Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Das große Scheinfinale 2015

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Es ist geschafft und mit dem 34. Spieltag endete am gestrigen Nachmittag die Saison 2014 / 2015 in der Bundesliga und es war noch einmal ein Spieltag, der schon auch eine gute Zusammenfassung der abgelaufenen Spielzeit darstellte. Bevor es im Einzelnen zu den Spielen geht, sei noch erwähnt, dass die Sommerpause trotzdem noch in weiter Ferne liegt, denn neben den internationalen Finalspielen, die ganz ohne Mannschaften aus dem Land der Weltmeister auskommen müssen, steht auch noch das Pokalfinale und die Relegation auf dem Plan. Somit ist auch hier noch nicht an Urlaub zu denken. Was die letzten Saisonspiele angeht, war da zum Beispiel der 1. FC Köln und der empfing den VfL Wolfsburg und man war nicht überrascht, dass es mit einem Unentschieden endete, wobei ein 2:2 für Kölner Verhältnisse schon absolut torreich ist. Die Fahrstuhlmannschaft aus dem Rheinland endete so im Niemandsland der zweiten Tabellenhälfte und die niedersächsische Werkself wurde Vizemeister, ein Titel, welcher eigentlich der Werkself aus dem Rheinland vorbehalten sein sollte aber dazu gleich mehr. Bei dieser Partie in der Domstadt gab es tatsächlich noch etwas zu feiern, denn Peter Gagelmann hörte nach 15 Jahren endlich sein Schiedsrichterunwesen auf. Leider ist davon auszugehen, dass er in gleicher Art und Güte ersetzt wird, was wieder einmal den Gedanken nahelegt, dass all die spieltäglichen Einflussnahmen genauso gewollt sind, womit man ganz schnell in Hessen landet. Dort hätte Bayer 04 Leverkusen sich eigentlich mindestens mit einem 1:1 gegen Eintracht Frankfurt verabschiedet, allerdings hatte Schiedsrichter Guido Winkmann etwas dagegen und so verlor Leverkusen das letzte Spiel der Saison am Main mit 1:2. Deshalb fällt es auch so schwer, die Vertragsverlängerung mit Trainer Roger Schmidt zu beurteilen, da dies nicht die ersten Punkte der Saison waren, welche Bayer geklaut wurden, was den abschließenden Tabellenplatz auch etwas verfälscht. Um beim Thema zu bleiben, lohnt ebenfalls gleich ein Blick an den Niederrhein, wo Borussia Mönchengladbach mit 1: 3 gegen den FC Augsburg verlor, voran Schiri Michael Weiner doch maßgeblich beteiligt war, was er übrigens nachdem Spiel sehr deutlich vom Anhang der Fohlen zu hören bekam. Merkwürdig nur, dass es auch in diesem Spiel um viel Geld ging und man sich an irgendwas erinnert fühlte.

Zeit für meisterhafte Choreos
Letzte Spieltage und hier speziell der Saisonabschluss der Mannschaften im eigenen Stadion sind natürlich immer auch für große Choreos bekannt und so war es auch an diesem Wochenende, wo man sich in vielen Stadien daran erfreuen konnte. Wirklich meisterhaft war die der Fans von Borussia Dortmund, was natürlich auch damit zu tun hatte, dass es gleich ein doppelter Abschied war, denn es war das letzte Heimspiel von Trainer Jürgen Klopp und außerdem auch der Heimabschied von Sebastian Kehl, der seine Karriere beenden wird. Wegen der Ordnung sei noch erwähnt, dass aber nicht nur gefeiert wurde, sondern auch noch gekickt wurde, denn der BVB empfing Werder Bremen und gewann am Ende wieder einmal hochverdient mit 3:2. Nächste Woche kann Kloppo dann noch ein wirklich letztes Highlight setzen, wenn es im Pokalfinale in der Hauptstadt gegen die Wölfe geht. Bevor es dann gleich auch direkt noch um den Hauptstadtclub selbst gehen soll, muss man beim Thema Choreo auch noch einmal über den FC Bayern München reden, was man da am Wochenende geboten bekam, war für den Anlass einfach nur eine ganz traurige Vorstellung. Es passte aber selbstverständlich zu einem Team, deren so genannte Fans, vor allem wenn es ums Thema Stimmung geht, immer wieder in der Kritik stehen. Immerhin gab es diesmal sogar 25 Böllerschläge vorm Spiel, was als offizieller Akt natürlich eine tolle Show sein soll, obwohl man es auf Seiten der Fans ansonsten massiv bekämpft. Zum 2:0-Heimsieg gegen den FSV Mainz 05 muss man sagen, dass es doch zum Schmunzeln einlud, fuhren die Bayern zuletzt, als es um nichts mehr ging, nur noch Niederlagen ein, da sie ausnahmsweise normal und nicht als Premiumprodukt behandelt wurden, musste vor der Übergabe der Meisterschale natürlich wieder ein Sieg her. So überraschte es nicht, dass es der vermeintlich Unparteiische, dass es Thorsten Kinhöfer war, der den Meister mit einem Elfer, den nicht jedes Team bekommen hätte, einmal mehr auf die Erfolgsschiene setzte. Deshalb muss man über dieses Spiel auch nicht mehr Worte verlieren und so geht es direkt zum Hauptstadtclub. Hertha BSC Berlin musste zu 1899 Hoffenheim und schaffte trotz einer 1:2-Niedrlage den Klassenerhalt, schließlich wurde man auf dem Papier auch als Abstiegskandidat gehandelt.

