Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Das vorletzte Wochenende in der Bundesliga 2017

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Englische Woche vor der Brust, stand auch schon der 15. Spieltag an und vorher konnte man wieder einiges über den deutschen Fußball lernen. Dies bezieht sich gar nicht so sehr aufs miserable Abschneiden der deutschen Vereinsmannschaften im internationalen Geschäft, wobei es auch damit zu tun hat. Manchen vermeintlichen Fußballexperten im Staatsfernsehen fiel tatsächlich nichts Besseres ein, als jetzt wegen der Pleite in Europa noch mehr Ausverkauf aufzurufen. Währenddessen hatte sich die Staatsmacht, in diesem Fall vertreten durch die Innenminister, mit dem Fußball beschäftigt. Dabei war es doch, dafür, was man in dieser Saison bislang geboten bekam, wirklich friedlich. Geht der Ausverkauf allerdings so weiter, sollte man nicht hoffen, dass es so bleibt. Vielleicht sollte der Staat etwas gegen die gerade genannten Probleme im Fußball tun, wenn man wirklich Friede will, anstatt über Sinnfreies, wie Fahrverbote zu diskutieren. Auch die Lächerlichkeiten beim Bundestag des DFB, die auch durch das übliche Geschwätz von Boss Reinhard Grindel nicht besser wurden, diente nicht der Stimmungsaufhellung im deutschen Fußball. Man sieht, die Vorzeichen waren die altbekannten. Der Freitag begann dann auch gleich wieder mit Skandalen, was mit Deniz Aytekin an der Pfeife auch wirklich nicht anders zu erwarten war. Der VfB Stuttgart und Bayer 04 Leverkusen trafen aufeinander und ein klarer Platzverweis gegen die Schwaben blieb trotz Videobeweis aus. Man erinnert sich noch gut an die Vorwoche, wo es für Leverkusen genau umgekehrt lief. Die bekannte Unfairness von Aytekin ging aber noch munter weiter, was Trainer Heiko Herrlich natürlich provozierte. Sein verständliches Aufregen endete auf der Tribüne, dass Herrlich sich später noch kleinlaut entschuldigte, ist absolut nicht nachvollziehbar. Leverkusen gewann trotzdem mit 2:0, was aber auch wirklich das einzig Positive war. Die Trends für den Spieltag waren damit gesetzt und sorgten für böse Vorahnungen.

Chaostore und die bekannte Unfairness
Der 2. Adventssamstagnachmittag war dann Winter satt, warum manche Fans zu spät und zum Teil auch gar nicht aufschlugen. Verspätung war auch ein Thema bei der Partie zwischen Borussia Dortmund und Werder Bremen, was vor allem für die Bremer galt, trotzdem gab es erst einmal wundervollen grünen Nebel. Im Staatsradio merkte man resigniert an, dass es wohl nicht mehr ohne gehen würde. Dies sagte vor allem wieder viel zum Punkten gegen den DFB aus. Die Bremer fingen aber nicht nur auf den Rängen rasant an und gingen so noch vor der Pause in Führung. In der zweiten Hälfte glich der BVB dann mit einem völligen Chaostor aus. Danach sollte es aber klassisch weitergehen und so gingen auch die Bremer wieder in Führung. Am Ende schafften die Jungs von der Weser tatsächlich einen 2:1-Auswärtssieg, womit die Probleme beim BVB weiter anwuchsen, hatte Werder dort doch zehn Jahre nicht mehr gewonnen. Natürlich sollte dies nicht folgenlos bleiben aber dazu später mehr. Im Staatsfernsehen zeigten sich auch schon bei der Zusammenfassung dieses Spiels wieder Probleme, zensierte man doch schon wieder die Pyro aber es sollte dort noch schlimmer werden. Es war ein Nachmittag mit weniger Fußball, erschwerend kam dann noch hinzu, dass an den vier Begegnungen zwei Teams beteiligt waren, die massiv für den Ausverkauf stehen. So musste der FC Bayern München bei Eintracht Frankfurt ran. An einem eher eingefrorenen und frostigen Nachmittag kamen die Frankfurter besser ins Spiel, die Bayern wurden nicht dezimiert, wie es hätte sein müssen und so überraschte es nicht, dass das vermeintliche Premiumprodukt des deutschen Vereinsfußballs traf. So kennt man die Liga und es ging dann auch mit 0:1 in die Pause. Harm Osmers machte den Schiri in der Mainmetropole und er blamierte sich weiter, denn auch die zweite klare Möglichkeit Arturo Vidal vom Platz zu stellen, nutzte er nicht. Stattdessen kickte er dann einen Frankfurter raus und dies ohne Grund, wie der Videobeweis dann zeigte. Der Spieler musste somit aus der Kabine geholt werden, da es alles ewig dauerte, was wieder schön den gesamten Schwachsinn dieser Technik untermauerte. Für all dies lobte die ARD auch noch den Schiedsrichter, was wieder deutlich zeigte, warum man dort keine Seriosität erwarten braucht. All dies lenkte übrigens hervorragend vom üblichen Grottenkick der Bayern ab. Es blieb bei einem nicht gerechtfertigten 0:1, was weitrechende Folgen haben sollte, wie schon der Blick auf die Tabelle verrät. Was soll man nachdem bisherigen Saisonverlauf sagen, einfach nur lächerlich, was sich auch wieder an diesem Spieltag ergab.

