Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Auch ganz am Ende wurde leider wieder alles geboten

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Es war soweit und mit dem 34. Spieltag stand am gestrigen Samstag das Saisonende in der Bundesliga an. Selbstverständlich versuchte man eine Liga, die schon längst endschieden war, noch krampfhaft über verschiedene Nebenkriegs-schauplätze, welche die Tabelle so gerade noch hergab, künstlich spannend zu halten. Ein lächerlicher Umgang mit dem Ausverkauf, den man dann doch bitte auch so benennen sollte. Zum Ende sollte nochmal alles an Blamagen und Lächerlichkeiten präsentiert werden, welche diesen Sport leider so überschatten, was ebenfalls für die berichtenden Staatsmedien gilt. So wird natürlich der Widerstand auch weiterhin anwachsen. Gründe gibt es, wie gesagt, genug und sie werden auch in diesem Spieltagsbericht mit vielen Details zu jedem Spiel ausführlich erläutert, warum man hier auch wirklich gar nichts verpasst.

Ein Highlight und viele Enttäuschungen
Bayer 04 Leverkusen musste zum Ende einer vom Management völlig verbockten Saison in die Hauptstadt zu Hertha BSC Berlin und spielte sich dort endlich einmal richtig heiß. So stand es bald schon 3:0 für die Werkself und es sollte noch lange nicht vorbei sein. In der zweiten Halbzeit gab es ausgerechnet von Skandalschiedsrichter Deniz Aytekin einen Elfer für Leverkusen und spätestens jetzt merkte man, dass es lief, denn dieser führte zum sagenhaften 4:0. Danach gab es dann einen Anschlusstreffer für die Hertha. Kurios aber wahr, musste man dann sagen, denn es gab noch einen Elfer und damit noch ein Tor für B04, womit es 5:1 für die Rheinländer stand. Das lustige Elfmeterschießen ging gleich noch weiter und zwar diesmal für die Hertha und auch dieses Geschenk von Aytekin wurde verwandelt und so stand es nur noch 2:5. Am Ende verloren die Berliner dann sogar noch 2:6. So geil das Spiel der Werkself auch war, änderte es nichts an der Beurteilung der Saison und vor allem auch nichts daran, dass Rudi Völler und seine Freunde endlich die schöne Stadt am Rhein verlassen müssen. Dies untermauerte Völler am Abend im ZDF auch mit verschiedenen Statements, wo er bewies, dass er entweder nichts verstanden hat oder an völligem Realitätsverlust leidet. Wirklich kritische Fragen brauchte er dort natürlich nicht zu fürchten und eigene Fehler, die es, wie oft genug erwähnt, ohne Ende gab, konnte er nicht erkennen. In der Gesamtheit war es ein Auftritt, den sich der Sportdirektor von Leverkusen einfach hätte schenken sollen. Dies galt auch für den erfreuten Hinweis darauf, doch für die Kölner gespielt zu haben. Es gibt Dinge, die gehen gar nicht. Der bereits abgestiegene FC Ingolstadt empfing Schalke 04, deren Saison auch weit entfernt der Ansprüche war und es gab zum Schluss kein riesiges Spiel, auch wenn den Schalkern direkt das 1:0 gelang. Der FCI konnte in der Folge mit einem umstrittenen Foulelfmeter von Schiedsrichter Frank Willenborg ausgleichen. In der zweiten Hälfte gab es den nächsten Elfer für die Ingolstädter, was für sich spricht, allerdings brachte dieser kein Tor. Danach waren die Schalker dann auch nur noch zu zehn Mann, was das Spiel aber auch nicht mehr wirklich interessant machte und auch Tore sollten keine mehr fallen, so endete es 1:1. Man sieht schon nach diesen zwei Spielen, dass Elfer an diesem Spieltag eine Rolle spielen sollten, was später noch deutlicher wird.