Das Ende der Sportclubs und ein sehr altes Murmeltier
Wurde die Meisterschaft, also dies, was die Bundesliga ausmachen sollte, auch in diesem Jahr schon wieder vor einer gefühlten Ewigkeit vergeben, versuchte man wirklich krampfhaft, teilweise an einen Marktschreier, der nur noch verdorbene Ware hat, erinnernd, den Abstiegskampf als Happening zu verkaufen, was vor allem auch fürs Staatsfernsehen galt. Da kam der, nennen wir es einfach einmal Zufall, recht gelegen, dass zu mindestens auf dem Papier noch sechs Mannschaften absteigen konnten. Es sei schon so viel verraten, wirkliche Überraschungen oder gar herzzerreißende Dramatik gab es natürlich nicht. Dies legt selbstverständlich den Verdacht nahe, dass der ganze Hype vor allem als PR-Gag für eine Liga zu verstehen war, welche durch die Bayerndominanz einfach einen riesigen Mangel an Spannung hat. Beginnen wir beim SC Freiburg, der in der niedersächsischen Landeshauptstadt bei Hannover 96, wo man ebenfalls hätte absteigen können, ran musste. In einem Skandalspiel, welches diesem Anlass ganz angemessen von Wolfgang Stark geleitet wurde, verloren die Breisgauer mit 1:2 und verlassen die Bundesliga damit wieder einmal. Überraschend war dies nicht, hatten doch verschiedene Kollegen von Stark, die ganze Saison über immer wieder für Merkwürdigkeiten gesorgt, die den Sportclub von der Dreisam immer wieder Tore und Punkte kosteten, worauf auch manch Aktiver in den Interviews nachdem Spiel anspielte. Der SC Paderborn empfing den VfB Stuttgart zum nächsten direkten Aufeinandertreffen zweier Abstiegskandidaten. Dort war eine Überraschung kurzzeitig greifbar, ging der SCP doch frühzeitig in Führung, allerdings drehten die Stuttgarter dies noch und siegten mit einem 2:1-Auswärtssieg und waren so gerettet, während mit Paderborn auch der zweite Sportclub die Bundesliga verlassen muss und dieses Debut nur ein bedingter Erfolg war. Eines der sechs angesprochenen, abstiegsgefährdeten Teams fehlt noch und es ist der Hamburger SV, die ganz im Norden der Republik Schalke 04 empfingen und mit 2:0 besiegten. Nach der Leistung, welche die Knappen dort ablieferten, fragte man sich, ob eine Auflösung des Vereins, nach den Geschehnissen der letzten Wochen, wohl die logische Konsequenz sein wird. Für den HSV bedeutete dies, wie ein Blick auf die Abschlusstabelle verrät, die Relegation und man fragte sich, ob man den Dino nicht gegen ein Murmeltier tauschen sollte, was in diesem Fall jährlich grüßt, denn so endete es in Deutschlands zweitgrößter Stadt exakt wie im Vorjahr und man ist auch nachdem letzten Spieltag noch nicht gerettet.

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