Auch wieder Neues vom Schwalbenkönig
Um bei Teams zu bleiben, die kaum jemand braucht, muss man noch RB Leipzig erwähnen, die den FSV Mainz 05 empfingen. Auch hier gab es keine Überraschungen und so ging der Dosenclub erst einmal in Führung aber die Mainzer konnten nach Freistoß ausgleichen und dies führte, wie man es kennt, wegen dem Videobeweis, welcher bemüht wurde, zum 1:1 mit reichlich Diskussionen. Um noch einmal auf die Bremer Pyro zurückzukommen, gibt es noch was, ohne was die Liga wohl nicht geht und dies ist dann ein richtiges Problem, wie sich spätestens in der sächsischen Metropole manifestierte und es ist eben die neue, ablehnungswürdige Technik. Bei den Brausekickern bahnte sich dann nach und nach unter Schiedsrichter Patrick Ittrich ein weiteres Skandalspiel an. So gab es kurz vor der Pause den nächsten Videobeweis und ein Elfergeschenk für die Antitraditionalisten, womit auch Timo Werner wieder treffen dürfte. Mit einem lächerlichen 2:1 ging es dann in die Halbzeitpause. Auch danach sollte es mit einem Chaoskick weitergehen und der Mainzer Trainer wurde auf die Tribüne geschickt, dies immerhin ohne Videobeweis. Man war dann doch überrascht, dass es noch den völlig normalen Ausgleich gab. Danach gab es dann allerdings wieder Diskussionen, weil Werner wieder den Schwalbenkönig gab und noch einen Elfer haben wollte, diesen aber mit Videobeweis nicht bekam. So endete es etwas überraschend 2:2, wobei die Überraschung weicht, wenn man berücksichtigt, dass damit der FCB Herbstmeister wurde. So viel zum Märchen von der endlich wieder spannenden Liga. Dann gab es aber auch noch ein Nordderby zwischen dem Hamburger SV und dem VfL Wolfsburg, leider war auch diese Begegnung mit Geschmäckle belegt, hätte doch normalerweise Eintracht Braunschweig antreten müssen aber durch die bekannten Entscheidungen in der Relegation wurden es eben die Wölfe. Auch so entscheidende Details, werden in den Staatsmedien schon seit Saisonbeginn verschwiegen. Was soll man sagen, es war die einzige Partie, welche am Wochenende ohne Tore blieb aber den ganz großen Gähnfaktor bot. Was für ein Derby schon traurig ist.

Der doppelte Peter
Abends stand dann noch ein großer Westklassiker an und Borussia Mönchengladbach und Schalke 04 sollten sich messen, taten dies aber leider nicht. Entscheidend war wieder der Schiri, in diesem Fall Sascha Stegemann oder noch genauer gesagt, wieder der Videobeweis in Köln. Spieltäglich wird dieser tolle Sport demontiert, dies kann nicht gut ausgehen. Am Ende stand ein 1:1, nicht nur das Schalke bevorzugt wurde, trafen sie auch nicht, denn das Tor für Schalke war ein Eigentor der Gladbacher. Im Gesamten ein weiterer trauriger Abend für den Fußball mit einer ganzen Menge Ausreden. Bevor es Sonntagmittag weitergehen sollte, erlebte man, was wohl schon sehr lange in Planung war aber erst jetzt umgesetzt werden konnte. Schon am späten Samstagabend zeichnete sich das Ende von Peter Bosz beim BVB ab, was am Sonntag offiziell wurde. Sein Nachfolger wird nun bis zur Sommerpause Peter Stöger. Das Anbandeln war laut Medienberichten auch ein Grund, warum Jörg Schmadtke die Kölner verlassen hatte. All dies ist aber nun egal, man merkt nur deutlich, dass die Borussia den Abgang von Jürgen Klopp noch immer nicht verarbeitet hat. Dann sollte es am Sonntag eigentlich wieder auf dem Platz weitergehen und der ehemalige Verein von Stöger, der 1. FC Köln, sollte im Kellerduell unterm Dom gegen den SC Freiburg ran. Da das Schneechaos aber den Samstag noch toppte, ging es erst 30 Minuten später los. Ein Spiel laufen zu lassen, wo man noch nicht einmal den Elfmeterpunkt findet, ist doch sehr fragwürdig und dies war nicht das einzige Problem, welches Schiedsrichter Robert Kampka in den Schnee zauberte. Man muss auch diesmal wieder von geklauten Punkten für die Kölner sprechen und wieder spielte der Videobeweis eine Rolle. Man muss aber auch sagen, dass die Kölner noch mehr Probleme haben. Am Ende schafften sie es aus einer 3:0-Führung tatsächlich noch eine 3:4-Niederlage zu machen. Weiterging es dann in der niedersächsischen Landeshauptstadt, wo Hannover 96 und 1899 Hoffenheim im Schnee aufeinandertrafen. Es sollte der nächste Trend gesetzt werden, denn auch der zweite Europaverlierer sollte an diesem Sonntag nicht punkten, denn Hannover gewann am Ende mit 2:0. Ob es eine Reihe geben sollte, würde sich damit im letzten Spiel zwischen dem FC Augsburg und Hertha BSC Berlin zeigen. Bis ganz kurz vorm Abpfiff sah es genau so aus, da der FCA mit 1:0 führte aber in letzter Sekunde schaffte die Hertha noch das 1:1 und verlor zu mindestens nicht, wie es die anderen Internationalen an diesem Sonntag gemacht hatten.

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