Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Das Mottenfinale und das Comeback des sterbenden Schwans

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Es war soweit und genau einen Monat nach dem diese aufgeblasene Euro 2016 in Frankreich begonnen hatte, endete sie am gestrigen Abend tatsächlich ziemlich tierisch. Spielte der Gastgeber schon im Auftaktspiel, so traf man ihn auch im Endspiel wieder an, allerdings ging es in Saint-Denis diesmal gegen Portugal. All dies hinderte bei der ARD niemanden daran, auch wieder, wie schon das ganze Turnier über, Werbung für den FC Bayern München zu machen. Ganz clever war es natürlich auch, dass Matthias Sammer ausgerechnet an diesem Tag erklärte, dass er sich beim FCB frühzeitig davon macht, was mit Sicherheit kein Zufall war und wieder einiges über das Niveau dieses Vereins aussagte. Die Terrorangst sollte dieses Spiel in einer ganz besonderen Weise beeinflussen, hatte man doch die Nacht vor dem Finaltag das Licht im Stade de France angelassen und so hielt sich zum Spiel gefühlt jede Motte der Stadt in diesem Stadion auf. Vorm Anpfiff zu diesem wichtigsten Spiel der gesamten Europameisterschaft gab es im dazugehörigen Unterhaltungsprogramm der ARD noch einen Turnierrückblick, der allerdings in den nächsten Tagen hier noch in einem eigenen Rückblick eingearbeitet werden wird, wie auch weitere Gründe, warum dieser Sender, wie auch das ZDF, in den letzten Wochen immer wieder bewiesen, dass der Rundfunkbeitrag abgeschafft gehört. Man sieht, vor dem großen Spiel tat sich auch wieder vieles, was man nicht Fußball nennt, dies galt auch für die Abschiedsshow, die nicht weiter erwähnt werden muss, denn irgendwie war es nur eine Kopie der Eröffnungsshow und schon die war nicht erwähnenswert. Auch Krawall blieb leider bis zum Endspiel ein Thema, so kam es unter anderem an der Fanmeile am Eiffelturm zum Einsatz von Tränengas und Wasserwerfer, nach dem diese wegen Überfüllung geschlossen wurde. Dann war es aber geschafft und es sollte endlich um Fußball gehen.

Zeit für die Besten
Die Franzosen begannen auch in diesem Spiel gleich wieder mit Vollgas, auch wenn es etwas schwerer war, wie noch zuletzt gegen Deutschland, was noch einmal zeigte, dass hier wirklich die beiden besten Teams im Endspiel standen. Nach gut 25 Minuten musste Cristiano Ronaldo das Spiel verletzt verlassen und es wurde ein Drama daraus gemacht, was einfach ein schlechter Witz war aber zu der Show passte, welche man schon das ganze Turnier über, um ihn gemacht hatte. Am Ende der ersten 45 Minuten konnte man von einem leichten Vorteil für die Gastgeber sprechen, allerdings gab es keine Tore, trotzdem war es bis dahin ein ganz gutes Spiel, was auch nicht durch den Abgang von CR7, welcher so beeindruckend den sterbenden Schwan gab, sonderlich schlechter geworden war. Übrigens gab es in der ersten Halbzeit immer wieder Bildausfälle und man gab die Schuld der UEFA. Man muss nur festhalten, dass so gut wie jeder Haushalt den Rundfunkbeitrag auch an die ARD zahlen muss und nicht an den europäischen Fußballverband. Nicht nur die erwähnten Krawalle in der Innenstadt zeigten, dass es Sicherheitsprobleme gab, die bis zum Ende anhalten sollten. So war das erste erwähnenswerte Ereignis der zweiten Halbzeit wieder einmal ein Flitzer. Langsam dürften dann auch Tore fallen, denn es begann etwas langatmig zu werden. Leider passierte dies nicht und phasenweise verflachte das Spiel etwas und so ging es torlos in die Schlussphase, die wichtigste Phase, die es im gesamten Turnier gab. Natürlich war es auch irgendwie bezeichnend, dass auch das Finale an Tormangel litt.

Das lächerliche Comeback des sterbenden Schwans
Es sollte nichts mehr passieren und so ging es auch im Finale in die Verlängerung, wo dann auch plötzlich CR7 wieder auftauchte und seine lächerliche Show weitergehen sollte, obwohl man ihn nicht wirklich vermisst hatte. Die dritte Halbzeit wurde einem Finale nicht annähernd gerecht und in der letzten regulären Halbzeit dieser Euro wurde dann endgültig klar, dass auch die Schiedsrichterleistung das gesamte Turnier über nicht angemessen war. So sollte es einen ungerechtfertigten Freistoß durch Schiri Mark Clattenburg für Portugal geben, der fast zum 1:0 geführt hätte. Kurze Zeit später passierte dies dann allerdings aus dem Spiel heraus, womit der Gastgeber ein mächtiges Problem hatte. Dieses Problem sollte noch größer werden, denn es war tatsächlich der Endstand, womit Portugal dieses Finale gewann, was in Ordnung ging aber dies wäre umgekehrt genauso gewesen. Schade nur, dass Ronaldo es durch seinen Auftritt in der Verlängerung, welcher in Sachen Lächerlichkeit nur noch von den dazugehörigen ARD-Kommentaren von Gerd Gottlob, der zwischenzeitlich auch schon mal ganz schwieg, übertroffen wurde, alles etwas peinlich werden ließ. Gab CR7, wie bereits erläutert, vor seinem Ausscheiden noch den sterbenden Schwan, war er mit dem Pokal in der Hand wieder topfit und hatte vorher schon fleißig Trainer gespielt. Ein Abschluss der schon zeigte, dass man viele Bilder dieses Turniers nicht wirklich brauchte. Dies galt auch für den Dank an Michel Platini, der im Stadion noch eingeblendet wurde. Immerhin war er es, der diese schlechte EM zu verantworten hatte und durch eine Sperre wegen Korruption nicht auftauchte. So zeigte sich ganz zum Schluss, dass man bei der UEFA rein gar nichts verstanden hat.

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