist Stadion vor allem ein gutes Stichwort, denn ging es in der letzten Woche um die Würzburger Kickers, ahnt man schon, welches Stadion nun vorgestellt wird. Es geht um die flyeralarm Arena, womit man irgendwie auch wieder ein wenig beim großen Thema Ausverkauf wäre.

Eigentlich spricht man vom Stadion am Dallenberg oder einfach nur vom Dallenbergstadion, da aber seit März 2013 das ortsansässige Unternehmen Flyeralarm der Namensgeber ist, klingt es eben offiziell anders, wenn man vom Kickers-Stadion, wie man auch sagen kann, spricht. Dieses Stadion hat eine Kapazität von 13.100 Plätzen, wovon 3.000 Sitzplätze überdacht sind und die restlichen 10.100 Stehplätze auch ohne Dach gut klarkommen. Zum Stadion gehören außerdem noch ein Nebenplatz und auch ein Kunstrasenplatz.

Nachdem der FC Würzburger Kickers 1907 gegründet wurde, spielte man am Kugelfang auf dem Würzburger Galgenberg, bevor der Verein ab dem Jahr 1909 in der Sanderau beheimatet war. Allerdings musste der dortige Sportplatz an der Randersackerer Straße durch stadtplanerischer Veränderungen aufgegeben werden.

Auf der anderen Seite des Mains, eben auf dem Dallenberg, wurde dann ab Mitte der 1960er Jahre ein neues Stadion errichtet. Dieser Stadionneubau wurde durch Zuschüsse von der Stadt Würzburg, dem Land Bayern und dem Bund möglich aber vor allem auch durch Spenden und durch die Arbeitsleistungen von Mitgliedern.

Im August 1967, nachdem die Haupttribüne mit 4.000 Zuschauern stand, wurde das Stadion mit einem Freundschaftsspiel gegen den damaligen Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern eingeweiht. Allerdings zogen sich die Bauarbeiten noch einige Jahre hin. So sollten erst im Jahr 1975 die letzten Stehplätze fertiggestellt werden.

Dieser Teil der Geschichte erinnert dann schon wieder fast etwas an den Berliner Hauptstadtflughafen, wobei man es natürlich nicht wirklich vergleichen kann, allein schon, da man in Berlin noch längst nicht mit dem Betrieb begonnen hat und auch die Finanzierung etwas anders funktioniert. Aber so schließt sich immerhin der Kreis in Sachen Ausverkauf, was eben leider auch im Fußball das große Thema bleibt.

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