Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Auf in die Winterpause 2014

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Es ist geschafft, seitdem gestrigen Tag ist die Bundesliga in der Winterpause. Vorher gab es aber selbstverständlich noch den 17. Spieltag, der zum Teil eine gute Zusammenfassung der Hinrunde war und vor allem noch einmal einige Fakten untermauerte. Dies begann gleich am Freitagabend am Europakreisel, wo der FSV Mainz 05 den FC Bayern München empfing und hier wurde wieder sehr deutlich, warum man beim FCB von dem forcierten Premiumprodukt der Liga spricht. Der klare Sieger wäre normalerweise der FSV gewesen aber für den Fall, dass ein Team so etwas schaffen könnte, gibt es immer noch Schiedsrichter, wie in diesem Fall Felix Zwayer, auch ein bekanntes Gesicht, wenn es um fragwürdige Entscheidungen geht. Am Ende gewannen somit wieder einmal die Bayern und konnten sich über Weihnachtsgeschenke in der Torbilanz und vor allem auch über drei weitere, geschenkte Punkte freuen. Man kann auch nicht behaupten, dass es am Samstag wesentlich besser wurde. Wolfgang Stark war wieder einmal in Leverkusen zu Gast, womit schon vorher feststand, dass es kein positiver Hinrundenabschluss für die Werkself würde. Bayer 04 Leverkusen empfing Eintracht Frankfurt und es endete dank Stark 1:1. Womit auch ein Problem der Leverkusener, die allerdings damit nicht alleine sind, in der Hinrunde deutlich wurde. Die Tabelle würde tatsächlich ganz anders aussehen, würden die immer gleichen Schiedsrichter nicht jedes Wochenende in der bekannten Form eingreifen. Die ganze Woche über ging es im Fußball auch wieder um die Korruption bei der FIFA. Mogeleien kennt man auch von der UEFA, Wettbetrug ist auch beim DFB nichts Neues mehr, womit die Vermutung einfach naheliegend ist, dass auch bei der DFL und ihrer Bundesliga nicht immer alles korrekt zugeht. Ein anderes sehr trauriges Thema ist der Absturz des BVB. Borussia Dortmund musste am Samstag an die Weser zu Werder Bremen und dieses absolute Kellerduell gewann Werder tatsächlich mit 2:1 und langsam geht auch eine Diskussion zum Thema Jürgen Klopp los. Ob man es am Trainer festmachen mag, sei dahingestellt, Fakt ist, die Rückrunde muss grundlegend anders werden.

Die Schattenseiten der Kommerzialisierung
Spätestens in dieser Saison ist der FC Augsburg nicht mehr nur eine gute, in der Liga gefestigte Mannschaft, sondern eigentlich schon ein Topteam, welches am Samstag somit gegen Borussia Mönchengladbach zu einem Topspiel einlud. Am Ende sorgte der FCA für einen schönen Heimabschied von der Hinrunde, besiegte man die Fohlen doch mit 2:1. Sehr schöner Nebeneffekt dieses Spiels war natürlich auch, dass somit die Frage nach der Macht am Rhein für die Hinrunde endgültig geklärt war, was auch ein Blick auf die Abschlusstabelle nach den ersten 17 Spielen zeigt. Wenn man von Highlights dieser Hinrunde spricht, kommt man auch nicht am SC Paderborn vorbei, der in seinen ersten 17 Partien in der Bundesliga überhaupt doch ein meistens wirklich tolles Bild ablieferte. Zum Abschluss mussten die Paderborner ins Schwabenland zum VfB Stuttgart, auch einer dieser Traditionsmannschaften mit massiven Problemen, was übrigens auch für die Auslastung des Stadions gilt, so gab es auch an diesem Wochenende wieder eine Aktion, damit es nicht allzu leer aussieht. Nicht das erste Mal, dass man bei den Stuttgartern auf so etwas zurückgreift. Am Ende trennte der VfB sich vom SCP mit 0:0, was für die Ostwestfalen wohl wesentlich hinnehmbarer gewesen sein dürfte. Spricht man von Traditionsclubs der Bundesliga, kommt man am Dino der Liga, am Hamburger SV, natürlich nicht vorbei. Dort ganz im Norden der Republik hat man schon länger sportliche Probleme, welche sich ganz offensichtlich auch durch Trainerwechsel nicht beheben lassen. Zum letzten Spiel musste man nun zu Schalke 04 und schaffte dort immerhin ein torloses Unentschieden, was nicht allzu schlecht ist aber auch keine Glanzleistung, welche man im Moment unbedingt braucht. Wer nun meint, dies wären schon Probleme genug, sieht sich getäuscht, denn dadurch, dass man auch beim HSV meinte sich dem Weg des völligen Kommerzes anschließen zu müssen und die Fußballabteilung ausgliederte, beginnt dieser Weg sich nun auch langsam zu rächen. Die Rede vom Ausverkauf macht längst die Runde. Faktisch kommen nun zu all den sportlichen Problemen auch noch finanzielle, was es nicht im Ansatz einfacher machen wird.

