Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Der etwas andere Spieltag

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Der Auftakt in eine weitere englische Woche sollte recht angenehm aussehen, was für diese Saison wirklich erstaunlich ist. Man muss allerdings einräumen, dass es nicht der Spieltag des Ruhrgebiets war aber immer schön der Reihe nach. Freitag begann alles und stand ganz im Zeichen der Domstadt, denn der 1. FC Köln musste an die Weser zu Werder Bremen und gewann dort unspektakulär mit 1:0, was allerdings schwerwiegende Folgen für einen Kölner haben sollte. Dieser Auswärtssieg der Fahrstuhlmannschaft vom Rhein brachte das Fass in Bremen zum Überlaufen und so feuerte man dort endlich, kurz vorm Beginn der Samstagsspiele, den Trainer und gebürtigen Kölner Robin Dutt. Man darf nun gespannt sein, wo er sein Unwesen in Zukunft treibt, vielleicht sieht man ihn ganz schnell irgendwo anders wieder, denn rein statistisch betrachtet, steht schon am 12. Spieltag der nächster Trainerwechsel in der laufenden Spielzeit an. Es ist übrigens der schlechteste Ligastart in der Vereinsgeschichte von Werder überhaupt gewesen und man muss sich bei der Vita von Dutt fragen, warum man es überhaupt hat soweit kommen lassen. Allgemein scheint es nicht die große Zeit des Fußballs ganz im Norden der Republik zu sein, denn auch beim Hamburger SV sieht es weiterhin nicht wirklich gut aus. Der Dino der Liga musste am Samstagnachmittag in die Hauptstadt, wo Hertha BSC Berlin mit 3:0 siegen sollte. Es geht aber auch anders, wenn man sich zum Beispiel Hannover 96 anschaut, die nach Dortmund zur Borussia mussten. Der BVB spielt in diesen Tagen international allerbesten Fußball, während er in der Liga auf den Tabellenkeller zusteuert. Ein Trick, um dies einzudämmen, war, dass man gegen Hannover 96 mit einer Ausnahmegenehmigung in den internationalen Trikots auflief. Am Ende verloren die Jungs von Jürgen Klopp allerdings trotzdem mit 1:0, was nicht die einzige Niederlage der Mannschaften aus dem Ruhrgebiet in der Bundesliga an diesem Samstag bleiben sollte.

Alle zehn Minuten ein Tor
Es ist auffällig, wie unauffällig bis hierher die Schiedsrichter waren, dass dies nicht so bleiben konnte, liegt in der Natur der Sache. Dies ist auch einer der Gründe, warum man nur sehr bedingt von einem fairen 2:0 zwischen dem FC Augsburg und dem SC Freiburg sprechen kann aber nicht erst seitdem letzten Spieltag, weiß man, wie es mit dem SCF und den Schiris in dieser Saison läuft. Ziemlich ähnlich sah es auch in Sinsheim aus, wo 1899 Hoffenheim mit 1:0 gegen den SC Paderborn siegte und auch hier mischte der vermeintlich Unparteiische wieder mit. Es gab aber noch einen richtigen und sogar auch relativ unbelasteten Knaller an diesem Samstagnachmittag. Eintracht Frankfurt spielte gegen den VfB Stuttgart und es sollte ein wirklich denkwürdiges Spiel werden, in dem im Durchschnitt alle zehn Minuten ein Treffer fallen sollte. Frankfurt ging in Führung, wonach die Stuttgarter das Spiel drehten und nach der Halbzeit davongezogen waren. Dann starteten die Frankfurter eine Aufholjagd und gingen am Ende wieder in Führung, damit die Stuttgarter es noch einmal drehen konnten und am Ende sogar mit 5:4 gewinnen sollten. Dies war definitiv das Knallerspiel des 9. Spieltags, welcher im Abendspiel mit einer weiteren Niederlage fürs Ruhrgebiet ausklingen sollte, denn Schalke 04 musste zu Bayer 04 Leverkusen und die Werkself sollte mit 1:0 gewinnen. Allerdings sorgte der legendäre Schiedsrichter Manuel Gräfe auch wieder für eine längere Schwächung von B04 durch eine rote Karte, die lächerlich war, da er auf ein großes Schauspiel reinfiel und vor allem da es zuvor für einen Schalker, der eine Augenhöhle zertrümmerte, nur die Gelbe gab. Eine weitere Auffälligkeit an diesem Spieltag war, wie man das Spray für die Freistöße, welches letztes Wochenende, als weitere Sinnfreiheit in der Liga eingeführt wurde, schon für völlig normal und nicht mehr erwähnenswert hinnahm, was natürlich vor allem fürs Staatsfernsehen gilt, dessen Rolle man in diesem Sport mindestens fragwürdig nennen darf. Eigentlich hätte man hier direkt mit der nächsten Runde des DFB-Pokals weitermachen können, um es bei einem angenehmen Spieltag zu belassen.

Vor dem nächsten Knaller
Schon am morgigen Tag geht es mit der 2. Hauptrunde im DFB-Pokal weiter und da darf man wirklich gespannt sein, was alles passieren wird. Am Dienstag muss der BVB zum Millerntor, wo der FC St. Pauli am Wochenende gerade erst 4:0 verlor und es wird mit Sicherheit ein Spiel in dem Geschichte geschrieben wird, denn danach wird dort die Nordtribüne abgerissen. Am Mittwoch geht es dann auch gleich wieder um Hamburg, denn der HSV empfängt den FC Bayern München und das Staatsfernsehen orakelte hier schon über einen zweistelligen Sieg der Bayern und man weiß genau, wie es um die Fähigkeiten des Orakelns dort bestimmt ist, wenn es ums Premiumprodukt des deutschen Fußballs geht. Vor alledem stand aber noch der Abschluss des Spieltags am Sonntag an und bevor der FCB eingreifen sollte, gab es noch die Partie zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FSV Mainz 05. Womit es immerhin um die beste Mannschaft des Nordens im Moment ging, auch ein Zustand, den man nicht unbedingt als völlige Normalität annehmen würde, aber die Tabelle untermauert genau diesen Fakt. In diesem ersten Spiel in der Winterzeit in dieser Saison, zeigte die Werkself aus der niedersächsischen Autostadt dann auch ganz deutlich, warum sie das beste Team im Norden stellt. Die Mainzer hatten keine wirkliche Chance und verloren mit 0:3, womit die Wölfe in diesem Moment tatsächlich den zweiten Tabellenplatz übernahmen und natürlich standen die Chancen auch gar nicht schlecht, dass es am Ende des Spieltags noch genauso aussehen sollte, denn nur Borussia Mönchgladbach konnte Wolfsburg noch von dort verdrängen. Die Fohlen bekamen allerdings zum Ende des Spieltags Besuch vom FCB, womit die Zeichen, nachdem bisherigen Saisonverlauf, ganz klar auf eine Heimpleite am Niederrhein hindeuteten. Allerdings sollte es ein ganz kleines Wunder in Mönchengladbach geben und man trennte sich 0:0, womit die Borussia die Wölfe wieder vom zweiten Platz verdrängten und so der etwas andere Spieltag endete.

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