Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Auftakt im DFB-Pokal von A bis Z

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Am gestrigen Abend endete die Auftaktrunde zur aktuellen Saison im DFB-Pokal und es sollte sich deutlich zeigen, dass es immer weniger um den Fußball selbst geht. Auch diese wundervolle Sportart wird immer mehr zur Ware gemacht, was sich ebenfalls sehr deutlich im Zusammenspiel von Vereinen, den etablierten Massenmedien und den Schiedsrichtern zeigt. All dies bleibt natürlich nicht ohne Reaktionen, vor denen hier auch immer wieder gewarnt wird. Das Staatsfernsehen, im Regelfall durch ARD und ZDF vertreten, gibt offensichtlich auch in dieser Saison wieder den Haussender des Premiumproduktes und bleibt so etwas, wie das FCB-TV. Ganz allgemein gilt auch weiterhin, mögen Schiedsrichterentscheidungen auch noch so falsch sein, dort findet man passende Rechtfertigungen, auch wenn es genau diese Entscheidungen sind, die immer häufiger mehr an Manipulation erinnern, als an Unvermögen oder Zufall. Ohne die alles überschattenden Zwischenfälle, welche es seit Freitag im Pokal gab, rechtfertigen zu wollen, muss man sich schon auch nach der Verantwortung des Systems Fußball fragen. Eigentlich war der Auftakt zu dieser Saison im DFB-Pokal eher unauffällig, ganz große, zweistellige Siege blieben aus und drei Erstligisten, die ausschieden, sind nun auch nichts Außergewöhnliches, was auf dem Platz passierte. Die Schiedsrichterleistungen, welche phasenweise wieder nur als unterirdisch zu betiteln waren, blieben auch den bekannten Verläufen treu. Die eigentlichen Schlagzeilen wurden diesmal so neben dem Platz gemacht.

Von Alzheimer bis Zielscheibe
Während das eben angesprochene Premiumprodukt des deutschen Fußballs letztendlich wieder einmal unter den bekannten Umständen nur ganz knapp an einer Blamage vorbei schrammte und so beim Weiterkommen nicht überzeugen konnte, sollte es den ersten Eklat im Revierderby zwischen dem MSV Duisburg und Schalke 04 geben. Fans der Zebras hielten ein Banner hoch, mit welchem sie sich über die Alzheimer-Erkrankung von Rudi Assauer lustig machten und alle meinten schlimmer könnte es nicht kommen. Es sollte allerdings trotzdem anders kommen. Der Mannschaftsbus von Hertha BSC Berlin wurde in Bielefeld von einem unbekannten Motorradfahrer beschossen, als der Mannschaftsbusfahrer die Spieler vom Bahnhof abholen wollte. Auch wenn nicht mehr, als ein großer Kratzer in der Frontscheibe blieb, war die Reaktion natürlich massiv. So wurde die Mannschaft am gestrigen Tag gar von der Polizei eskortiert. Immer wieder wurde vorschnell, wie man es von dem bereits erwähnten Teil der Medien kennt, ein Zusammenhang zum Fußball hergestellt, wobei dieser erst einmal gar nicht feststand. Interessant dabei ist, dass der Einsatz von Schusswaffen im Profifußball in der letzten Saison schon von ganz anderer Seite ins Spiel gebracht wurde. Man merkt schon bis hier her, dass es eine Auftaktrunde werden sollte, wie man sie wahrscheinlich noch nie erlebt hatte und wie man sie in Sachen Fußball auch nicht braucht, aber dieser verabschiedet sich eben immer mehr im allgemeinen Zirkus und dies mit allen Konsequenzen.

Vom Ausscheiden einer ganzen Stadt bis Zündwerkzeug
Wer nun meint, dies wäre schon alles gewesen, sollte eines Besseren belehrt werden. So war Hamburg gleich mit drei Vereinen in diesem Jahr vertreten, die allesamt in der ersten Runde ausscheiden sollten. Den Dino der Liga, den Hamburger SV, traf es zum Beispiel bei Carl Zeiss Jena. Übrigens auch ein Spiel mit einer Schiedsrichterleistung, welche zu einer Sperre des selbigen führen sollte aber so etwas gibt es interessanterweise nicht. Abgesehen von den Krawallen nachdem Spiel, welche im Fußball schon länger kaum noch für große Schlagzeilen sorgen, war der Hohn in den etablierten Medien groß, was nicht überraschte, ist der HSV doch Rekordhalter eines Titels, den der FCB niemals aus eigener Kraft erreichen kann. Dies sollte aber auch nur eine Randnotiz sein, denn es sollte noch ein weiterer, großer Skandal folgen. Im Chaosspiel zwischen dem VfL Osnabrück und RB Leipzig kam es in der 71. Spielminute zum Abbruch, nachdem Schiedsrichter Martin Petersen ein Feuerzeug abbekam. Eine unschöne Szene, keine Frage aber seine Reaktion nach dem Treffer durch dieses Zündwerkzeug hätte manch Kollege wohl als Schwalbe bzw. große Schauspielerei bewertet. Petersen meinte, den Regularien entsprechend, die Möglichkeit zu nutzen, dieses Spiel abzubrechen. So blieb es eine wirklich skandalöse Auftaktrunde, die nichts Gutes für die kommende Saison in der Bundesliga erhoffen lässt.

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