Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Das Trostpflaster

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Der Maifeiertag, eine Zeit für Revolutionen, was allerdings für die Bundesliga nicht zutrifft, obwohl es an verschiedenen Stellen eigentlich eine echte Option sein sollte. Der 31. Spieltag war der vorletzte lange und begann am Rhein, wo Bayer 04 Leverkusen und Schalke 04 aufeinandertrafen und bei der Werkself geht es jetzt richtig zur Sache, denn durch das Versagen des Managements wird es immer krimineller, was durch das 1:4 noch einmal absolut unterstrichen wurde. Längst brennt es in der Stadt und man fragt sich, was Sportdirektor Rudi Völler und seine Freunde noch vor die Wand fahren müssen, bis man sie endlich gänzlich aus der Stadt jagt. Bald kommt das alles entscheidende rheinische Derby und dies könnte richtig radikal werden und man weiß, wer dann die Schuld trägt. Man sieht, von einem Trostpflaster kann man in Leverkusen schon lange nicht mehr reden. Reden muss man auch über die Partie zwischen Borussia Dortmund und dem 1. FC Köln und das Thema ist wieder einmal der Schiedsrichter. Bei diesem großen Klassiker im Westen war es Tobias Stieler, der unter anderem den Dortmunder zwei Tore aberkannte und die Domstädter sich so sehr glücklich schätzen konnten, mit einem eher ungerechten 0:0, einen Punkt klauen zu können. Borussia Mönchengladbach musste beim FSV Mainz 05 ran und auch hier sprach man über den Schiri, diesmal war es Sascha Stegemann, der ebenfalls wieder der Borussia, wenn hier natürlich auch der anderen,  ein Tor nahm und sie so nur mit einer 1:0-Führung in die Pause kamen. Allgemein war es aber kein Knallerspiel, auch wenn direkt nach dem Wiederanpfiff das 2:0 doch noch fiel. Die Mainzer kamen noch zum 2:1, was zu weiteren Diskussionen führte und das nächste Spiel mit Geschmäckle war geschaffen, was auch noch durch weitere Fehlentscheidungen perfektioniert wurde. So kann man auch dieses Ergebnis eigentlich wieder nicht wirklich bewerten. In den Zusammenfassungen zu den Bundesligaspielen im Staatsfernsehen wird die Schiedsrichterproblematik übrigens, scheinbar ganz bewusst, in der Regel, wenn überhaupt, absolut verfälscht dargestellt, was schnell zu einer verzerrten Wahrnehmung dieser Fußballwelt führen kann und genau dies scheint gewollt zu sein. Dies ist natürlich vor allem auch hinsichtlich der Debatte zum Thema Fake-News sehr interessant.

Nicht nur Abstiegskampf
Werder Bremen, die sich schon lange vom Abstiegskampf in Richtung internationales Geld katapultiert haben, machte an der Weser gegen Hertha BSC Berlin weiter, wie man sie eben in letzter Zeit immer wieder erlebte und so schafften sie ein verdientes aber auch unspektakuläres  2:0. Leider gilt es hier ebenfalls den Mann an der Pfeife und damit Patrick Ittrich zu erwähnen, der den Berlinern einen glasklaren Elfer nicht gab. Man darf bei all diesen Erwähnungen nicht vergessen, dass noch immer Vorwürfe wegen Manipulation im Raum stehen, was natürlich wieder perfekt dazu passen würde, was sich auch an diesem Spieltag wieder alles so ereignen sollte. Dann war da auch noch der Abstiegskampf und den gab es vor allem in Südhessen, wo Darmstadt 98 den SC Freiburg empfing und wo es eine Überraschung gab, welche von Spieltag zu Spieltag größer wird, denn zur Pause führten die Lilien tatsächlich schon mit 2:0. Auch die Darmstädter konnten ihren Sieg noch etwas ausbauen und erhöhten noch auf 3:0, was auch der Endstand war, womit es hier ein weiteres Trostpflaster für die Südhessen gab, die damit wieder nicht abgestiegen waren. Ähnlich interessant sah es in der sächsischen Metropole aus, wo RB Leipzig gegen den FC Ingolstadt antrat. Jeder der nun meinte die Antitraditionalisten würden den FCI nun erwartungsgemäß abschießen, wurden in den ersten 45 Minute enttäuscht, denn es stand vorm zweiten Anpfiff 0:0, so blieb es dann auch bis zum Schluss, wobei die Schanzer noch dezimiert wurden und es eine der ewigen Nachspielzeiten gab. Man konnte durchaus das Gefühl bekommen, dass der Plan dort ein anderer war. Wobei die Folgen dieses merkwürdigen Spiels schon ins ganz große Schauspiel passten, wie auch der Blick auf die Tabelle verrät. Hier sorgte übrigens Schiri Daniel Siebert nicht nur für ein Kartenspiel, sondern bewegte er sich auch ganz nah am völligen Kontrollverlust, was wieder zu den üblichen Fragen führte und erneut das Hauptproblem der Liga aufzeigte. Genau dieses sollte dann auch noch am Samstagabend absolut manifestiert werden.

