Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Das Revierderby und die bekannten Skandale

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Der 26. Spieltag begann am Freitagband in der Hauptstadt, wo sich Hertha BSC Berlin und 1899 Hoffenheim 1:3 trennten. Nach der Länderspielpause ging es dort gleich mit einem Kartenspiel samt einem eher lächerlichen Platzverweis durch Schiedsrichter Benjamin Brand los. Außerdem gab es einen Elfmeter, den es so auch nicht überall gegeben hätte. Dieser war dann, nach der 1:0-Führung der Hertha, der Auftakt zur Wende zum genannte Endstand. Es ging in diesem Spiel übrigens ums ganz große internationale Geld, was man bei solchen Spielverläufen auch immer vorm Auge haben sollte. Man muss kein Hellseher sein, um zu verstehen, warum hier wieder die Richtung fürs Wochenende vorgegeben wurde. Das Highlight des Spieltags war natürlich das Revierderby zwischen Schalke 04 und Borussia Dortmund und man ahnte nichts Gutes, da Felix Zwayer den Schiri gab. Er stand dann auch reichlich oft im Mittelpunkt und ganz nah am völligen Kontrollverlust, was wieder zeigte, dass dies von DFB und DFL so gewollt ist. Die üblichen Ausschreitungen, die aus den bekannten Gründen zu erwarten waren und nicht verwunderlich sind, konnten nur durch massive Polizeieinsätze im Vorfeld minimiert werden. Am Ende bekamen die Schalker dann auch noch einen Handelfer nicht gegeben, womit das Spiel endgültig entglitten war und in Folge auch noch S04-Trainer Markus Weinzierl vom Platz flog. So schafft man Skandalspiele, denn der fällige Handelfmeter hätte den Sieg für die Schalker bedeuten können, außerdem war es schon der zweite Elfer, welcher Schalke in diesem Spiel verweigert wurde. Am Ende stand so nur ein 1:1. Erwähnen muss man auch noch das Schalker Maskottchen. Was gar nicht ging, waren die massiven Provokationen von Erwin gegen den Dortmunder Anhang, sehr passend hingegen war, dass er nachdem Spiel dem Schiri die rote Karte zeigte.

Viel Ablehnung und ein Klassiker
Eher nicht groß zu kommentieren und das klare Gegenteil zum Spiel auf Schalke war die Partie zwischen dem FC Bayern München und dem FC Augsburg. Der FCA hatte, wie einige andere Teams zuvor, ganz im Süden der Republik plötzlich vergessen, wie man Fußball spielt. Dies sind dann die Spiele, wo das vermeintliche Premiumprodukt des deutschen Vereinsfußballs auch mal glänzen kann und dies eben ganz ohne Gegenwehr, was den Glanz gleich wieder mächtig relativiert. Schiri Christian Dingert könnte dann noch eine Rolle bei irgendwelchen dubiosen Bayernrekorden spielen, schenkte er den Bayern doch gleich mehrere Treffer, welche Abseits waren, warum am Ende ein 6:0 mit Geschmäckle stand. Um noch bei ablehnungswürdigem Fußball zu bleiben, muss man noch das Spiel zwischen RB Leipzig und Darmstadt 98 erwähnen. Hier fiel auch das erste Tor am Samstag und es kam von den Antitraditionalisten und man ist nicht irritiert, dass es kein reguläres war, womit auch hier der Mann an der Pfeife im Fokus stand. So war es dann eben Bastian Dankert, der RBL auf die Siegerstraße setzte, fragen bleiben da kaum offen. Dies wurde in der zweiten Hälfte auch noch einmal durch einen Platzverweis gegen die Lilien untermauert und somit hatte dieser 4:0-Sieg ebenfalls ein mächtiges Geschmäckle und wird die Stimmung gegen den Brauseclub nicht verbessern. So blieben auch an diesem Spieltag die Schiedsrichter wieder maßgeblich an der Gestaltung der Tabelle beteiligt. Einen wahren Klassiker gab es ganz im Norden, wo der Hamburger SV auf den 1. FC Köln traf. Hier war neben einem echt tollen Spiel vor allem der große Dino beim Dino das Thema, wurde Uwe Seeler doch gerade erst ein Tumor entfernt. Außerdem gab es Trauerflor für Timo Kraus, den Hamburger Marketing-Manager, der über Wochen vermisst wurde und dann vor einigen Tagen tot aus der Elbe geborgen wurde. Zum Spiel muss man sagen, dass Schiri Daniel Siebert den Hamburgern scheinbar den Siegtreffer aberkennen wollte und einen Treffer zum 2:1 nicht anerkannte aber in der Nachspielzeit schafften die Nordlichter dann trotzdem noch den 2:1-Sieg.

