Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Auftakt ins Achtelfinale

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Zwei Tage spielfrei, einen BREXIT später und schon konnte es bei der Euro 2016 in Frankreich mit dem Achtelfinale weitergehen. Kam die Vorrunde eigentlich fast ganz ohne Terror aus, kann man nur hoffen, dass es so nun auch weitergeht. Den Auftakt gab es in Saint-Etienne, wo die Schweiz und Polen diese nächste Turnierphase eröffneten. Für beide Teams war es übrigens ein Novum, waren sie bisher nie bei einer Europameisterschaft soweit gekommen. Es ging aber erst einmal ähnlich los, wie in der Gruppenphase, wobei es einige Torchancen gab, die aber nicht durch Treffer gekrönt wurden. Positiv war, dass der erste Treffer schon in der Schlussphase vor der Halbzeitpause fiel und so gingen die Polen mit einer 1:0-Führung in die Kabine. Danach kam erst einmal ordentlich Kampf in die Partie und es wurde doch etwas härter. Dies sollte dann aber auch wieder das einzig Erwähnenswerte bis zur Schlussphase der regulären Spielzeit werden und da trafen dann die Schweizer zum 1:1, womit die ersten zwei Mannschaften klar feststanden, welche von der Spielanlage her noch immer in der Gruppenphase waren, was im Achtelfinale natürlich nicht funktioniert. So passierte, was bei dieser Art des Spiels passieren musste und es ging in die erste Verlängerung des Turniers und man konnte gespannt sein, wie diese wohl nun verlaufen sollte. Erst einmal ging es weiter, wie man es vom bisherigen Verlauf des Turniers kannte und so blieb die erste Halbzeit der Verlängerung ebenfalls torlos. Nach der Pause gaben die Schweizer zwar richtig Vollgas, konnten aber kein Tor mehr erzielen, was auch für die Polen galt und so ging es ohne weitere Treffer direkt ins erste Elfmeterschießen. Da die Schweizer einen Elfer so richtig versemmelten, steht nun nach einem 6:5 für die Polen deren erstes Viertelfinale bei einem solchen Turnier an. So kann man die Torquote bei der Euro natürlich auch in die Höhe treiben. Damit ging es dann auch eigentlich direkt mit der nächsten Partie weiter und in Paris trafen Wales und Nordirland aufeinander. In diesem rein britischen Duell, wo sogar der Schiedsrichter aus England kam, wackelte der Ball tatsächlich schon nach fast 20 Minuten im Netz, da es allerdings Abseits war, hatte es keine größere Bedeutung. Natürlich war es nach drei oder genauer gesagt nach fünf Halbzeiten, wenn man die Verlängerung vom Nachmittag mit einbezieht, zu früh von permanenter Langenweile zu sprechen aber auch der Auftakt ins zweite Achtelfinale war sehr anstrengend und auch wieder zur Pause torlos. In der 75. Minute sollte dann doch endlich ein Tor fallen und die Nordiren trafen, allerdings das eigene Tor. So gingen die Waliser mit 1:0 in Führung und die Nordiren hatten sich so auch gleich aus dem Turnier geschossen. Dieses Spiel galt es nun ganz schnell abzuhaken.

Es bleibt ein nicht überzeugendes Turnier
Der Knaller des ersten Achtelfinalspieltags stand zum Glück noch aus und Kroatien traf in Lens auf Portugal. Waren es bislang zwei absolut friedliche Begegnungen, schaute man nun natürlich, wie sich der Anhang Kroatiens bei diesem Spiel verhalten sollte. Angekündigt war diesmal abermals ein Platzsturm und ein Angriff auf den Schiedsrichter, so war auch wieder die Polizei im Stadion vertreten und zwar mit einer ganzen Hundertschaft. Vorm Anpfiff war es in Lens, wo man das letzte Spiel dieser Europameisterschaft erlebte, ruhig geblieben. Dann rollte der Ball und es war wirklich interessant, da es eigentlich keinen wirklichen Favoriten gab. Allerdings unterschied sich auch diese Partie trotzdem leider kaum von den anderen beiden dieses Spieltags, was natürlich nicht für aufregenden Fußball spricht. Wenn selbst ein solches Spiel zum Rasenschach mutiert und in den ersten 45 Minuten torlos bleibt, sagt dies doch viel über dieses Turnier aus und zwar nichts Gutes. Nach etwas über einer Stunde hätte es einen klaren Elfer für Portugal geben müssen, welcher dem torlosen Spiel wahrscheinlich gutgetan hätte. Er wurde nicht gegeben und man fragte sich natürlich, ob dies vielleicht mit den erwähnten Ankündigungen der kroatischen Fans zu tun hatte. Dann waren die 90 Minuten auch wieder einmal torlos vergangen und es ging schon ein zweites Mal an diesem Tagen in die Verlängerung und man konnte sagen, dieser Spieltag war eine Niete. In der allerletzten Schlussphase ging dann Portugal kurz vorm Ablauf der 120 Minuten mit 1:0 in Führung und zog so ins Viertelfinale ein, wo sie jetzt auf die Polen treffen werden. Das Fazit zum Ende dieser ersten Achtelfinalspiele ist nicht allzu schwer zu erklären und man landet wieder beim neuen Modus der UEFA, welcher dies alles erst ermöglichte. Dies braucht kein Mensch! Seit gut zwei Wochen muss man sich mit Taktikspielchen rumschlagen, welche jeden Spaß am Fußball rauben und dies nur damit einige Leute noch mehr Kohle einstreichen können. Natürlich gibt es Wunder, welche man sonst eher nicht erlebt hätte, wie Wales im Viertelfinale aber man muss auch festhalten, dass es eigentlich keine wirklichen Wunder sind und der Preis dafür einfach zu hoch ist. In einigen Stunden geht es auch für die LÖWenherzen weiter und zwar gegen die Slowakei. Es wurde wieder viel Wind vor dem Spiel gemacht, auch ein Ritual, was längst nervt, vor allem wenn man sich anschaut, was bisher danach dabei rauskam. Der Weltmeister ist noch immer eine torreiche und überlegene Leistung schuldig, wobei man nach dem, was man am gestrigen Tage gesehen hat, nicht wirklich daran glauben mag, dass es nachher dazu kommt. Selbstverständlich wäre die Freude dafür um ein Vielfaches größer, wenn man von einem berauschenden Spiel überrascht würde.

Pfeiff das Spiel an und setz den ersten Kommentar

Du hast den Ball