Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Das Gekraulte zeigen!

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Bevor am morgigen Sonntag die Euro 2016 in Frankreich mit dem Finale zwischen Portugal und dem Gastgeber endet, gilt es noch einige Fakten zum Ausscheiden der LÖWenherzen festzuhalten. Es gab den Eklat zum Thema des Bundestrainers, der sich die Eier kraulte, nun sollte Joachim Löw selbige zeigen und zurücktreten. Sein Gejammer nach dem Spiel zur Kommerzialisierung des Fußballs und der damit verbundene Anstieg des Leistungsdrucks seiner Spieler ist einfach nur lächerlich. Außerdem fiel ihm dies doch zu einem spannenden Zeitpunkt auf. Zwei Jahre lange wurde mit dem Europameistertitel, welchen man in jedem Fall in Paris holen wollte, vorab schon ordentlich Kasse gemacht, auch dies sollte man nicht vergessen. Mit dem Titelversprechen ist der Bundestrainer nun gescheitert, was auch keine Überraschung war, wenn man sich nur den Zeitraum nach Brasilien anschaut und sich vor Augen hält, dass der Weltmeistertitel auch nicht das Ergebnis purer Fußballkunst war. Der DFB-Chefpolitiker Reinhard Grindel zeigte mit seinem Geschwätz über Verletzte und Heimvorteil der Franzosen dann auch noch, was für schlechte Verlierer es beim DFB gibt. Er will an Löw festhalten, was bedeutet, er möchte den Kurs nicht ändern und weiterhin so tun, als sei Fußballdeutschland der FC Bayern München. So darf man sich dann auch nicht wundern, wenn es irgendwann so wird, wie man es in Kroatien zwischen Verband und Fans erleben dürfte. Die Überheblichkeit nach dem Spiel von den meisten Beteiligten, war von erschreckender Realitätsferne geprägt, was zeigt, in welcher Traumwelt man dort ansässig ist. Die Qualifikation, wie auch die Gruppenphase hat es in deren Augen scheinbar gar nicht gegeben. Schon vorm Anpfiff stand nach den Ansagen, welche bis zuletzt auch vom Team kamen, fest, dass es keine Ausreden geben wird, desto unverständlicher war es, dass man genau damit dann wieder genervt wurde. Natürlich wäre Deutschland die bessere Mannschaft gewesen, wenn Frankreich nicht überzeugt hätte. Die Welt wäre auch wundervoll toll, wenn es überall Frieden geben würde oder nicht so viele Menschen hungern müssten, dies ist aber eben alles nicht der Fall. Auch hier gilt es noch einmal das Premiumprodukt des deutschen Vereinsfußballs zu erwähnen, aus dessen direkten und indirekten Umfeld wieder kaum Gutes kam. Joshua Kimmich war für dieses Turnier nur in den Augen der vermeintlich unabhängigen TV-Experten des Staatsfernsehens bereit. Bastian Schweinsteiger aber auch der brillenverkaufende Lieblingsnachbar waren ganz offensichtlich nicht fit, was scheinbar kein Hinderungsgrund war. Von Thomas Müller ganz zu schweigen, der eine Leistung, wenn man es überhaupt so nennen will, brachte, welche schlichtweg inakzeptabel war. Er sollte sich zukünftig weniger aufspielen und dafür mehr trainieren, was im Übrigen für einige Selbstdarsteller in dieser Mannschaft gilt, wo die Außenwirkung so gar nicht mit der Leistung zusammen passt. Zum Schluss noch ein Satz zum ZDF, wo man ebenso negativ auffiel, wie bei der ARD, was aber auch nicht anders zu erwarten war und wieder einmal zeigte, warum der Rundfunkbeitrag keine Grundlage hat. Am Tag nach der Blamage von Marseille auch noch so frech zu sein, die Schuld Schiedsrichter Nicola Rizzoli, einem der wenigen fähigen Schiris im Turnier, in die Schuhe schieben zu wollen, zeigt, dass man auch dort den ganz schlechten Verlierer gab.

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