Der BALLacker

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Das Ostseestadion

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Diesmal gibt es wieder eine Kultstätte in Sachen Stadion aus der ehemaligen DDR. Aus diesem Anlass geht der Blick ins Hansaviertel nach Rostock und dort findet man das Ostseestadion.

Von 1923 bis 1928 wurde das Volksstadion in Rostock erbaut und war bis in die 1950er das größte in der Hansestadt. Es entstand ganz in der Nähe des heutigen Stadions und in der Spitze hatten in den 1930er dort bis zu 30.000 Menschen Platz.

Nach der Gründung der DDR und der Planung auch in Rostock großen Fußball zu etablieren, wurde ein allgemeines Sportstadion konzipiert, welches auch über eine Leichtathletiklaufbahn mit insgesamt sechs Bahnen verfügte. Da es Probleme mit der Finanzierung gab, wurde die Bevölkerung zur Umsetzung des Projektes zur Unterstützung aufgerufen und kam diesem Aufruf auch nach und so wurde im Juni 1954 das Ostseestadion  mit 24.000 Sitzplätzen und noch mehreren tausend Stehplätze eröffnet.

Jahre später gab es dann auch ein Dach für die Tribüne, allerdings nur für 3.000 Plätze und noch etwas später wurde eine 700-Lux-Flutlichtanlage errichtet. Die allerletzten Umbauten am alten Stadion, welches zum Schluss eine Kapazität von 25.500 Plätzen hatte, waren die Erneuerung der Vortribüne und eine Anzeigetafel, nachdem der alte Stadionturm abgerissen wurde.

Pünktlich zur Jahrtausendwende wurde innerhalb von 16 Monaten eine reine Fußballarena errichtet, welche im August 2001 mit dem Bundesligaspiel zwischen dem F. C. Hansa Rostock und Bayer 04 Leverkusen ganz offiziell eröffnet wurde. Leverkusen gewann dieses Spiel damals übrigens mit 3:0.

Im Juli 2007 kaufte die Deutsche Kreditbank (DKB) die Namensrechte am Ostseestadion für zehn Jahre mit einer Option auf Verlängerung. So wurde das Stadion in DKB-Arena umbenannt, was, wie in ähnlichen Fällen auch, auf die Ablehnung der Fans stieß, weil man Tradition nicht einfach so verkaufen kann, auch wenn dies die vermeintlichen Machthaber in diesem Sport ganz allgemein nicht verstehen wollen.

Seit Dezember 2010 gibt es auf dem Dach des Ostseestadions eine Solaranlage und die dazu nötige Fläche wurde von Hansa Rostock verpachtet und sorgt so für weitere Einnahmen, was man durchaus geschickt nennen darf.

2015 beendete die DKB dann ihre Namenspartnerschaft vorzeitig und so konnte Hansa Rostock im Mai des letzten Jahres die gute Nachricht verkünden, dass man ab sofort wieder im Ostseestadion spielt, was den wahren Fans natürlich Freude bereitete.

Außer dieser langen Tradition als Heimspielstätte des FCH war das Stadion aber auch Austragungsort von acht Fußballländerspielen der DDR und diente später der gesamtdeutschen Nationalelf ebenfalls zweimal als Spielstätte und zwar im Frühling 2002 und im Herbst 2006.

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