Warum die Gesellschaft immer mehr verroht
Somit ist man dann auch schon beim Abendspiel, wo sich dann auch zeigen sollte, wie das Trostpflaster eigentlich schon frühzeitig in die Überschrift kam. Der VfL Wolfsburg und der FC Bayern München sollten das vermeintliche Topspiel austragen und durch die Vorlage des Brauseclubs am Nachmittag ging es um die vorzeitige Entscheidung in der Meisterschaft. Diesen einzigen Titel, den das so genannte Premiumprodukt des deutschen Vereinsfußballs überhaupt nur noch holen konnte, wurde im Vorfeld schon als Trostpflaster bezeichnet. Was für eine Entwertung dieses so wichtigen Titels. Zwangsläufig erinnerte man sich an Papst Franziskus, der gerade erst den Holocaust verharmloste, in dem er Konzentrationslager und Flüchtlingslager in Südeuropa miteinander verglich, was noch ein wenig skandalöser ist aber ebenso aufzeigte, warum die Verrohung der Gesellschaft immer weiter fortschreitet. Dies versteht man bei der ARD in der Regel nicht, was bei systemtreuen Sendern auch nicht überrascht und so gab es dort am Samstagabend auch erst einmal wieder jämmerliche Erklärungsversuche, für die lächerliche Saison, ohne auf wichtige Fakten, wie die Schiedsrichterproblematik, einzugehen. Man versteht, dass solche Informationen längst mit Eigenwerbung verkauft werden müssen, um die Glaubwürdigkeitsverluste noch irgendwie zu komprimieren. Man ahnt es schon, zum Spiel selbst gibt es nur das Übliche zu sagen. Die Bayern, welche in den letzten Wochen bewiesen, wie es ums Niveau bestellt ist, spielten gegen ein Team, welches plötzlich wieder vergessen hatte, wie man Fußball spielt, was bei Bayernspielen auch in dieser Saison wieder häufiger passierte und bei den Wölfen auch schon im Hinspiel auffällig war. Dann war da noch Schiri Felix Zwayer, welcher den Rest, unter anderem mit einem Platzverweis, erledigte. Positiv hervorzuheben ist an dieser Stelle, dass es endlich einmal eine angemessene Reaktion eines Opfers gab, wobei Luiz Gustavo nun wohl die volle Härte des DFB spüren wird, was zeigt, wo der Hase langläuft. Natürlich entstand so ein Spiel zur Meisterschaft, welches man, wie gemalt, verkaufen konnte. Lächerlicher geht es kaum noch. Mehr dazu gibt es natürlich in den nächsten Tagen noch.  Der Sonntag begann dann wieder mit purem Abstiegskampf und der FC Augsburg traf im Kellerduell auf den Hamburger SV. Mit den üblichen Risiken und Nebenwirkungen, welche ein Schiedsrichter, wie in diesem Falle Manuel Gräfe, mit sich bringt, gab es einen klaren Sieger in diesem Kellerduell, wie das Ergebnis von 4:0 zeigt. Es war damit übrigens der höchste Bundesligasieg der Augsburger. Ganz am Ende stand noch das Derby zwischen 1899 Hoffenheim und Eintracht Frankfurt an. Dort gab es eher einen Grottenkick mit einem öden 1:0 zum Schluss.

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