Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Bekanntes zum Rückrundenstart

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Dann war es geschafft und die Rückrunde in der Bundesliga sollte endlich starten, wobei es keine wirklich lange Pause gab, war es doch die ultimativ kurze Winterpause. Den Auftakt zum 18. Spieltag gab es am Rhein und Bayer 04 Leverkusen traf auf den FC Bayern München. In der Hinrunde war diese Partie gleich auch das erste Skandalspiel, was sich vor allem am Videobeweis festmachen ließ und man weiß, was noch alles folgen sollte. Es war damit klar, wo der Fokus lag. Mit 1:3 war am Ende nicht nur das Ergebnis identisch, es ging zwar diesmal ohne technische Hilfe aber nicht ohne Schiedsrichter Daniel Siebert, der sich aufdrängte, bayerischer Mitarbeiter des Monats zu werden. Die Leistung des FCB war noch schlechter, wie sie sich im ersten Spiel zeigte, womit im ersten direkten Vergleich zu seinem Vorgänger auch klar wurde, was, außer der großen Show der Mainstreammedien, von Jupp Heynckes Leistung zu halten ist. Das ZDF, wo man die Partie live sehen konnte, kam mit mit einer Reportage von Oliver Schmidt daher, welche so viel Unabhängigkeit bot, wie man sie den ganzen Tag schon im Bereich der Politik geboten bekommen hat, sie war damit nicht vorhanden. Immer größere Ablehnung des Staatsfernsehens verwundert da nicht wirklich. Die Zeichen für den Spieltag und den Rest der Saison waren damit klar gesetzt, was natürlich auch für die Tabelle gilt.

Knallerfrei
Vermeintliche Knaller fehlten am ersten Samstagsnachmittag der Rückrunde allein schon auf dem Papier, wer nun hoffte, dass es auf dem Platz anders werden würde, wurde weitestgehend enttäuscht. Ganz anders sah es natürlich mit dem Thema Aufregung aus, denn die sollte es leider in Sachen Schiedsrichter wieder reichlich geben, was hier aber zum Auftakt noch nicht groß thematisiert wird, denn es wird wohl an jedem Spieltag so weitergehen und damit noch Raum genug dafür geben. Was aber noch erwähnt werden muss, gab es vor der Winterpause selbst in den Staatsmedien große Kritik zum Thema Schiedsrichter, fühlte es sich jetzt an, als seien sie gerade erst noch einmal nachdrücklich zum Gegenteil aufgefordert worden. So gab es sehr viel Lob für die Personen, welche auch die aktuelle Saison schon wieder so massiv beeinflusst haben und auch so weitermachen, wie der Spieltag zeigte. Was die Staatsmedien angeht, muss man neben dem Mangel an Unabhängigkeit ebenfalls noch anmerken, dass man dort allgemein auch in Sachen Qualität der Reportagen eher keine Highlights setzte. Nun noch kurz zu den Spielen vom Samstagnachmittag, da war das 1:1 an der Weser, wo Werder Bremen auf 1899 Hoffenheim traf und es war eher ein Fehlstart in Sachen Fußball. Beim anderen Nordclub sah es ganz ähnlich aus und so stand am Ende ein ebenfalls maues 1:0 zwischen dem FC Augsburg und dem Hamburger SV. Etwas besser aber auch weit entfernt von Fußball, der immer höhere Ticketpreise rechtfertigen würde, war das 1:1 zwischen Eintracht Frankfurt und dem SC Freiburg.

Und wieder Gomez
Ganz ähnlich, wie am Main, sah es im Schwabenland aus, wo sich der VfB Stuttgart und Hertha BSC Berlin 1:0 trennten und dies durch ein Eigentor der Berliner. Hier wurde allerdings eigentlich nur das Comeback von Mario Gomez gefeiert, wie es auch schon bei seinem letzten Wechsel der Fall war und es sah zum Start doch so aus, als würde er auch in der alten Heimat wieder unendlich weit hinter den Erwartungen zurückbleiben, dass die Mainstreammedien dies begreifen, darf man wohl stark bezweifeln und so wird man ihn auch dort weiter feiern. Man glaubt es kaum aber es gab am Samstagnachmittag noch ein Spiel, welches man ein wenig hervorheben kann. Hannover 96 trennte sich mit einem 3:2 vom FSV Mainz 05, die schon 2:0 geführt hatten und hier ahnte man, wie Fußball wirklich gehen kann, nur leider viel zu selten ist. Auch einer der Gründe, warum leere Flächen auf den Rängen auch zum Rückrundenauftakt ein häufiges Problem waren. Die Folgen des Ausverkaufs werden immer deutlicher, da passte es natürlich, dass es auch in der Rückrunde die vermeintlichen Topspiele am Samstagabend geben wird. Dies begann nach der Winterpause in Sachsen, wo RB Leipzig auf Schalke 04 traf. Nachdem bisherigen Spieltagsverlauf hatte man schon klare Vorstellungen, was sich bei den unbeliebten Antitraditionalisten abspielen sollte. Am Ende stand dort ein 3:1, welches das zweite deutsche Staatsfernsehen wieder einmal in der bekannten Form feierte. Wie lächerlich der Umgang mit diesem Spiel war, zeigte alleine schon die Tatsache, dass ganze Zweidrittel der Treffer des unbeliebten Dosenclubs ohne Schalker Hilfe gar nicht passiert wären.

Der Stöger-Tag
Zwei Spiele fehlen noch und irgendwie hieß es am Sonntag gleich gefühlt zweimal Peter Stöger. Den Anfang machte sein ehemaliger Verein vom Tabellenende, denn es stand das Derby am Rhein an und der 1. FC Köln empfing Borussia Mönchengladbach. Erwartungsgemäß wurde auch dieses Highlight vom Videobeweis zerstört. Die Kölner gewannen sehr glücklich nach fast 100 Minuten mit einem 2:1 in allerletzter Sekunde. Allein die Spieldauer bewies schon wieder einmal, wo der Sport längst angelangt ist. Richtig ist aber auch, dass die neue Technik eine schwere Mitschuld daran hat, wie es in der Domstadt im Moment ausschaut. Außerdem muss man aber auch von einer wahren Punkteexplosion beim FC sprechen, seit Trainer Stöger nach Dortmund gewechselt ist. Dies ist dann auch das Stichwort zum letzten Spiel des Rückrundenauftakts, denn Borussia Dortmund, eben mit Stöger, empfing den VfL Wolfsburg. Hier gilt es auch im zweiten Durchlauf der Saison, darauf hinzuweisen, dass bei einer normalen Relegation die Kicker aus der Autoskandalstadt gar nicht dabei wären. Aber nun zum Spiel. Wie die Partie zuvor, konnte man auch dort nur mit viel gutem Willen von Mittelmaß sprechen und genau dies wird auch ein zunehmendes Problem, denn, wenn in solchen Fußballtempeln, wie in Dortmund, die Stimmung kein Hit mehr ist, sieht man, wo DFB und DFL diesen Sport hinsteuern. Besser wurde die Stimmung auch mit den Abpfiff nicht, gab es doch ein gellendes Pfeifkonzert, denn mit diesem 0:0 schaffte man in Dortmund tatsächlich das einzige torlose Spiel des Wochenendes und es war allgemein schon kein Traumwochenende im Oberhaus des Fußballs. Man sieht, auch in der Liga bleiben es eher harte Zeiten.

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