Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Der Bundestagswahlspieltag und die Zufälle

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Der 6. Spieltag begann mit einer Partie, die sehr viel mit vermeintlichen Zufällen zu tun hatte und wo beide Teams ihre Geschichte zu haben. Zum Auftakt empfing der FC Bayern München am Freitagabend den VfL Wolfsburg, was natürlich kein Zufall war. Die Bayern kennen sich allerdings mit dem Zufall, gerade in Sachen Schiedsrichter und seit dieser Saison auch durch den Videobeweis, sehr gut aus. Denn genau diese Zufälle sind der Erfolgsgarant des Teams aus dem Süden der Republik, was auch an diesem Abend wieder deutlich werden sollte. Bei den Wölfen führte der Zufall mit den Schiedsrichter dazu, dass sie diese Saison überhaupt noch in der Bundesliga spielen dürfen, denn ohne Zufall und mit einem wirklich Unparteiischen wären sie in der Relegation an Eintracht Braunschweig gescheitert. Somit bewies dieses Spiel schon im Vorfeld, wie gering längst der sportliche Anteil am Fußball ist und man konnte gespannt sein, wie viele Zufälle dieses Spiel bereithalten sollte. Die Bayern verspielten eine 2:0-Führung und es endete 2:2, was zufällig genau in das Konzept passt, mit welchem man krampfhaft versucht den Menschen zu verkaufen, dass die Bundesliga spannend sei. Ebenfalls Zufall sollte es wohl sein, dass die Bayern wieder einmal einen Punkt geschenkt bekamen, da sie einen Elfer von Schiedsrichter Christian Dingert bekamen, welcher keiner war. Der Videobeweis griff dort natürlich nicht ein, was schon seit Saisonbeginn so läuft und dadurch natürlich auch die Tabelle schon reichlich verzerrt hat.

Die Schwalbe flog wieder
Gleich am Samstag ging es dann mit den Schiedsrichterdiskussionen weiter und zwar in der Partie zwischen 1899 Hoffenheim und Schalke 04. Die SAP-ler sollten in diesem Spiel dann auch das erste und ebenfalls das letzte Tor am Samstagnachmittag  schießen und gewannen so mit 2:0 aber eben leider mit Geschmäckle. Ganz im Süden waren die Augen natürlich auf das Schwabenduell zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Augsburg gerichtet und fielen vor Langeweile immer wieder zu, womit das 0:0 am Ende ziemlich passend war. Hätte Fritzle nicht Geburtstag gehabt, hätte man dieses Spiel wohl streichen können. RB Leipzig gegen Eintracht Frankfurt wurde von den Staatsmedien gleich wieder genutzt, um ordentlich PR für Timo Werner zu machen, man weiß dort halt, wie man sich in weiten Teilen der Fußballwelt unbeliebt macht. So dürfte sich in Fußballdeutschland auch die Freude über den zweiten Treffer am Samstag in klaren Grenzen gehalten haben, denn den schossen die Antitraditionalisten. Dies war es dann in den ersten 45 Minuten auch mit Toren. Zwei Tore in allen Spielen sprechen für sich und ganz und gar nicht für spannenden oder gar tollen Fußball. Auch dort blieben die Überraschungen leider aus und so gewann der Dosenclub am Ende mit 2:1. Zufällig fiel übrigens der Schwalbenkönig auch in diesem Spiel wieder negativ auf, da er wieder einmal abhob, da wollte der kritisierte Teil der Medien aber nicht wirklich drauf eingehen, was viel über Unabhängigkeit und Qualität dort aussagte.

Umverteilung
Sonst gab es noch Werder Bremen gegen den SC Freiburg an der Weser, was nicht nur vom 0:0 her sehr ähnlich dem Schwabenduell war, denn auch bei diesem Kellerduell gab es keine Fußballfreuden, es gab sogar noch nicht einmal Zufälle. Außerdem spielte der FSV Mainz 05 und Hertha BSC Berlin noch gegeneinander. Hier könnte man nun fast etwas Gutes zum Videobeweis sagen, denn in einem ebenfalls nur langweiligen Kick, war es der Schiri im fernen Köln, der für das 1:0 sorgte aber wegen sowas braucht man wirklich nicht ins Stadion gehen. Obwohl Hertha in der Schlussphase noch dezimiert wurde, sollte es tatsächlich der einzige Treffer bleiben, womit am Samstagnachmittag gerade einmal sechs Tore fielen. Übrigens nicht nur wegen dem Elfer nach Platzverweis musste man auch dort von einem Skandalspiel sprechen, wo auch Schiri Tobias Stieler auf dem Grün zu beitrug, denn der angesprochene Platzverweis basierte wohl auf einem Kommunikationsproblem und schwächt durch Zufall so den nächsten Gegner der Bayern. Die Spannung des Spieltags erinnerte bis dahin doch sehr schwer an die Bundestagswahl. Das so genannte Topspiel war am Wahlwochenende das Borussenduell. Borussia Dortmund empfing somit am Samstagabend Borussia Mönchengladbach. Ganz offensichtlich hatte man sich die meisten Samstagstore für den Abend aufgespart, denn es endete 6:1, womit es einen Treffer mehr gab, als die fünf Spiele am Nachmittag zusammen boten. Zum Spiel muss man noch erwähnen, dass es den nächsten bekannten Zufall gab, denn die Fohlen hatten schlagartig vergessen, wie man Fußball spielt. Es scheint, dass man das Drehbuch für diese Saison langsam erkennt.

Der Wahlsonntag
Der Wahlsonntag begann in der niedersächsischen Landeshauptstadt, wo Mitte nächsten Monats ein neues Parlament bestimmt wird, an diesem Sonntag stand aber die Bundestagswahl an. Noch bevor die Wahllokale schlossen, spielte Hannover 96 gegen den 1. FC Köln. Während manche Leute mit Spannung auf die ersten Prognosen zur Wahl warteten, ging es in Hannover nicht ganz so spannend zu und am Ende stand auch nur ein 0:0. Somit war wohl das Borussenduell die große Ausnahme des Spieltags. Was man noch erwähnen muss, es ist unglaublich aber die Kölner haben mit diesem Unentschieden tatsächlich ihren ersten Punkt geholt. Was für ein Start in den Herbst. Dann waren die Wahllokale geschlossen und zeitgleich wurde die letzte Partie angepfiffen und Bayer 04 Leverkusen traf auf den Hamburger SV. Es sollte so werden, wie es zuletzt noch gegen die Freiburger lief. Man braucht offensichtlich einfach Vereine, welche am Rhein den Spielbetrieb zum großen Teil einstellen und schon klappt es auch mit der Souveränität. Ausreichend ist dies natürlich nicht im Ansatz. Es werden bald schon wieder Gegner kommen, die nicht plötzlich verlernt haben dürften, wie man Fußball spielt und dann müssen trotzdem Siege her, damit endlich ein wirklich klarer Aufwärtstrend erkennbar wird. Dieses Mittelmaß bei der Werkself passte zwar zum Spieltag am Wahlwochenende, kann aber nicht der Anspruch sein, denn der muss es weiter sein, oben mitzuspielen und nichts anderes.

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