Der BALLacker

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Der ADAC und das DFB-Pokal-Viertelfinale

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. So endete in dieser Woche auch die Winterpause im DFB-Pokal mit dem Viertelfinale und es begann mit der Partie Eintracht Frankfurt gegen Borussia Dortmund, die sich übrigens am Wochenende mit umgekehrtem Heimrecht in der 1. Liga wiederholen wird. Der BVB siegte mit einem recht langweiligen 1:0 und war somit die erste Mannschaft, die sich fürs Halbfinale qualifizierte. Erstaunlich war, dass das vermeintlich unabhängige Staatsfernsehen, in diesem Fall wieder einmal vertreten durch die ARD, keine Chance ausließ, Robert Lewandowski positiv hervorzuheben und zwar so häufig, wie man es vor der Bekanntgabe des Wechsels zum FC Bayern München kaum tat aber so ist es, wenn ein Premiumprodukt in vermeintlich unabhängigen Massenmedien gepusht werden soll. Womit man auch gleich beim nächsten Spiel ist, welches von einem der Sender, den man über eine Zwangsabgabe unter anderem für die Unabhängigkeit, welche dort immer wieder auch von Mitarbeitern des FCB verbreitet werden soll, bezahlen muss, übertragen wurde. Natürlich bekamen die Bayern, wie fast immer, wieder ihre Live-Berechtigung bei der ARD und diesmal ging es gegen den angeschlagenen Dino der Bundesliga, gegen den Hamburger SV. Deshalb konnte man auch nur sehr bedingt von einem wirklichen Topspiel sprechen.

Die verlässlichste Mannschaft im deutschen Fußball
Am zweiten Spieltag des DFB-Pokal-Viertelfinals standen dann drei Partien an und es war wieder einmal ein Beweis dafür, warum die Kommerzialisierung langsam lächerlich wird. Der Hamburger SV empfing den FC Bayern München und es war vorher klar, was passieren sollte. Diese Partie, die man beim FCB-TV, wie immer getarnt als ARD, live verfolgen konnte, endete mit 5:0 für die Bayern. In der Berichterstattung konnte man natürlich auch immer wieder die bekannten bayerischen Straftäter sehen und sonst ging es eigentlich nur darum, wie der HSV neu ausgerichtet werden sollte, wobei man immer wieder die vielen äußeren Einflüsse in diesem Zusammenhang kritisierte, um genau diese ordentlich beizusteuern. Da die im Staatsfernsehen gezeigten HSV-Protagonisten das große Bayernspiel mitspielten, kann man kein großes Mitleid empfinden, wenn auch Dinos für die Marke Fußball in Deutschland geopfert werden. Wer hier hofft ein paar Krümel abzubekommen, anstatt angemessen zu kämpfen, hat nichts anderes verdient. Verdienst ist auch ein gutes Thema zum Spiel Bayer 04 Leverkusen gegen den 1. FC Kaiserslautern. Es ging für die Werkself wieder gegen eine Mannschaft, die man einfach besiegen musste, gerade auch vor heimischem Publikum. Dies gelang natürlich nicht, was zeigte, warum man die verlässlichste Mannschaft im deutschen Fußball ist. Nach Niederlagen gegen die Eintracht aus Braunschweig und den SC Freiburg war wohl die einzige Überraschung in diesem Viertelfinale, dass das Ausscheiden erst in der Verlängerung durch einen 1:0-Sieg der Lauterer kam und nicht schon vorher. Allerdings muss man einräumen, dass dies strategisch nicht dumm war, fällt man als Füllmasse dieses Wettbewerbs nun aus und kann sich ganz und gar auf den Titel Vizekusen konzentrieren. Anzumerken sei noch, dass die Pyro im Gästeblock von der ARD sehr schön ignoriert wurde.

Lachnummer bei der ARD-Auslosung
Um noch einmal auf das Thema Füllmasse zurückzukommen, gewann der VfL Wolfsburg bei 1899 Hoffenheim mit 3:2 und somit war es ein Viertelfinale mit ausschließlich Auswärtssiegen. Wobei hier Peter Gagelmann als Schiri negativ auffiel, denn auch dies darf in einem solchen Wettbewerb scheinbar nicht fehlen. Wo die Sache mit der Füllmasse hinführt, konnte man bei diesem Spiel auch deutlich erkennen, waren doch gerade einmal gut 13.000 Zuschauer dabei. So sieht sie aus, die Kehrseite der völligen Kommerzialisierung. Der Zufall der Auslosung, welche es im Anschluss an diese zweifelhafte ARD-Berichterstattung gab, sollte dies beim Halbfinale verhindern. Die ARD ließ keine Chance aus, darauf hinzuweisen, dass alles ganz zufällig und legal zuging. Man kennt dies von der Vergabe der Gelben Engel beim ADAC und weiß, wo dies in Zeiten des Systemkollaps hinführt. Das Damenhalbfinale wurde ausgelost und dann eingeblendet und dort war schon der FCB zu sehen, obwohl er noch gar nicht gelost war. Das dazu passende dumme Gesicht vom vermeintlich unabhängigen Experten der ARD sprach Bände, da muss Mehmet Scholl wirklich noch dran arbeiten. Danach wurde auch ganz zufällig ausgelost, dass die Bayern vor heimischem Publikum, was Masse an Einnahmen verspricht, über den FCK nach Berlin gehen werden. In diesen Trend passt auch das Heimspiel des BVB gegen die Wölfe. Vielleicht gibt es hier eine Überraschung und man opfert die Niedersachsen im Rahmen der bayerischen Produktpflege im Endspiel. Im Gesamten war dieses Viertelfinale, wie mittlerweile auch die Liga, an Lächerlichkeit kaum noch zu überbieten und man kann nur hoffen, dass die wahren Fans so etwas angemessen quittieren.

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