Warum man den Staatsmedien nicht trauen sollte
Am Samstagnachmittag empfing der SC Freiburg im Breisgau dann auch noch Werder Bremen. Hier ging die Abschiedstour von Schiri Wolfgang Stark weiter, was grundsätzlich erst einmal ein wirklich positiver Bestandteil dieser Saison ist. Auch wenn der SCF zwischendurch noch zweimal, davon einmal in der Folge eines diskussionswürdigen Elfers, Anschlusstreffer schaffte, war es eine klare Sache für die Jungs von der Weser, was der 5:2-Endstand zeigte. Zu Stark muss man noch sagen, dass er sich, nach einem groben Foul gegen einen Breisgauer, eigentlich selber vom Platz hätte stellen müssen. Es wird wirklich immer absurder in der Bundesliga. Man muss aber ebenso festhalten, dass es trotz der Peinlichkeiten des Schiris ein geniales Spiel war und dies natürlich vor allem von den Bremern. Am Samstagabend spielte dann noch Eintracht Frankfurt gegen Borussia Mönchengladbach und dort wurden schon vorher Schlagzeilen gemacht, denn Max Eberl verlängerte seinen Vertrag bei den Fohlen bis 2022, womit diese Show im Kontext des FCB endlich ein Ende hat. Harm Osmers gab an diesem Abend den Mann an der Pfeife, auch da die Eintracht einen Handelfer nicht verwandeln konnte, endete dieses Kartenspiel am Main, wo es ebenfalls einen Platzverweis gab, mit einem 0:0. Der Samstag war in den Staatsmedien übrigens von Fake-News geprägt, so sprach man im Staatsradio von einer 7:2-Führung der Bremer in Freiburg oder auch von Benjamin Brand, dem Schiedsrichter vom Freitag, der laut ARD angeblich in Leipzig die Partie geleitet hatte. Mit Aprilscherzen hatte dies alles nichts zu tun, was zeigt, warum man bei Informationen, welche von diesem Teil der Medien gestreut werden, sehr vorsichtig sein muss. Auch im ZDF kann man übrigens mittlerweile die Berichterstattung zum Fußball nicht mehr ernst nehmen, womit sich wieder ein Kreis schließt.

Rote Karte für Völler
Den Start am Sonntag gab es in Süddeutschland, wo der FC Ingolstadt den FSV Mainz 05 empfing. Es war ein interessantes Spiel, welches am Ende, etwas überraschend, vor allem für Probleme bei den Mainzern sorgte. Man ahnt schon, was passiert ist. Der FCI ging mit 1:0 in Führung, allerdings kam Mainz noch einmal ordentlich zurück und schaffte das 1:1. Am Ende sollte allerdings dann doch ein 2:1-Heimsieg für die Ingolstädter stehen und so ist M05 voll im Abstiegskampf angekommen. Ganz zum Schluss gab es noch ein sehr entscheidendes Spiel im Rheinland, wo Bayer 04 Leverkusen den VfL Wolfsburg empfing und es war vorher klar, sollten die Leverkusener nicht souverän gewinnen, müsste man endlich damit beginnen, Rudi Völler aus der Stadt zu jagen. Für diesen eigentlich unwahrscheinlichen Fall, hätte B04 nämlich dann das gleiche Problem, wie eben die Mainzer, gehabt, dass diese Option überhaupt in Betracht kommen konnte, hat man schon der inakzeptablen Arbeit des Managements zu verdanken. Probleme waren in diesem Spiel auch allgemein schon vorprogrammiert, denn an der Pfeife fand sich Deniz Aytekin und dies bedeutet in der Regel Schwierigkeiten. Die großen Probleme verschuldeten in der ersten Halbzeit allerdings nur die Leverkusener selbst und von der geforderten Souveränität war rein gar nichts zu sehen. Da Fußball aber immer wieder die komischsten Geschichten schreibt, schoss die Werkself vom Rhein kurz vor der Pause das 1:0. Bis dahin konnte man zu mindestens auf dem Papier von einem gelungenen Geburtstag von Trainer Taifun Korkut sprechen, der 43 Jahre alt wurde. Der Witz, es sollte auch nach der Pause im genannten Stil weitergehen und so fiel trotz der fehlenden Souveränität tatsächlich auch noch das 2:0. So etwas geht natürlich in der Regel nicht ewig gut und so überraschte es nicht, dass die Wölfe mit zwei Kopfballtoren in der Folge noch ausglichen. Dann griff erwartungsgemäß Aytekin noch ein und sorgte durch einen geschenkten Elfer für die 3:2-Führung für Wolfsburg, womit Mario Gomez den Hattrick machte. Allerdings glich Leverkusen auch gleich wieder aus und es ging in Richtung Herzinfarkt. Am Ende stand ein 3:3, was für Bayer 04 einfach zu wenig ist und nun hoffentlich das Ende von Völler besiegeln wird, auch wenn man festhalten muss, dass Aytekin wieder einmal Punkte klaute aber diese Problematik betrifft am Ende des Tages nicht nur die Leverkusener, was die Sache aber auch nicht besser macht.

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