Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Der deutsche Tag

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Diese Überschrift darf man im Sinne der Grünen wohl eher nicht verwenden. Dabei müsste sich diese Partei eigentlich längst aufgelöst haben, wenn man manchen Stimmen aus den dortigen Reihen folgen mag. Von dort wurde gefordert, dass bei Spielen der LÖWenherzen auf die deutsche Fahne verzichtet werden soll, da so etwas schnell nationalistische Züge annehmen könne. Die NSDAP hatte einst bewiesen, welch schreckliche Folgen Parteien verursachen können. Folgt man somit der eben angesprochenen Logik der Grünen, sollte klar sein, warum sie sich doch bitte auflösen sollten. Mitte der Woche war er dann gekommen, der deutsche Tag, da schon beim ersten Spiel eine deutsche Beteiligung anstand. Schiedsrichter Felix Brych, auch bekannt unter dem Namen Mr. Phantomtor, pfiff das Hochrisikospiel zwischen England und Wales in Lens. Nicht nur brisant auf dem Platz, wie sich schon in der Nacht zuvor im benachbarten Lille gezeigt hatte, wo englische Fans randalierten. Das Inselduell ging erwartungsgemäß direkt voll zur Sache, allerdings vor allem auf den Rängen und dies bezieht sich rein auf die Fangesänge beider Teams. So wartete man wieder auf Tore, was längst zur unbefriedigenden Hauptbeschäftigung dieser Gruppenphase geworden ist. Nach gut einer halben Stunde passierte dann, was man einfach erwartet hatte, Schiri Brych schoss mit Kollege Bastian Dankert den ersten großen Bock und verweigerte den Engländern einen klaren Handelfer. Kurz danach wurde dies mit dem gleichen Fehler auf der anderen Seite wieder ausgeglichen, was die Sache natürlich nicht besser machte. Niemand war aber wirklich von dieser Schiedsrichterleistung überrascht. Man war auch nicht überrascht, dass es wieder Gareth Bale war, der die Waliser kurz vor der Pause mit einem Freistoß in Führung schoss. Gleich 10 Minuten nach der Halbzeitpause glichen die Engländer aber auch schon wieder aus und fleißige Leser wissen schon, was bei diesem Turnier nun anstand, das lange Warten auf das späte und alles entscheidende Tor und es fiel wieder einmal in der Nachspielzeit und brachte den 2:1-Sieg für die Engländer und damit auch die Tabellenführung. Mit diesem Ergebnis endete dann auch die zweite Runde in der Gruppe B. Kein guter Auftakt für Deutschland, für den die Schiris an diesem Nachmittag sorgten. So war alle Hoffnung auf den Abend gerichtet.

Trauer in Nordirland und Belgien
Die Gruppe C startete aber erst einmal mit dem Spiel zwischen der Ukraine und Nordirland in Lyon und dieses Spiel war durch verschiedene Aktion von Trauer geprägt, da am Sonntag ein nordirischer Fan bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen war. Übrigens gab es bedauerlicherweise bereits noch weitere Tote, denn ein belgischer Fan überlebte auf einer Raststätte in der Nähe von Nancy einen Herzinfarkt nicht. Dem nicht genug, sollte es noch tragischer werden, denn während der Partie verstarb ein weiterer Nordire im Alter von 64 Jahren direkt im Stadion ebenfalls an einem Herzinfarkt. Man kann über sowas berichten, da das Spiel eher gar nichts bot und so blieb die erste Halbzeit torlos und man musste wieder auf die letzten 45 Minuten hoffen. Es dauerte keine vier Minuten und da stand es ganz plötzlich 1:0 für die Nordiren. Nach gut einer Stunde gab es dann eine Minispielunterbrechung von ein paar Minuten wegen Hagelschlag. Man sieht, dieses Turnier hat einiges zu bieten, außer guten Spielen mit Toren. Dies blieb dann auch wieder bis in die Nachspielzeit so, wo die Nordiren dann mit dem 2:0 alles klarmachten. Es war wohl bislang das kurioseste Spiel dieser Europameisterschaft und ein Novum sollte in dieser Gruppe noch folgen. Es war soweit und endlich ging es auch bei der DFB-Auswahl weiter, das zweite Spiel der LÖWenherzen stand an und zwar in Saint-Denis gegen Polen. Was wurde für ein Wind um dieses Spiel gemacht und dann gab es eine fürs Turnier übliche erste Halbzeit, ermüdend und torlos und man ahnte schon, dass Deutschland wieder im bekannten Stil in den letzten 45 Minuten gewinnen würde und man wieder sagen würde, Hauptsache zweiter Sieg und dem wäre auch nichts hinzuzufügen gewesen. Es sollte aber ganz anders kommen, denn es wurde der bis dahin größte Grottenkick der Euro 2016 in Frankreich und damit auch das erste 0:0. Weiterhin bleibt die Leistung Deutschlands hinter dem Kommunizierten zurück. Alles noch kein Problem, denn man ist Tabellenführer aber bald schon steht die K.O.-Phase an. Zum Abschluss der Vorrunde gilt es nun, sich mit einem Torfestival gegen Nordirland für diese Leistungsverweigerung zu entschuldigen.

