Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Das letzte Pflichtspiel 2016

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Am gestrigen Abend war es soweit und das letzte Qualifikations-spiel zur WM 2018 in Russland in diesem Jahr stand in San Marino an. Im Vorfeld ging es aber vor allem um Miroslav Klose, der jetzt eine Art Azubi bei der DFB-Auswahl spielt, womit nun nur noch die passende Dokusoap fehlt. Viel interessanter war allerdings tatsächlich, dass doch eine ganze Menge Spieler nicht anwesend waren, einige waren krank, bei manchem Fußballmillionär gilt dies, wie durch Zufall, nur für die Länderspielpause, was wieder einmal für sich spricht. Kommen wir aber nun zur Partie zwischen San Marino und den LÖWenherzen, wo die Erwartungshaltung vorm Spiel eindeutig war, es galt ein 13:0 zu toppen. RTL, wo man das Spiel live sehen konnte und die zuletzt berichteten, als wären sie vom DFB auf Linie gebracht worden, fingen auch wieder mit Vorberichten in dieser Richtung an. Denn man erzählte davon, wie viel Spaß die DFB-Auswahl doch machen würde und genau dies war zuletzt nicht der Fall. Statistiken mögen Spaß machen aber die Spiele oft genug nicht. Man versuchte bis kurz vor Anpfiff ein Bild aufzubauen, was nichts mit der Fußballrealität zu tun hatte, dies galt dann auch für die Goldene Generation die angeblich entsteht. In diesem Jahr vergeigte man gerade noch die EM in Frankreich, auch dies sollte man nicht vergessen. Es war aber natürlich geschickt all dies in das Spiel gegen die älteste Republik der Welt zu packen, wo man letztendlich gegen Amateure antrat und eigentlich nichts schiefgehen konnte. Es waren noch keine zehn Minuten gespielt, da stand es dann auch schon 2:0 für Deutschland aber dann dauerte es tatsächlich bis zur 32. Minute bis das 3:0 für den Weltmeister fiel und so sollte es auch in die Pause gehen, womit man natürlich nicht von einem wahren Spektakel sprechen konnte und viele Worte aus dem Vorfeld erst einmal wieder zu  Gequatsche wurden aber man hatte immerhin die Möglichkeit es nach der Pause besser zu machen und den eigenen Ansprüchen doch noch gerecht werden.

Auf zum Papst
Natürlich wurde schon vor der Halbzeit der starke Regen zur Entschuldigung herangezogen, was wieder untermauerte, wo Deutschland dauerhaft und ungefährdeter Meister aller Klassen ist, in Ausreden, wenn es wieder anders läuft, als man es zuvor kommuniziert hatte. In der 58. Minute konnte man dann endlich das 4:0 vermelden und ganz wie in der ersten Halbzeit dauerte es dann auch wieder nicht mehr lange bis zum 5:0. Danach wurde es auch noch etwas konfus aber es sollte immerhin trotzdem das 6:0 fallen, wobei nun auch klar war, dass es ein gutes Spiel werden sollte aber nicht im Ansatz ein spektakuläres. Da die Konfusion blieb, sollte es noch ein Eigentor zum 7:0 geben. In der 85. Minute fiel sogar noch das 8:0, womit es eigentlich hätte zu mindestens zweistellig werden müssen, dass es so blieb, ist auch wieder selbstredend. Zum Schluss muss man bei dem Gegner, welcher erst seit 30 Jahren eine Nationalmannschaft hat und Ende des letzten Jahrtausend das erste offizielle Länderspiel hatte, sagen, dass es weit von dem entfernt war, was man vorher daraus gemacht hatte, was langsam auch Fragen in Sachen Werbung und Gehälter aufwerfen könnte. Beide Punkte darf man nicht vergessen, wenn man sich die Abweichungen von Anspruch und Realität betrachtet. Dies gilt vor allem auch, wenn man sich vor Augen hält, dass zum Beispiel ein Thomas Müller wieder den Chancentod gab und es allgemein nicht der Abend der großen Namen war. Das nächste Showelement kommt jetzt am Montag in Rom und zwar dann im Vatikan, wo ein Besuch bei Papst Franziskus, der auch keine Möglichkeit der PR auslässt, was so auch für die Kirchen allgemein gilt, ansteht. Am Dienstag gibt es dann das letzte Länderspiel in diesem Jahr und zwar in Mailand, wo es in einem Freundschaftsspiel gegen Italien geht. Dann ist das Länderspieljahr 2016 auch Geschichte und unterm Strich bleibt es ein enttäuschendes und trauriges Jahr.

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