Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Das schlechte Wetter und die Ruhestörer

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Der 19. Spieltag war von schlechtem Wetter und Ruhestörern geprägt. In weiten Teilen Deutschlands war es am Wochenende nasskalt und stürmisch, also Wetter, welches kaum jemand so braucht, was auch für einen Großteil der Spiele zutraf. Schon am Freitagabend sollten weitere Fragen im Zusammenhang mit Borussia Mönchengladbach aufkommen, deren Abwärtstrend sich offensichtlich auch in 2016 weiter fortsetzt und so verloren die Fohlen mit 0:1 auch beim FSV Mainz 05. Richtig schlecht sollte der Samstagnachmittag im Schwabenland beim torlosen Unentschieden zwischen dem FC Augsburg und Eintracht Frankfurt starten, außer einem riesigen Gähnfaktor gab es dort eigentlich rein gar nichts zu erwähnen. Es ging aber auch ganz anders, wie man es an der Weser erkennen konnte. Hier traf Werder Bremen auf Hertha BSC Berlin und eigentlich sah es die meiste Zeit so aus, dass der Club aus der Hauptstadt weiter souverän marschiert aber die Jungs von der Weser kämpften sich zurück und am Ende stand ein hochverdientes und sehr annehmbares 3:3. Auffällig bis zu diesem Zeitpunkt war, dass die Schiedsrichter noch nicht in der gewohnten Art und Weise in die Geschehnisse der Bundesliga eingegriffen hatten aber dies sind bislang auch nur Berichte zu einem Drittel der Spiele vom Wochenende und man ahnt, dass sich beim Thema Schiedsrichter natürlich noch etwas tun könnte.

Der Ruhrpott und die Aufsteiger
Keine Derbys, keine hochbrisanten Spiele, es gab schon im Vorfeld Indizien, warum es kein allzu mitreißendes Fußballwochenende geben sollte. Aber immerhin gab es zweimal Ruhrpott gegen Aufsteiger. Schalke 04 musste dafür das Ruhrgebiet verlassen und nach Südhessen zu Darmstadt 98. Nicht völlig überraschend gewann S04 bei den Lilien mit 2:0, was manchen Medienvertreter doch sehr gestört haben dürfte, denn ein gewisser Teil der Medien hatte spätestens zum Rückrundenauftakt wieder damit begonnen, Probleme bei den Schalkern herbeizureden, wie es in regelmäßigen Abständen geschieht. Trägt dies Früchte, können sie dann ernten und Fakten präsentieren. Mit Journalismus hat dies nicht viel zu tun und André Breitenreiter sprach in diesem Zusammenhang von Rufschädigung, was es exakt auf den Punkt bringt. Im zweiten Duell dieser Art trafen Borussia Dortmund und der FC Ingolstadt aufeinander und wieder siegte das Ruhrgebiet am Ende mit 2:0. Allerdings mit dem kleinen Unterschied, dass der Dank für diesen Sieg an Guido Winkmann gehen sollte, der den vermeintlich Unparteiischen gab und gleich durch eine ganze Reihe von Fehlentscheidung für diesen Sieg der Borussen sorgte. Interessant war, wie massiv man sich beim FCI über diese Fakten aufregte, scheinbar hatte man dort schon vergessen, genau durch diesen Trend in der Liga am letzten Wochenende noch drei Punkte geschenkt bekommen zu haben. So funktioniert der völlig kommerzialisierte Fußball eben und dies ist nichts Neues. Um noch im Westen zu bleiben, Bayer 04 Leverkusen traf auf Hannover 96 und bei einem 3:0 mag man sagen, dass der Heimauftakt der Rückrunde zu mindestens gelungen ist. Allerdings tat sich die Werkself, gerade am Anfang, doch sehr schwer und dies gegen den Tabellenletzten. Wo der Trend an dieser Stelle also wirklich hingeht, wird sich erst in den nächsten Wochen zeigen.

Das Topspiel und der Rest
Am Samstagabend stand dann noch das immer wieder umstrittene Topspiel an und auch diesmal konnte man nur mit sehr viel gutem Willen von einem solchen sprechen, auch wenn zwei echte Traditionsvereine aufeinandertrafen. Ein Blick auf die Tabelle verrät aber schnell, dass hier nicht wirklich allzu viel top war, was übrigens auch eine sehr gute Beschreibung fürs Spiel selbst sein sollte. Der VfB Stuttgart empfing den Hamburger SV und es endete 2:1. Witzig wird es, je nach Betrachtungsweise, wenn man sich die Tore und ihre Verteilung ansieht, denn die Stuttgarter schossen nur eins und die Hamburger gleich zwei. Wenn man im Norden nun noch lernt, das richtige Tor zu treffen und somit kein Eigentor, sondern den Siegtreffer schießt, könnte man sich vielleicht diesmal in einigen Monaten die Relegation schenken. Am Sonntag ging dann alles mit der Partie VfL Wolfsburg gegen den 1. FC Köln los. In der Autostadt haben viele Menschen dank VW mittlerweile auch wieder mehr Zeit für Fußball und es gibt Stimmen, die behaupten, dass es mit dem Abgasskandal zusammenhängt. In Köln war der fußballerische Karnevalsauftakt in der letzten Woche reichlich danebengegangen und auch sonst hat man in der Domstadt genug Probleme. So war es spannend zu schauen, wen der Fußball am Ende auf bessere Gedanken bringen sollte. Da es mit dem 1:1 ein für Köln ziemlich typisches Ergebnis gab, wurden die Punkte geteilt und große Feierstimmung dürfte weder am Rhein noch in Niedersachsen aufgekommen sein. Ganz zum Schluss trafen noch der FC Bayern München und 1899 Hoffenheim aufeinander. Wegen der Ordnung gibt es natürlich den Schlussstand, der 2:0 lautete aber mehr zum Auftritt des Premiumproduktes des deutschen Fußballs erspart sich der Uli aus den bekannten Gründen diesmal.

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