Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Auch keine Schadenfreude mehr

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Und schon stand der nächste Spieltag im Rahmen des Videobeweises an, dies war das Einzige, was man mit Sicherheit schon vorher wusste. Freitagabend ging es in der niedersächsischen Landeshauptstadt dann mit dem 13. Spieltag los und Hannover 96 empfing den VfB Stuttgart. Das Duell der Aufsteiger endete 1:1 und dies durch einen umstrittenen Elfer für die 96er. Mit Christian Dingert war somit gleich zum Auftakt wieder der Schiedsrichter auch der Spielentscheider. So mag man sagen, es fing an, wie man es erwartete und es sollte noch richtige Brisanz auf dem Plan stehen. Ziemlich heiß ging es auch schon beim FC Augsburg gegen den VfL Wolfsburg los und zwar mit einer Gelben von Tobias Stieler, welche dann durch Tobias Welz in Köln zum Platzverweis wurde, womit endgültig alles auf Linie war. Die Wölfe mussten somit früh mit zehn Mann klarkommen, schafften es aber trotzdem mit einer 1:0-Führung in die Pause. Nach der Pause kam dann allerdings recht zügig auch der Ausgleich. Es war ebenfalls ein großes Skandalspiel an diesem Nachmittag, denn Köln kassierte auch noch einen Elfer. Das 2:1, was am Ende stand, war dann keine Überraschung, kann aber wieder unter diesen Voraussetzungen nicht gewertet werden aber dies können Spiele der Wölfe allgemein nicht, wie man seit der Relegation weiß, was es wieder etwas relativierte. Schon in dieser Partie wurde übrigens deutlich, dass all das Gequatsche vom DFB zur Verbesserungen beim Videobeweis, wieder nur leere Worthülsen waren, denn es ging auch auf diesem Gebiert einfach weiter, wie man es seit dem Saisonstart ertragen muss. Ein großes Spiel, welches auch schon häufiger eine gewisse Brisanz mit sich brachte, stand in Hessen an, wo Eintracht Frankfurt und Bayer 04 Leverkusen aufeinandertrafen. Schon zur Halbzeit hätte die Werkself führen müssen aber es ging torlos in die Pause, was wieder zu Leverkusen passte. Nach der Pause hätte eigentlich Frankfurt dezimiert werden müssen aber man weiß, wie relativ, um es vorsichtig zu erklären, es mit den Schiris so ist. Am Ende schaffte Leverkusen dann aber doch noch das wichtige 1:0 und mehr braucht man auch nicht sagen, denn der ganze Rest ist längst bekannt.

Das Revierderby
Die größte Brisanz gab es natürlich beim Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04, wo man nicht überrascht war, dass es Deniz Aytekin war, der den Schiri gab und damit das Geschmäckle vorprogrammiert war. Bevor der BVB durch ein diskussionswürdiges 1:0 in Führung ging, gab es auch schon die erste Karte im Spiel. Dann knallte es richtig und in Windeseile stand es schon 4:0 und dies an einem bis dahin ansonsten torlosen Samstagnachmittag. Danach hätte es eigentlich auch noch einen Platzverweis gegen Schalke geben müssen, was die Sache endgültig abgeschlossen hätte aber den gab es nicht, was schon irgendwie merkwürdig war und dem Dortmunder Anhang nicht wirklich gefiel. Ganz anders sah es nach der Pause aus, denn da erkannte Köln den Schalkern den Anschlusstreffer ab, was für Freude beim Heimpublikum sorgte. Den Anschlusstreffer sollte es dann einige Minuten später aber tatsächlich doch noch geben und dies war noch lange nicht alles und so stand es plötzlich schon 4:2. Dann kam auch doch noch das Übliche von Aytekin und plötzlich gab es nur noch zehn Borussen. Man merkte immer deutlicher, wie problematisch die Schiedsrichteransetzung wieder war, was tatsächlich kein Zufall mehr sein kann. Ins Bild passte dann auch, dass der zweite Platzverweis gegen die Schalker ebenfalls ausblieb. Danach stand es dann auch nur noch 4:3 und man begann zu ahnen, was dort laufen sollte und zu diesen Gedanken  passten auch sieben Minuten, die nachgespielt wurden. Das 4:4 überraschte damit dann kein Stück mehr und rundete dieses Schauspiel nur noch ab. Sehr traurig, dass es selbst beim Revierderby schon so läuft. Da kann man nur sagen, dass jeder Widerstand gegen die vermeintlich Mächtigen in diesem Sport gerechtfertigt ist. Nach Abpfiff gab es dann nicht nur großen Unmut beim Publikum, sondern die insgesamt dritte Rudelbildung, die in ordentlich Krawall gipfelte, was, wie gerade erklärt, nur logisch war. Eines muss zum großen Derby natürlich noch erwähnt werden, denn es gab wieder herrliche Pyro und auch Böller, was wieder zeigte, wie machtlos der DFB und die DFL auch weiterhin bleiben, wenn es nicht um den Einfluss aufs Spiel, sondern um die Ränge geht.