Nach der ersten Nullnummer
Gestern ging es erst einmal mit der Gruppe E weiter, wo Italien gegen Schweden in Toulouse antrat und immerhin konnte es eigentlich nicht schlechter werden, als man es am Vorabend mit der ersten Nullnummer des Turniers ertragen musste. Allerdings gab es doch wieder nur eine weitere Halbzeit ohne Tore und da war das Grün des Rasens das Schönste und dies sollte auch fast die gesamte Spielzeit über so bleiben, auch wenn die Italiener kurz vorm Ende der Partie noch das 1:0 erzielten und so die Tabellenführung ausbauten. Die Stimmen wurden immer lauter, dass neben dem Sicherheitskonzept, auch die neue Gesamtstruktur dieser Veranstaltung der UEFA gescheitert war. Nun sollte noch die zweite Runde der Gruppe D ausgespielt werden und es ging in Saint-Etienne mit der Partie zwischen der Tschechei und Kroatien los, wo die Tschechen unter Zugzwang standen aber dies hat letztendlich keine wirkliche Bedeutung, wie diese zweite Runde allgemein schon bewiesen hatte. Diese Partie plätscherte auch so vor sich hin, allerdings fiel tatsächlich schon gut 10 Minuten vor der Pause das 1:0 für Kroatien. Da nach knapp sechzig gespielten Minuten schon das 2:0 fiel, keimte kurz noch einmal Hoffnung auf, dass der Bann des Tormangels gebrochen sein könnte. Wieder 15 Minuten später schossen die Tschechen den Anschlusstreffer, womit es nur noch 2:1 für Kroatien stand und ein Standardergebnis erreicht war aber die torreiche Schlussphase stand noch bevor. Erst einmal stand aber fünf Minuten vorm Ende wieder eine kleine Spielunterbrechung an, da es massiven Krawall der Kroaten im eignen Block gab und dies inklusive Beschuss des Spielfelds mit Pyro. Obwohl die Schlägereien weitergingen, wurde das Spiel wieder angepfiffen und es gab erst einmal einen Elfer für die Tschechen, die diesen zum Ausgleich verwandelten und somit wirklich schon vier Tore gefallen waren, was es bislang noch nicht gab. So endete dann auch ein echtes Wahnsinnsspiel. Es ging dann gleich in Nizza weiter, wo Spanien auf die Türkei traf und man war gespannt, was das letzte Spiel des Tages bieten sollte. Der erste Treffer für die Spanier fiel dann auch schon wieder nach gut 30 Minuten und es sollte furios werden, denn keine zwei Minuten später stand es schon 2:0 und so ging es dann auch in die Pause, womit die zweite Hälfte sehr wichtig für die Gesamtbewertung werden sollte. Dort stand es kurz nach Wiederanpfiff dann schon 3:0, allerdings auf Basis einer Fehlentscheidung, war es doch Abseits. Trotzdem erkannte man endlich einen ersten echten Favoriten. Es blieb bei diesem Spielstand und es war das bislang größte Spiel und dies mit Abstand. Auch dort endete es wieder mit ordentlich Pyro. Eine Woche nach dem Auftakt des Turniers sollte es tatsächlich den ersten annehmbaren Spieltag geben, hoffentlich geht es jetzt so weiter.

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