Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Der Ascona-Test und die Integration

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Zum Abschluss eines kompletten Fußballwochenendes, wo noch einmal einige Entscheidungen auszuspielen waren, stand am gestrigen Nachmittag noch das Spiel zwischen Deutschland und der Slowakei in Augsburg an. Es sollte der erste richtige Test im Zusammenspiel mit dem Trainingslager im schweizerischen Ascona sein und man konnte durchaus von einer lösbaren Aufgabe sprechen. Wobei gleich auch klar wurde, dass wichtige Spieler aus den verschiedensten Gründen wieder fehlen sollten und man den Kader im Bezug auf die Euro 2016 in Frankreich nur bedingt werten konnte. Bundestrainer Joachim Löw benannte jüngst erst eine ganze Menge Probleme, die es noch zu lösen gilt, was zu einige Fragen führte. So wird man sehen, ob die Zeit überhaupt noch ausreicht und man kann festhalten, dass keines dieser Probleme dem Trainer die Verantwortung nimmt. Denn Fakten, wie zum Beispiel Teamgeist schaffen zu müssen, sind absolut nichts Neues mehr. Aber vielleicht ist es auch alles nur Psychologie, um die Gegner zu verunsichern, man wird es bald erfahren, wenn es richtig losgeht. Außerdem steht am morgigen Tage auch noch die Nominierung des endgültigen Kaders an und auch dies dürfte noch spannend werden. Bevor es dann in Frankreich richtig losgeht, gibt es aber noch ein allerletztes Testspiel am kommenden Samstag in Gelsenkirchen gegen die Ungarn. Kommen wir aber nun zum gestrigen Spiel und da gibt es wirklich einiges zu berichten.

Abgesoffen
Es fiel direkt auf, dass es doch ziemlich leer im Stadion war, beim übertragenden Staatsfernsehen nannte man es, nicht ganz ausverkauft, was eine wirklich putzige Umschreibung war. Die Choreo war einfach nur ziemlich einfallslos, was allerdings auch zum späteren Spielverlauf aus deutscher Sicht passen sollte. Dies führte auch dazu, dass es nicht einen einzigen Treffer aus dem Spiel heraus gab, etwas wenig, wenn man Europameister werden will. Immerhin gab es einen Elfer mit dem Deutschland in Führung gehen konnte. Ganz ohne weitere Tore lobte man die DFB-Auswahl, wie man es kennt. Dann zeigten allerdings die Slowaken, was Effizienz ist und schossen kurz vor der Pause den Ausgleich ohne vorher für große Torgefahr gesorgt zu haben. Dies wiederum verunsicherte die LÖWenherzen so stark, dass auch noch vor der Halbzeit der Führungstreffer für die Slowakei fiel. Dann wurde es denkwürdig, denn zum Ende der ersten Halbzeit war ein amtliches Unwetter aufgezogen und es wurde mit Hagel, Blitz, Donner und einem Temperatursturz alles geboten, was man für ein ordentliches Fußballspiel nicht braucht. So dauerte die Halbzeit über 38 Minuten und die ganze Zeit schwebte der nächste Spielabbruch über der Partie. Da der Platz in Augsburg danach einer gepflegten Sumpflandschaft glich, konnte man die zweite Halbzeit eigentlich gar nicht mehr bewerten. Es sollte aber gleich weitergehen, wie es aufgehört hatte und so schossen die Slowaken gleich noch das 3:1, was dann auch der Endstand sein sollte, womit man weiter von Problemen ganz kurz vorm großen Turnier sprechen muss und diese aufs Wetter zu schieben, wäre ein grober Fehler.

Misslungene Integration
Man muss aber noch etwas zu diesem Spiel anmerken, denn auch das Staatsfernsehen nutzte die Begegnung abermals zur Politisierung des Sports, ein nicht ganz neuer Trend. Man stellt sich damit natürlich mit denen auf eine Stufe, die man bekämpfen will, was natürlich gegen die Unabhängigkeit dieses Senders an sich spricht. Man schlägt so auch einen Weg ein, der sich allgemein irgendwann rächen könnte. Es ging mal wieder um die Alternative für Deutschland (AfD) vor der das vorherrschende System eine solche Angst hat, dass man sie mit allen Mitteln an den verschiedensten Punkten der Gesellschaft bekämpft. Ganz genau ging es um eine mutmaßliche Aussage von Seiten der AfD, dass Menschen Boateng nicht zum Nachbarn haben wollten. Wenn man sich in der Gesellschaft umschaut, kann man Tendenzen in einer ähnlichen Richtung übrigens sehr wohl erkennen, denn sehr viele Menschen wollen Flüchtlinge, nur bitte nicht in ihrer Nachbarschaft. Dies alles hat natürlich rein gar nichts mit Boateng zu tun und ist auch eine bedenkliche Entwicklung aber diese zu ignorieren, wie es die Dauermachthaber und ihre Medienhelfer tun, schafft erst die richtig großen Probleme. Hervorzuheben, dass Menschen, wie eben auch Boateng, schließlich Deutsche seien, ist auch nicht zielführend, könnte es doch dazu führen, die Bewertung eines Menschen am Pass festzumachen. Voll ins Fettnäpfchen stampfte man dann aber bei der ARD damit, dass man zum Spielbeginn erklärte, wie wichtig gelungene Integration doch auch in der Nationalmannschaft sei, warum sie so erfolgreich wäre. Wenn diese dann natürlich so ein Spiel verliert, auch weil der Teamgeist noch nicht so ist, wie er sein sollte, könnte man die Meinung vertreten, dass Integration in diesem Land eben nicht funktioniert.

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