Der Rest und der Dosenclub
Eher völlig unspektakulär ging es beim SC Freiburg gegen den FSV Mainz 05 zur Sache, so irritierte es auch nicht, dass es torlos in die Pause ging. Immerhin fiel kurz nach der Halbzeit das 1:0 für die Breisgauer. Kurz vorm Ende fiel auch noch das 2:0 und kurz danach das 2:1, was auch der Endstand an der Dreisam war. Zum Schluss war es somit ein sehr glücklicher Nachmittag für die Freiburger, die auch schon lange im Keller der Tabelle festhängen. Das letzte Spiel am Samstagnachmittag bestritten RB Leipzig und Werder Bremen. Man weiß nun schon seit einiger Zeit, wie es mit den Antitraditionalisten ist, insofern war auch dies kein Knaller und der Dosenclub ging mit 1:0 in die Pause. Es wurde dann zu einem richtig guten Kick für Werder und trotzdem endete es 2:0. Ein wirklich unpassendes Ergebnis, muss man doch festhalten aber so ist es mit dieser komischen Saison, die aus den bekannten Gründen nicht gewertet werden kann und mit Sport kaum etwas zu tun hat. Trauriges Verhalten bot das Staatsfernsehen dort im Zusammenhang mit der schönen sächsischen Metropole, wo Schwalbenkönig Timo Werner, wie eigentlich immer, wieder gefeiert wurde. Was dies mit dem Spiel zu tun hatte, wurde dabei nicht klar. Aber dies ist in diesem Teil der Medienwelt nichts Neues, so kritisiert man mittlerweile auch ständig die Schiris, um sie abschließend zu loben, da sie schon gut seien. Die Kritik muss sein, will man nicht auch noch den minimalen Rest an Glaubwürdigkeit verlieren. Würde man allerdings auf das völlig sinnfreie Lob verzichten, würde dies wohl zu massiven Problemen mit DFB und DFL führen. Dies wiederum sagt alles zum Thema Unabhängigkeit aus und genau diese muss eigentlich jeder Haushalt durch die Zwangsabgabe namens Rundefunkbeitrag mitfinanzieren. Warum muss man für etwas bezahlen, was es offensichtlich nicht oder nur sehr eingeschränkt gibt? Diese Frage kommt selbstverständlich auch im Fußball auf. Was sich in der Liga abspielt, wird spätestens in dieser Saison unübersehbar und muss von unabhängigen Medien auch uneingeschränkt auf den Punkt gebracht werden. Schon mit einem Blick auf den Samstagabend war aber klar, dass dies wohl niemals geschehen wird.

Das Schauspiel war noch nicht vorbei
Ein Topspiel aus längst vergangenen Zeiten war dann noch das Abendspiel und dort trafen Borussia Mönchengladbach un der FC Bayern München aufeinander. Vorfreude konnte nach all den Geschehnissen, welche der Spieltag bis dahin geboten hatte, natürlich kaum aufkommen. Vorfreude wäre auch nur bedingt angebracht gewesen, denn auch dort sollte das bekannte Schauspiel weitergehen. Jupp Heynckes verlor, wie durch Zufall, mit einer B-Elf in seiner Heimat und dies bei einem auffällig zurückhaltenden Schiedsrichter Manuel Gräfe. Das nachfolgende Geschwätz in Sachen neuer Spannung in der Bundesliga hat sich alleine schon in dieser Saison längst wieder abgenutzt. Nein, ein ernstzunehmendes Topspiel gab es auch an diesem Samstagabend wieder nicht und unter diesen Umständen ist auch der 2:1-Sieg für die Fohlen eher relativ zu sehen. Am Sonntag ging es erstaunlicherweise erst zum altbekannten Termin weiter, was so interessant war, hatte man doch bisher drei Spiele am Sonntag, wenn es unter der Woche international war. So zeigte sich auch dort wieder, dass es eben auch bei den neuen Anstoßzeiten doch nur um den Ausverkauf geht. Es ging dann ganz im Norden weiter, wo der Hamburger SV und 1899 Hoffenheim aufeinandertrafen und es schon eine kleine Überraschung gab, denn der Dino sollte mit 3:0 siegen, womit der Mythos um die SAP-ler immer deutlichere Risse bekommt. Zum letzten Spiel trafen sich dann noch der 1. FC Köln und Hertha BSC Berlin und man ahnte, was auch diesmal am Dom passieren sollte. Es lief alles erwartungsgemäß und es endete 0:2. Der Abstieg rückt näher und darüber gibt es bei Uli nicht einmal Schadenfreude, denn eigentlich fast spieltäglich haben die Schiris auch hier die Finger mit im Spiel. Diesmal war es Bibiana Steinhaus, die den Kölnern einen Elfer klaute, während die Hertha einen bekam. Selbst in den Staatsmedien werden diese Auffälligkeiten im Bezug auf die Domstadt schon thematisiert. Traurig auch, dass Steinhaus sich so schnell dem Niveau ihrer Kollegen angepasst hat, was aber auch wieder ein Hinweis ist, dass all dies kein Zufall ist, was man in der Liga erlebt.

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