Die letzte Hoffnung
War ein Großteil der ersten zwei Drittel des letzten Spieltags der Hinrunde eher eine Werbung dafür, das letzte Adventswochenende auf Weihnachtsmärkten und nicht in irgendwelchen Fußballstadien zu verbringen, ruhte die Hoffnung somit auf dem letzten Drittel, welches mit dem Abendspiel begann, wo der VfL Wolfsburg auf den 1. FC Köln traf. Die rheinische Fahrstuhlmannschaft ging etwas überraschend mit 1:0 in Führung und verlor am Ende doch mit 1:2 bei den Wölfen. Wie schon am Spieltag zuvor, wurden die Kölner auch diesmal wieder benachteiligt, da sie am Ende vom Schiedsrichter Peter Gagelmann einen klaren Elfer nicht bekamen, was sich allerdings irgendwie auch wieder relativierte, wurde zuvor auch den Wolfsburgern einer vorenthalten, was unterstrich, wie überfordert auch hier der vermeintlich Unparteiische war. Unparteiisch ist ein gutes Stichwort im Kontext Staatsfernsehen, wo man am Wochenende dem vorbestraften Chef des FC Bayern München, Karl-Heinz Rummenigge, wieder einmal eine Plattform bot, was erneut deutlich machte, wie vernetzt auch in diesem Teil des ablehnungswürdigen Systems alles ist und man schon gespannt sein darf, wie man dort mit einer nicht unmöglichen Rückkehr des noch inhaftierten Uli Hoeneß umgehen wird. Somit war die Hoffnung aufs letzte Drittel natürlich etwas geschrumpft bevor es am Sonntag mit der Begegnung Hertha BSC Berlin gegen 1899 Hoffenheim weitergehen sollte. Der letzte Funke Hoffnung sollte dann aber auch noch zerstört werden. Peter Sippel machte den Schiedsrichter in der Hauptstadt und was dort gepfiffen wurde, kann niemand mehr Zufall nennen. So wurde das vorletzte Spiel der Hinrunde noch zu einem der merkwürdigsten nach der Sommerpause. Zur Halbzeit führten die 1899er mit 3:0, die Tore entstanden durch ein Eigentor und zwei Elfer. Da können schon einmal Gedanken hinsichtlich verschobener Spiele aufkommen. In der zweiten Halbzeit kamen dann tatsächlich noch zwei normale Tore für Hoffenheim hinzu und so siegten sie 5:0. Das letzte Spiel der Hinrunde war dann die Partie SC Freiburg gegen Hannover 96 und es sollte noch richtig spannend werden, denn wieder einmal wurde im Breisgau ewig lange gespielt und so wurde ganz zum Schluss die Freiburger 2:0-Führung noch in ein 2:2 gedreht. Pech für den SCF und Glück für den BVB, der so nicht als Tabellenletzter überwintern muss.

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