Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Auch zum Ende bleibt es die große Show der Schiedsrichter

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Das Ende der Saison 2014 / 2015 rückt immer näher und natürlich braucht man ganz offensichtlich noch irgendwie Spannung in der Bundesliga, um auch weiterhin die Kassen klingeln zu lassen. Da die Meisterschaft natürlich wieder einmal ans Premiumprodukt gegangen wurde, muss also etwas anderes her. Auch da sieht es aber eher kompliziert aus, womit wieder die vermeintlich Unparteiischen ins Spiel kommen, die auch an diesem 30. Spieltag wieder für einige Skandale sorgten, welche von den etablierten Massenmedien, und hier vor allem auch vom Staatsfernsehen, längst nicht mehr als solche kommuniziert werden. Dort verteidigt man lieber noch so absurde Entscheidungen, auch wenn es zu anderen Szenen noch so wenig passen mag. Somit sollte man eigentlich nicht erstaunt sein, wenn sich nicht nur Schiris reihenweise den Unmut und den Hass der wahren Fans zuziehen, sondern auch manch Medienvertreter. Es begann noch relativ unspektakulär am Freitagabend, als der FSV Mainz 05 vor heimischem Publikum Schalke 04 mit 2:0 abfertigte, was im direkten Vergleich zum Vorjahr vor allem zeigte, dass der aktuelle S04-Trainer schlechter ist, als sein Vorgänger es noch vor einem Jahr war. Am Samstag waren dann wieder Derbys angesagt, so zum Beispiel im Ländle, wo der VfB Stuttgart auf den SC Freiburg traf und Schiedsrichter Wolfgang Stark die Partie leitete und damit quasi eine Legende in Sachen Kontrollverlust. Die Stuttgarter gingen mit 2:0 verdient in Führung, wobei am Ende ein 2:2 stand, wohlgemerkt nach einem Elfer für die Freiburger und einem Platzverweis gegen die Stuttgarter.  Wenn man es unbedingt positiv betrachten will, wurde der SCF diese Saison natürlich auch schon oft genug ungerecht von verschiedenen Schiris behandelt. Interessantes in Sachen Schiedsrichter gab es auch in der niedersächsischen Landeshauptstadt, wo Hannover 96 und 1899 Hoffenheim aufeinandertrafen. Es wäre wohl mindestens ein Unentschieden für den neuen Trainer Michael Frontzeck von H96 geworden, dank Günter Perl wurde es aber ein 2:1-Auswärtssieg für die SAP-ler, was die Frage, ob Geld nun Tore schießt, doch noch einmal in einem ganz neuem Licht erscheinen lässt.

Das Staatsfernsehen und die Bundesliga
Auch beim großen rheinischen Derby, was natürlich von den bekannten Ausschreitungen begleitet wurde, kam es zum Kontrollverlust des Schiris Deniz Aytekin, der damit wieder einmal seinen Anteil am Ergebnis hatte. Die Partie zwischen dem 1. FC Köln und Bayer 04 Leverkusen endete 1:1, was wohl mit einem Kölner weniger auf dem Platz anders ausgesehen hätte, um nur einen groben Schnitzer der Person zu benennen, welche in diesem brisanten Spiel, aus unerklärlichen Gründen, als Unparteiischer angesetzt wurde. Die Behandlung dieses Derbys in der ARD am Abend glich schon fast einem Boykott, wenn man sich die Bedeutung des Spiels vor Augen hält, womit man sich eben bei wahren Fans auch wieder nicht beliebter macht. Somit ist man gleich auch beim 2:0-Heimsieg von Borussia Dortmund über Eintracht Frankfurt, wo Schiedsrichter Michael Weiner auch wieder nicht überzeugen konnte, was nun auch kein neues Bild bei ihm war. Interessant bei diesem Spiel war, dass laut WDR-Radio, Frankfurter Fans einen Böller warfen, der fast einen ARD-Mitarbeiter getroffen haben soll, was doch ziemlich hochgespielt wurde, wie man es kennt, wenn es um Pyro beim Fußball geht. Abends im ARD-Fernsehen wurde davon erstaunlicherweise gar nichts mehr erwähnt, was natürlich wieder zu den bekannten Fragen führte. Dann war da aber auch noch das erste Heimspiel des Hamburger SV unter Bruno Labbadia gegen den FC Augsburg und tatsächlich sollten in einem verrückten Spiel, welches von Tobias Welz geleitet wurde, die Hamburger einen 3:2-Heimsieg schaffen, was natürlich erst einmal positiv ist aber auch noch nicht bedeutet, dass man von der Wende beim HSV sprechen könnte oder gar vom Klassenerhalt. Dies sagt auch in dieser Saison aus, dass der Dino der Liga weiter in höchster Gefahr bleibt. Dann gab es, wie man es immer so schön verkaufen möchte, noch das Topspiel am Abend und auch hier fragt man sich immer häufiger, welche sportlichen Kriterien hier die Basis darstellen sollen, denn alle andere würden bedeuten, dass es wieder nur um den Kommerz geht, was natürlich zum süddeutschen Fußballkonzern bestens passt.

Die spannende Meisterschaft ist nur ein Witz
Das gerade angesprochene, so genannte Topspiel zwischen dem FC Bayern München und Hertha BSC Berlin am Samstagabend endete mit einem 1:0-Heimsieg für den FCB und bot rein gar nichts eines Topspiels. Im ZDF, wo man die ersten Bilder der Partie im Staatsfernsehen sehen konnte, feierte man dann auch lieber die Show aus dem internationalen Geschäft unter der Woche, was letztendlich auch nur ein Freilosspiel war. Es war wieder ein Bayernsieg am vergangenen Samstag der nicht das Spiel widerspiegelte aber natürlich sein musste, was die Entscheidung  in der Meisterschaft anging aber dazu später mehr. Man konnte aber an dieser Stelle schon einmal festhalten, dass diese Saison, gerade auch auf die Bayern bezogen, ebenfalls wieder nur ein ganz schlechter Witz war, der dem Fußball einfach nur schadet. Am Sonntag sollte es, wie ein Blick auf die Tabelle zeigte, noch einmal um den Abstiegskampf gehen, denn der SC Paderborn empfing Werder Bremen und man hoffte, dass zu mindestens hier Fußball die Grundlage für ein spannendes Spiel sein würde. Leider galt dies auch am Sonntag nur bedingt, denn die Paderborner hätte klar gewinnen müssen aber der 2:0-Vorsprung drehte sich noch in ein 2:2, was zum Wetterwandel, von Sonnenschein zu Unwetter, passte. Da der SCP gegen Ende dank Florian Meyer, welcher den Unparteiischen gab, mit nur zehn Mann auskommen musste, hätte es aber auch noch schlimmer kommen können und das Geschmäckle des Spieltags sollte sich so weiter abrunden. Ganz zum Schluss stand dann quasi noch ein mögliches Meisterschaftsspiel am Niederrhein an, wo Borussia Mönchengladbach den VfL Wolfsburg empfing. Bastian Dankert leitete diese Partie, was natürlich gewisse Optionen bot, die aber gar nicht gezogen werden mussten, denn die Fohlen gewannen auch so mit 1:0 und machten den FC Bayern München zum Meister 2015. Letzterer Fakt stand aber wohl schon vor Beginn der Spielzeit fest, was genauso ein Grund dafür ist, wie der Weg, der zur Meisterschaft führte, dass es von hier auch in diesem Jahr natürlich keine Gratulationen geben wird, da auch weiterhin eben jegliche Grundlage fehlt.

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