Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

An einem etwas merkwürdigen Wochenende im Februar

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Der 20. Spieltag begann gleich außerordentlich interessant und zwar mit zehn Minuten Verspätung. Die Partie zwischen Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach wurde durch eine Bombendrohung vorm Spiel aus dem Takt gebracht. Wie konkret die Bedrohung war, ist bis zur Stunde nicht wirklich nachhaltig geklärt. Immerhin wurde aber scheinbar auch darüber nachgedacht, das Spiel abzusagen. Man kann nur hoffen, dass sowas nicht irgendwann einmal schiefläuft. Die Partie selbst war trotz des sehenswerten 1:0-Siegtreffers eher so lala und vor allem die Fohlen konnten kaum überzeugen. Am Samstag schien es auch nicht wirklich besser zu werden. Der 1. FC Köln, der nun endgültig ein Karnevalsverein ist, empfing den SC Paderborn, die ganz ohne eigene Tore, dafür aber mit einem Berg an Gegentoren, in die Rückrunde gestartet waren. Es überraschte auch kaum, dass es am Dom wieder nur ein gähnend langweiliges 0:0 gab, ist es doch in dieser Saison dort mittlerweile ein echter Klassiker. Aber es sollte dann doch noch Spiele mit besseren Ergebnissen geben, welche dann allerdings wieder andere bekannte Probleme mit sich brachten. An dieser Stelle gilt es natürlich wieder einmal in angemessener Kürze auf das Premiumprodukt der Liga zu sprechen zu kommen, denn der FC Bayern München war zu Gast beim VfB Stuttgart und gewann, gegen dieses aktuelle Kellerkind aus dem Schwabenland, nur mit 2:0, was für sich spricht. Selbst bei einer solchen Partie wurde übrigens nicht auf die bekannte Unfairness durch die Bayern verzichtet, was schon sprachlos machen kann, was vor allem auch für Pep Guardiola gilt, der, wie so oft, gleich das Spielfeld selbst zu seiner ganz persönlichen Coachingzone machte und dies trotz klarer Ansage des DFB, welche ihn augenscheinlich nicht interessierte. Man darf nun gespannt schauen, wie lange der Verband sich auch an dieser Stelle noch vom FCB auf der Nase herum tanzen lässt.

Ein äußerst relatives Comeback
Um gleich beim Thema Auswärtssieg zu bleiben, soll es nun um das Spiel zwischen dem SC Freiburg und Borussia Dortmund gehen, eigentlich eine ganz klare Sache, würde man meinen, allerdings war es diesmal einfach nur ein Kellerduell. Der BVB sollte aber trotzdem sehr souverän, mit einem schönen Spiel, 3:0 gewinnen, was allerdings bei der aktuellen Situation im Zusammenhang mit der Tabelle auch nur bedingt zum Jubeln einladen kann, denn der Abstiegskampf der Dortmunder hat gerade erst begonnen. Warum man beim ersten deutschen Staatsfernsehen gleich das große Comeback erklärte, bleibt, wie so vieles andere dort auch, sehr fraglich, denn mehr als eine erste Option war dies, gerade auch bei diesem Gegner, nun wirklich nicht. Um mit den Auswärtssiegen fortzufahren, gelangen wir jetzt zum Spiel zwischen dem FSV Mainz 05 und Hertha BSC Berlin. Das erste Spiel der Berliner mit dem neuen Hauptverantwortlichen Pal Dardei, der aber fast nur eine Nebenrolle besetzen konnte, stand für die Hauptolle doch wieder einmal Deniz Aytekin bereit, der neben zwei Platzverweisen, der Hertha nicht nur einen diskussionswürdigen Elfer einräumte, sondern auch gleich noch einen Treffer schenkte, wurde zum Erfolg. Wer die Liga kennt, war natürlich von dieser Schiedsrichterleistung kein Stück überrascht, eine Überraschung war der 2:0-Auswärtssieg des Hauptstadtclubs hingegen schon. Dass eine solche Schiedsrichterleistung im zweiten deutschen Staatsfernsehen auch noch gelobt wird, braucht man nicht zu kommentieren. Um beim Thema Schiris zu bleiben, kann man natürlich bestens aufs Spiel zwischen dem VfL Wolfsburg und 1899 Hoffenheim verweisen. Der so genannte Unparteiische war in diesem Fall Jochen Drees, was erklärt, warum unter anderem ein klarer Elfer für 1899 nicht gegeben wurde, was natürlich Einfluss auf den Spielverlauf gehabt haben dürfte. So siegten die Wölfe am Ende mit 3:0 und man kann von einem sehr gelungenen Comeback von André Schürrle sprechen, der in sein Heimatland zurückkehrte und dies laut Medienberichten für 32 Millionen Euro. Dieses Spiel machte dann auch noch außerordentlich deutlich, wie misslungen der Rückrundenstart bislang für die SAP-ler war.

Was machte der Norden?
Von den Wölfen abgesehen, fehlten noch einige Nordclubs und dies sollte sich am Samstagabend mit dem Nordderby gleich ändern. Der Hamburger SV empfing den Rivalen aus der niedersächsischen Landeshauptstadt und Hannover 96 war eigentlich schon der Favorit. Auch dieses Spiel wurde Teil eines merkwürdigen Wochenendes in der Bundesliga. Schiedsrichter Manuel Gräfe gab Hannover 96 einen Elfer, dieser wurde allerdings gehalten und als ob dies nicht genug gewesen sei, folgte ein Eigentor der Hannoveraner. Damit war der HSV plötzlich in Führung und diese sollte durch Hannover und ein weiteres Eigentor auch noch ausgebaut werden, dass dieser Treffer offiziell kein Eigentor war, könnte man als Ablenkungsmanöver für die bekannte Leistung Gräfes verstehen. Hannover schoss zwar noch den Anschlusstreffer, konnte aber den 2:1-Sieg des HSV auch nicht mehr verhindern, was natürlich bitter ist, für die bessere Mannschaft. Am Sonntag ging es auch gleich im Norden weiter und Werder Bremen empfing Bayer 04 Leverkusen. Es sollte ein Knaller an der Weser geben. Völlig überraschend ging Werder mit 2:0 in Führung, was doch ein wenig den Unterschied zwischen dem gesprochenen Wort und der Leistung der Leverkusener verdeutlichte, allerdings konnte die Werkself vor der Halbzeit noch verkürzen und so ging es mit 2:1 in die Pause. Nach der Pause machte dann fast nur noch Peter Sippel auf sich aufmerksam und dies auch durch einen Platzverweis, denn er schickte den Leverkusener Trainer Roger Schmidt auf die Tribüne. Es blieb beim 2:1 für die Bremer und in Leverkusen muss man sich, aus den angesprochenen Gründen, langsam aber sicher etwas einfallen lassen. Zum Abschluss stand dann noch die Partie zwischen dem FC Augsburg und Eintracht Frankfurt auf dem Plan. Auch im letzten Spiel kam man nicht am Schiedsrichter vorbei, war es doch Knut Kircher, welcher durch extrem kleinliches Pfeifen auffiel. Zur Halbzeit sah es im Schwabenland exakt so aus, wie zuvor in Bremen und die Heimmannschaft führte mit 2:1. Am Ende sollten sich die Hessen aber geschickter anstellen und schafften noch den Ausgleich, was dem Erfolgskurs der Augsburger aber nicht wirklich schadete.

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