Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Das Ende der Glaubwürdigkeit im Profifußball

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Es wäre natürlich gelogen, wenn man behauptet, dass das heutige Problem, welches dazu führt, dass eine Berichterstattung zum 23. Spieltag keinen größeren Sinn hat, ein nationales wäre aber dazu später noch mehr. Dieser letzte Spieltag wurde mit sagenhaften vier Sonntagsspielen ausgerichtet, wobei das letzte bis spät in den Abend ging, was zeigt, dass das Maß der Kommerzialisierung längst völlig voll ist. Am vorletzten Spieltag erreichten dann auch noch die Schiedsrichterskandale, welche die Bundesliga mittlerweile fast spieltäglich erschüttern, in Leverkusen einen neuen Höhepunkt. Der Umgang mit diesem neuerlichen Skandal unter der Woche beim DFB war nun keine wirkliche Überraschung, sorgte allerdings dafür, dass der deutsche Profifußball nun endgültig seine Glaubwürdigkeit verloren hat. Im Spiel zwischen Bayer 04 Leverkusen und Borussia Dortmund fiel Schiedsrichter Felix Zwayer durch inakzeptables Verhalten für einen Unparteiischen auf und dies nicht zum ersten Mal. Nach einer weiteren Entscheidung zum Vorteil des BVB sollte der Leverkusener Trainer Roger Schmidt auf die Tribüne, nachdem er lautstark und absolut nachvollziehbar gegen diese Unfairness protestiert hatte. Nun wollte der Leverkusener Trainer von Zwayer persönlich erklärt haben, wie er auf diese Entscheidung gekommen war. Da dieser sich aus nicht nachvollziehbaren Gründen weigerte, seine Entscheidung zu erklären, weigerte sich Schmidt wiederum, den Innenraum zu verlassen. Die Folge war eine fast zehnminütige, völlig unnötige Spielunterbrechung. Später äußerte sich auch endlich einmal der Leverkusener Sportdirektor Rudi Völler. Er tat dies mit einer diskussionswürdigen Wortwahl, inhaltlich allerdings absolut korrekt. Ein Zeichen, welches längst überfällig war. Die Urteile zu diesen Geschehnissen, welche dann, wie erwähnt, in der letzten Woche gefällt wurden, waren ein schlechter Witz. Felix Zwayer darf unbescholten weiteragieren, wie bisher auch. Rudi Völler muss 10.000 Euro Strafe zahlen und Roger Schmidt gar das Doppelte. Außerdem bekam der Leverkusener Trainer fünf Spiele Sperre, von denen zwei bis zum Saisonende zur Bewährung ausgesetzt werden. Ganz davon abgesehen, welche Summen der DFB bei einer fairen Behandlung bislang dem FC Bayern München hätte abnehmen müssen, würde man Pep Guardiola wohl nie wieder an der Seitenlinie sehen, wenn die geschilderten Geschehnisse bei allen Vereinen gleich beurteilt würden.

Ein Machtbeweis
Am Ende des Tages ging es bei dieser Aktion des DFB gegen Bayer 04 Leverkusen offensichtlich vor allem darum, einen Machtbeweis abzuliefern und zu untermauern, dass die Schiedsrichter weiterhin diejenigen sind, die bestimmen, wie sich die Liga zu entwickeln hat, womit sich in auffälliger Form natürlich auch wieder ein Kreis zum FCB schließt. Wenn Schiedsrichter immer wieder durch Fehler auffallen, die am Ende des Tages oft genug auch spielentscheidend sind und somit natürlich auch Einfluss auf die Tabelle haben und die sanktioniert werden, die dies in aller Deutlichkeit ansprechen und kritisieren, erkennt man, dass es offensichtlich genauso gewollt ist. Dies geschieht übrigens mit voller Rückendeckung des Staatsfernsehen, womit auch klar ist, wo man sich dort positioniert hat. Was all dies für den Fußball bedeutet, kann man sich ebenfalls ganz einfach ausmalen. Es ist nun an den wahren Fans klare Zeichen gegen diese fatale Entwicklung zu setzen und dies gilt natürlich nicht nur für Leverkusen. Wie bereits erwähnt, sieht es international natürlich kein Stück besser aus und man weiß, was man auch nie vergessen sollte, dass nicht nur der DFB wohl ein Korruptionsproblem hat. Für die UEFA und die FIFA bedeutete dies zuletzt achtjährige Strafen gegen die damaligen Chefs Michel Platini und Sepp Blatter aber auch diese Strafen, welche viele Fußballbegeisterte, als zu gering angesehen haben, wurden gerade erst auf sechs Jahre reduziert. Damit war irgendwie auch schon klar, was man vom lange erwarteten, großen FIFA-Theater am vergangen Freitag halten konnte und so kam es dann auch und Gianni Infantino wurde zum Nachfolger von Blatter gemacht. Ob dies wirklich zu ausreichenden Veränderungen führen wird, wird vielfach bezweifelt und es überrascht so gar nicht, dass es der Kandidat wurde, welcher auch vom DFB bevorzugt wurde. Wie bereits erwähnt, ging so erst am späten Sonntagabend ein extrem langgezogenes Bundesligawochenende zu Ende und in der Gesamtheit war es doch eher alles sehr unbefriedigend aber schon am morgigen Tag gibt es die Möglichkeit es besser zu machen, denn dann geht es gleich schon in den nächsten Spieltag und der bietet bestimmt wieder ganz eigene Geschichten.

Pfeiff das Spiel an und setz den ersten Kommentar

Du hast den Ball