Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Das erste Spiel nach dem Schock – Das Glücksspiel geht weiter

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Nun ging es in 2016 auch endlich nach einer ewig langen Pause für die LÖWenherzen los, denn die ersten Testspiele in diesem Jahr standen an. Den Auftakt dazu gab es im Olympiastadion in Berlin gegen England. Es war ein wichtiges Spiel, denn die letzten beiden brachten keine großartigen fußballerischen Erkenntnisse. Da gilt es das Spiel gegen Frankreich in Paris zu erwähnen, was zu den schwärzesten Fußballspielen überhaupt zählt, da es Teil einer riesigen Terrorwelle wurde, welche die französische Hauptstadt an diesem Novemberabend im letzten Jahr überzog. Dieser Schatten des großen Religionskrieges wird natürlich leider auch über Euro 2016 in Frankreich im kommenden Sommer stehen. Die letzte Partie, welche auch die letzte im Jahr 2015 werden sollte, das Spiel zwischen Deutschland und den Niederlanden in Hannover, wurde dann unter äußerst ominösen Umständen, welche die Bundesregierung bis zum heutigen Tage nicht angemessen aufgelöst hat, kurz vorm Anpfiff gleich ganz abgesagt. Nun gab es vor dem Länderspiel am Ostersamstag auch noch eine Terrorwelle in Brüssel, womit klar sein dürfte, warum man vom ersten Spiel nach dem Schock sprechen musste. Diese Partie gegen die Engländer begann mit einer Schweigeminute, außerdem liefen beide Teams mit Trauerflor auf, beides wegen dem angesprochenen Terror in der belgischen Hauptstadt. Um mit dem Positivsten zu beginnen, es sollte an diesem Abend, trotz eines Hochsicherheitsspiels, nur um Fußball gehen oder sagen wir, fast nur. Und dies war natürlich nicht nur sehr wichtig, sondern auch einfach nur schön. Eher unpassend war dann die Anwesenheit von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), den man nach dem Zwischenfall in Hannover auch den großen Angstmacher nennen könnte. Er nutzte die Bühne, welche dieses Spiel bot und erklärte kurz vorm Spiel in der Hauptstadt, wenn auch etwas kryptisch, dass die Absage des gerade angesprochenen Spiels in Hannover, wohl nur Angst machen sollte. Wenn diese Deutung seiner Aussage falsch wäre, hätte er damals etwas massiv falsch eingeschätzt und dürfte seinen Posten längst nicht mehr bekleiden. Aber es wurde auch noch Fußball gespielt und der Weltmeister trat gegen ein Team an, dessen letzter Titel ein halbes Jahrhundert zurückliegt. Vorab sei schon verraten, gegen Italien am morgigen Abend in München, muss sich sehr viel verändern.

Löw und die Medienhelfer nutzen den Rückwärtsgang
Schon die Aufstellung sagte vieles über den deutschen Fußball und die dazugehörige Liga aus und schnell war klar, dass sich inhaltlich am Konzept wieder gar nichts verändert hatte. Der Gegner England kam ersatzgeschwächt daher, was man im ZDF allerdings einfach unter interessant verbuchte. Auch dies überraschte nicht, gab doch Béla Réthy den Kommentator und während dem Spiel hoffte man immer wieder, dass er nicht einen Cent von den Rundfunkgebühren bekommt, würde dies doch nur noch mehr Fragen im Kontext dieser Zwangsabgabe, welche so viele Menschen ablehnen, aufwerfen. Kommerzwahn war dann leider auch bei diesem Spiel ein weiteres Negativhighlight, spielten die Deutschen doch in ihren Auswärtstrikots und dies einfach nur, um sie präsentieren zu können. Aber nun zum Spiel. Deutschland spielte, wie man es aus der Vergangenheit kannte und hatte damit auch das Glück wieder auf seiner Seite und führte in der zweiten Halbzeit schon mit 2:0. Mit der Halbzeit war dann auch manch Wechsel verbunden, welche den eingeschlagenen Kurs aber nur untermauerten. Dann war aber plötzlich das Glück weg und alles was zählte, war Qualität und so gewannen die Engländer am Ende noch hochverdient mit 3:2. Nach und nach wurde es gefühlt auch ein englisches Heimspiel, nicht nur, dass sich hier der Kreis zur Trikotauswahl des DFB-Teams schloss, bezieht sich dies vor allem auch auf die Stimmung, denn für die sorgten fast nur die Fans von der Insel. Dies wiederum passte ganz gut zu den Stimmungswünschen des DFB, wie man es aus der Bundesliga, durch die passenden Maßnahmen der Stimmungsreduzierung, kennt. Richtig spannend wurde es nachdem Spiel, gab es von den Spielern das übliche Geschwätz, was keiner mehr hören will, sah es bei Joachim Löw anders aus. Ruderte er mit Hilfe der etablierten Massemedien doch auf einmal zurück. Vom klaren Sieg im kommenden großen Turnier ist nun plötzlich nicht mehr die Rede, sondern nun ist man nur noch einer von vielen Favoriten. Diese merkwürdige Neuorientierung ändert aber nichts daran, dass nur dieser Titel zählt. Übrigens war dieser deutsche Auftritt in Berlin nicht der einzige, welcher nicht überzeugte. Die Niederlande empfingen Frankreich und in einem sehr emotional geprägten Spiel, gewannen die Franzosen mit 3:2. Die Schiedsrichterleistung dabei war allerdings unbeschreiblich schlecht. Es war wieder einmal Felix Zwayer, der sein Unwesen so auch international fortsetzen dürfte, was zeigt, wie verfilzt auch im Fußball alles ist.

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