Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Das Ende zum Auftakt

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Nun ging es am Wochenende endlich mit der Bundesliga in 2017 los und zwar mit dem 17. Spieltag und damit nicht mit der Rückrunde, wie ein Teil des Staatsfernsehens fälschlicherweise in der Werbung behauptete. Ist so etwas eigentlich schon eine Fake-News? Egal, nun stand also das Ende der Hinrunde an und wieder gab es natürlich ein Livespiel mit dem Premiumprodukt des deutschen Vereinsfußballs in der ARD. So empfing der SC Freiburg den FC Bayern München und man ahnte, was passieren würde. Der SCF überzeugte nicht nur, sondern ging auch in Führung aber die Bayern waren einfach wieder das buntere Team mit zehn Mann in Weiß, einem in Grün und einem in Schwarz, so klappte es dann in der Nachspielzeit auch mit dem 2:1-Sieg. Dank Manuel Gräfe war es so wieder ein Sieg der Unfairness. Verpflichtende Platzverweise für die Bayern blieben aus und nicht nur dies. Lächerlich war aber nicht nur die Schiedsrichterleistung, sondern auch die Kommentare der ARD, welche in der Liga immer gerne FCB-TV geben, dort fand man die absurdesten Ausreden für das nicht hinnehmbare Schiedsrichterverhalten und scheute auch Widersprüche nicht. Damit gab es im ersten Spiel gleich die ersten Punkte für den FCB geschenkt und dies hatte wieder einmal nichts mit Dusel zu tun, wie es die etablierten Massenmedien immer so gerne verkaufen und verniedlichen möchten. Nach diesem Auftakt war gleich klar, was man 2017 vom Oberhaus des Fußballs zu erwarten hat und dies verdient auch weiterhin ordentlichen Widerstand. Was gemeint ist, zeigte gleich schon der Samstag, wo die Schiedsrichter mit Karten und Platzverweisen plötzlich keine Probleme mehr hatten, eher das extreme Gegenteil. Auch wenn die Ergebnisse manchmal etwas anderes vermuten ließen, war es ein gähnend langweiliger Samstag. Der FC Augsburg trennte sich in diesem Stil mit 0:2 von 1899 Hoffenheim und auch hier fiel der Schiri auf, denn Markus Schmidt sorgte für ein Kartenspiel samt Kontrollverlust.

2017 kommt die Sippenhaft
Dieses Jahr begann auch gleich mit einem brisanten Nordderby und der VfL Wolfsburg empfing den Hamburger SV. Einige Fans des HSV randalierten bei der Anreise mit der Bahn und beim Umsteigen in Hannover gab es dann Pyro, wie übrigens am Freitag auch schon im Breisgau und dann sollte es richtig eskalieren. Die Polizei schickte gleich alle 400 Fans wieder zurück an die Elbe, was schon etwas von Sippenhaft hatte und es zeigte, dass die Staatsmacht auch beim Fußball immer radikaler durchgreift. Im Stadion wurde ebenfalls gegen den HSV vorgegangen und zwar durch Schiedsrichter Felix Zwayer, der durch einen Platzverweis gegen die Hamburger, den es so nicht überall gegeben hätte, maßgeblich am 1:0-Sieg der Wölfe beteiligt war. Unweigerlich kam die alte Frage auf, ob es keinen wahren Dino mehr in der Liga geben soll und die Jagd nicht schon länger eröffnet ist. Auch für den anderen Nordclub sah es ganz ähnlich aus und Werder Bremen trat an der Weser gegen Borussia Dortmund an. Hier war es Schiedsrichter Daniel Siebert und ein Platzverweis gegen die Bremer, was dem BVB zu einem glücklichen 2:1-Sieg verhalf. Dies kaschierte zum Jahresauftakt auch gleich, dass die Fußstapfen von Kloppo für Thomas Tuchel auch weiterhin zu riesig sind. Ganz und gar nicht riesig war dann das Spiel Darmstadt 98 gegen Borussia Mönchengladbach, welches 0:0 endete. Beide Teams hatten einen neuen Trainer aber weder Torsten Frings, noch Dieter Hecking zauberten dort Glanz in die Hütte. Dies galt übrigens auch für Schiedsrichter Marco Fritz, welcher nicht nur für Rudelbildung sorgte. Freude sollte dann auch keine beim 1:0 zwischen Schalke 04 und dem FC Ingolstadt aufkommen, was auch an diskussionswürdigen Schiedsrichterentscheidungen von Harm Osmers lag. Übrigens gab es in der Arena einen neuen Negativrekord in Sachen Zuschauerzahlen, was auch wieder für sich spricht.

Drei zum Schluss
Ganz zum Schluss stand noch das Abendspiel am Samstag an und zwar zwischen RB Leipzig und Eintracht Frankfurt. Zum Start flog erst einmal der Frankfurter Keeper nach  einem völligen Blackout vom Platz, was natürlich wohl der Hauptgrund für das 3:0 war, welches am Ende nicht nur deshalb glücklich für die Sachsen war, zwei Standards und ein Eigentor sprechen eine deutliche Sprache. Für die Tabelle passte alles wieder, wie die Faust aufs Auge. Immer diese Zufälle, um es mit einem breiten Schmunzeln zu formulieren. Interessant waren noch die großen Lücken auf den Rängen und der Hinweis vom ZDF, dass das Stadion bis auf den letzten Platz ausverkauft gewesen sei. Aber das Staatsfernsehen hat es eben nicht immer so mit seriösen Informationen, so war es am Freitag laut ARD noch minus 7 Grad in Freiburg beim Spiel, Samstag waren es dann schon minus 8 Grad dort laut ARD und beim ZDF sogar minus 9 Grad. Dann blieben, wie immer, für den Sonntag noch zwei Partien und diese sahen auf dem Papier erst einmal ganz interessant aus. Natürlich war man auch hier gespannt, ob es in Sachen Schiedsrichter so weitergehen sollte, wie es am bisherigen Spieltag der Fall war. Im ersten Sonntagsspiel traf Bayer 04 Leverkusen auf Hertha BSC Berlin und es sollte erstaunlicherweise nicht nur ein munteres 3:1 geben, was es für die Werkself zu einem positiven Ende der Hinrunde machte. Überraschend war auch, dass Leverkusen einen Elfer verwandeln konnte, was in dieser Saison bislang eher auch ein Problem war. Ganz zum Schluss trafen kurz vorm Beginn des Straßenkarnevals noch zwei Karnevalsvereine aufeinander und der 1. FC Köln musste beim FSV Mainz 05 ran. Mit Frohsinn hatte aber auch dieses torlose Unentschieden nicht viel zu tun, womit B04 tatsächlich die einzig positive Ausnahme am Ende der Hinrunde bot.

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