Europa und Abstiegskampf
Am Rhein trafen Karnevalsvereine aufeinander und der 1. FC Köln spielte gegen den FSV Mainz 05 und es blieb weiter glücklich für die Kölner, die erst einmal mit 1:0 in Führung gingen. Da in der zweiten Halbzeit auch noch der 2:0-Endstand fiel, schafften sie es nach 25 Jahren zum ersten Mal wieder nach Europa, was schon unfassbar ist. So endete dieses Spiel dann mit einem Platzsturm, vielleicht wiederholt sich dies schon in der nächsten Saison, weil man dann wieder abgestiegen ist, passen würde es zur Fahrstuhlmannschaft. Interessant auch, dass die Pyro beim Platzsturm erstaunlicherweise nicht zu den üblichen Beleidigungstiraden im Staatsfernsehen führte. 1889 Hoffenheim bestritt das letzte Heimspiel der Saison gegen den FC Augsburg, wo es für beide Teams noch um etwas ging und dafür war es ein echter Grottenkick. Am Ende stand ein 0:0 auf dem Zettel und allein dafür hatten die SAP-ler das große Geld nicht wirklich verdient. Die Augsburger hatten sich mit diesem Ergebnis aus dem Abstiegskampf verabschiedet, womit klar war, wo der Relegationsplatz ausgespielt werden sollte. So gab es eine Art halbes Relegationsspiel ganz im Norden der Republik, wo der Hamburger SV gegen den VfL Wolfsburg antrat und noch immer die Frage mitschwang, ob es einen Plan gab, dass der Dino die Liga verlassen sollte, gab es doch während der nun endenden Saison viel Merkwürdigkeiten, welche darauf hindeuteten. Nach all den angesprochenen Problemen, welche beim HSV die Spielzeit prägten, merkte man erst einmal die Verunsicherung und die Wölfe gingen auch noch in Führung, allerdings kamen die Hamburger in diesem Nordduell mit dem etwas überraschenden 1:1 zurück. Dort oben war übrigens Manuel Gräfe der Schiri, was man bei einem so wichtigen Spiel durchaus kritisch nennen darf, allerdings nicht in Sachen HSV, denn denen half er 2015 in der Relegation schon. Kurz vor Schluss schossen die Hamburger dann tatsächlich noch das 2:1 und drehten somit nicht nur das Spiel, sondern retteten sie sich so wirklich ganz zum Schluss und schickten die Wölfe in die Relegation. Sollte es den angesprochenen Plan gegeben haben, war er in diesem Moment gescheitert und für die Niedersachsen stand fest, dass in der Autostadt nicht nur Dieselgate ein großes Problem ist. Auch ganz im Norden gab es nach Abpfiff einen Platzsturm, der dazu führte, dass sogar eine Reiterstaffel der Polizei im Stadion eingriff.

Was das Staatsfernsehen den Zuschauern verheimlichte
Eine der wohl merkwürdigsten Spielzeiten endete am Wochenende, abgesehen vom DFB-Pokal-Finale am nächsten Samstag, für Borussia Dortmund mit dem Spiel gegen Werder Bremen. Dort war es wohl auch das letzte Heimspiel von Trainer Thomas Tuchel, was eigentlich keine riesige Überraschung war, konnte er nie an Jürgen Klopp herankommen. In der legendären Süd klaffte zum letzten Heimspiel ein Loch, da es große Solidarität mit anderen Ultras der Borussia gab, welche vorm Spiel von der Polizei eingekesselt wurden, was auch dort wieder einiges zum Thema Brisanz in der Liga aussagte. Auch diese wichtige Information wurde den Zuschauern von ARD und ZDF vorenthalten. Zum Spiel, Werder ging in Führung und zwar durch die Torlinientechnik und so entschied sie zum Saisonende zum ersten Mal etwas, schon kurios und natürlich kein Leistungsnachweis für Schiri Günter Perl. Dies sollte auch so weitergehen, so verweigerte er dem BVB einen klaren Elfer. Trotzdem schafften die Dortmunder dann den Ausgleich aus dem Spiel heraus. Danach drehten die Borussen das Spiel und es stand 2:1. Direkt nach der Halbzeit kamen dann aber wieder die Jungs von der Weser mit dem 2:2 daher und drehten das Spiel wieder in die andere Richtung, womit es 3:2 aus Sicht der Bremer stand. Danach sollte es richtig kurios weitergehen, denn nun gab Perl einen Elfer für den BVB, womit die Dortmunder wieder ausglichen und auch dort sollten Elfer das Thema bleiben, denn nun bekamen die Borussen noch einen geschenkt und drehten auf 4:3, womit wieder ein Skandalspiel perfekt war und zwar eines, wo es um richtig viel Geld ging, was das Kernproblem wieder einmal verdeutlichte und dazu führte, dass es tatsächlich bis zum Schluss auch in dieser Saison Geschmäckle geben sollte. Übrigens wurde so auch die Torjägerkanone entschieden und hier sollten sich die Bayern jetzt nicht auch noch beschweren, nach all den Geschenken, die man dort auch in diesem Bereich bekam. Ebenfalls konnte man sich glücklich schätzen, dass es zu mindestens das letzte Spiel dieser Art von Perl war, denn er ist nun ebenfalls endgültig vom Platz. Also doch noch eine feine Nachricht zum Ende dieses Spiels.

In Sachen Fake-News besser schweigen
Borussia Mönchengladbach empfing am Niederrhein mit Darmstadt 98 den zweiten Absteiger. Es stand vorher fest, dass es ein tolles Spiel würde, egal was auch immer geschehen sollte, denn dort endete endlich der viel zu lange, mit Skandalen gepflasterte Weg von Schiedsrichter Wolfgang Stark. Würde man nicht wissen, dass es nicht besser werden soll, könnte man bei so einem Abgang aufs Gute hoffen. Das Spiel sollte ein ziemlich müder Kick werden. Dafür gab es nach der Pause schöne Pyro von den Darmstädtern, was dem Spiel immerhin etwas Spaß brachte und von ARD und ZDF ebenfalls verheimlicht wurde und so wieder einiges über die dortige Informationsqualität aussagte aber da sollte es an diesem Tage noch schlimmer werden. Dann gab es Spaß erst einmal für die Fohlen, die das 1:0 erzielten aber danach sollten die Lilien tatsächlich ausgleichen. Das Glück für die Südhessen hielt aber nicht lange und dann waren die Gladbacher wieder vorne. Da auch Darmstadt noch einmal ausgleichen konnte, endete es 2:2 und es war ein feiner Abgang für Darmstadt, das man in der Liga vermissen wird. Es blieben dann noch die Spiele der beiden Teams, welche, wie nichts anderes, für den Ausverkauf dieses schönen Sports stehen. Der FC Bayern München spielte gegen den SC Freiburg. Erwartungsgemäß langweilig ging das vermeintliche Premiumprodukt des deutschen Vereinsfußballs mit 1:0 in Führung. Bei diesem lahmen Kick dürfte man nicht vergessen, dass es das Vorspiel zur Übergabe der erneut geschenkten Meisterschale war. Da dies feststand, erlebte man, wie auch schon in den letzten Spielen, dass Schiris auf einmal beim FCB auch vernünftig pfeifen können und so gab es wegen Abseits auch das 2:0 nicht. Dies sollte kurz danach aber trotzdem noch fallen, was allerdings in eine Kategorie fällt, welche keinen wirklich interessiert. Dann gab es aber auch gleich den Anschlusstreffer für den SCF. Zum Schluss kam es dann aber doch zu einer dieser bekannten Lächerlichkeiten und es gab eine unverhältnismäßig lange Nachspielzeit von Schiedsrichter Jochen Drees, welche den Bayern noch zwei Tore zum das 4:1 brachte. Man musste damit leider auch noch von Saisonabschlussgeschenken sprechen. Übrigens stört auch dieser Schiri nicht mehr weiter, da auch er aufhört. Die Bayern im Staatsfernsehen zu feiern und dabei unter anderem auch dem Verbrecher Uli Hoeneß wieder eine Bühne zu bieten, welche er definitiv nicht bekommen dürfte, wie er zuletzt noch bewies, disqualifizierte diesen Bereich der Medien erneut. Übrigens sind es auch diese Sender, welche sich in dieser Saison wieder massiv an der verfälschten Darstellung des Meisters beteiligten und bewiesen, dass sie ebenfalls an dieser Stelle mit Wahrheit und Unabhängigkeit nichts am Hut haben. Man sieht somit, warum man sich dort am besten ganz aus dem Thema Fake-News raushalten sollte, alles andere wäre für ARD und ZDF auch an dieser Stelle eher lächerlich.

Es ist noch nicht ganz vorbei
Die zweite Partie mit einer Beteiligung von einem Team, welches die Bundesliga nicht braucht, war das zwischen Eintracht Frankfurt und RB Leipzig. Auch dort blieben erst einmal die Überraschungen aus und die Antitraditionalisten gingen mit 1:0 in Führung. So ging es nach der Pause auch mit dem 2:0 weiter, wobei mit diesem Treffer Schiri Felix Brych für Diskussionen sorgte, was bei Mr. Phantomtor auch zum Saisonfinale wieder nicht wirklich überraschte. Hier muss man auch sagen, dass die Frankfurter einen Elfer nicht bekamen, was das Geschmäckle noch deutlicher machte. Außerdem muss man natürlich auch am Main erwähnen, dass der Brauseclub auf deutliche Ablehnung traf, was damit eine ganze Spielzeit lang so lief und auch nicht besser werden wird, was einfach der Preis für den Ausverkauf ist. Schön war zwar, dass die Frankfurter noch zurückkamen und das 2:2 schafften aber eigentlich hätten sie wahrscheinlich mit dem angesprochenen Elfer gewonnen, was auch verdient gewesen wäre. Solche Spiele gehörten aber leider auch zu den traurigen Normalitäten dieser Saison. Nun geht es gleich nächste Woche mit der Relegation weiter und da könnte es richtig heftig werden, wird es doch ein Nachbarschaftsduell zwischen dem VfL Wolfsburg und Eintracht Braunschweig oder Hannover 96 geben, womit all die Zwischenfälle von diesem Wochenende nur ein kleiner Vorgeschmack gewesen sein könnten. Man muss auch berücksichtigen, dass es noch weitere Relegationen gibt und auch das bereits erwähnte Finale in Berlin noch einige Brisanz hat und die Saison gezeigt hatte, wie groß der Graben zwischen den vermeintlich Mächtigen in diesem Sport und den wahren Fans ist. Das Personen, wie Völler, Hoeneß und andere, alles daran setzen, diese Gräben noch größer werden zu lassen, wird sich in jedem Fall noch rächen und dann wird das Gejammer wieder groß werden, was einfach lächerlich ist aber auf der anderen Seite auch mindestens genauso traurig. Auch weiterhin wird dies alles hier genau im Auge behalten und angemessen kommentiert.

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