Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Der große Beschiss und die Bundesliga

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Die Überschrift zu diesem Spieltagsbericht stand schon früh in der letzten Woche fest aber der Reihe nach, denn der 30. Spieltag begann wieder am Freitag und zwar mit der Partie zwischen dem 1. FC Köln und 1899 Hoffenheim. Hier war es Schiri Marco Fritz, welcher wieder eine dieser für diese Saison so maßgeblichen, unendlich lang anmutenden Nachspielzeiten gab uns sogar beim letzten und alles entscheidenden Tor gleich noch aktiv mitspielte. In der gerade erwähnten Bonuszeit verloren die Kölner damit ihren Heimsieg, denn 1899 stellte auf 1:1 und sicherte sich so zum ersten Mal das große Geld im internationalen Geschäft. Übrigens gab es von den Kölner Fans personalisierten Protest gegen den Ausverkauf des Fußballs, was natürlich im Kreis der Verantwortlichen samt ihrer Medienhelfer, wie die ARD, wieder für große Aufregung sorgte. Irgendwann werden sie sich mit der Spaltung, welche der Kommerzwahn längst auch im Fußball schafft, auseinandersetzen müssen, auch wenn sie dies noch nicht einsehen wollen. Um beim großen internationalen Geld und den damit verbundenen Problemen zu bleiben, gilt es kurz die Champions League zu erwähnen, denn in diesem Kontext ist die Überschrift zu verstehen, womit wir zum Spiel zwischen dem FC Bayern München und dem FSV Mainz 05 kommen. Das vermeintliche Premiumprodukt hat es maßgeblich den Schiedsrichtern zu verdanken, dass sie ihre Position im deutschen Fußball so haben und halten können, wie man es kennt. Wenn nun ausgerechnet der FCB-Boss, der vorbestrafte Karl-Heinz Rummenigge sich beschwert, da man angeblich im gerade genannten internationalen Wettbewerb unter der Woche beschissen wurde, muss man einfach nur mit dem Kopf schütteln. Zum Spiel selbst kann man nur sagen, es war wieder ein bayerischer Grottenkick und es endete 2:2, was auch zeigte, wo das Problem beim FCB tatsächlich liegt.

Was bleibt ist vor allem Abstiegskampf
Nicht nur dieses Spiel der Mainzer hatte selbstverständlich etwas mit dem Abstiegskampf zu tun, der gesamte Samstagnachmittag war davon geprägt. Der Hamburger SV empfing Darmstadt 98 erst einmal mit richtig ordentlich Pyro, was zu einer minutenlangen Spielunterbrechung führte. Sportlich muss man hoch im Norden auf Schiri Sascha Stegemann verweisen, der so seine Probleme mit dem Spiel hatte, was teilweise an den Rand des Kontrollverlust reichte. Die Darmstädter blieben schon wieder Sieger und schafften ihre ersten Auswärtspunkte überhaupt in der Saison und blieben mit einem 2:1 so tatsächlich noch weiterhin im Spiel, da sie faktisch noch immer nicht abgestiegen sind. Was man noch anmerken muss, der HSV schoss nicht ein Tor, denn den Anschlusstreffer erzielten ebenfalls die Lilien. Ganz übel sieht es übrigens auch für den FC Ingolstadt in der Tabelle aus und sie hatten Besuch von Werder Bremen. Schiedsrichter Markus Schmidt fiel in diesem wichtigen Spiel nicht nur durch zwei Elfmeter auf, wovon der für den FCI ein Geschenk war. Wieder ein Beispiel, dass die Aufregung vom FCB völlig inakzeptabel ist, da der Einfluss von Schiris völlige Normalität ist und man auch in der Bundesliga nichts dagegen unternimmt. Am Ende siegten die Bremer, die das Spiel drehen konnten, mit 4:2. Wobei es eigentlich Max Kruse ganz alleine war, denn er schoss tatsächlich alle vier Tore, was schon der Wahnsinn war. In der Hauptstadt kam es dann noch zum Duell zwischen Hertha BSC Berlin und dem VfL Wolfsburg und erwartungsgemäß gewann die Hertha, allerdings nur mit einem eher öden 1:0, wobei man sagen muss, dass der Siegtreffer, ein doppelter Kopfball, schon ein wirklich feiner war.

Das Borussenduell unter den bekannten Vorzeichen
Zum Schluss gilt es im Rahmen des Abstiegskampfes noch das Auftreten des FC Augsburg bei Eintracht Frankfurt zu erwähnen und es sah lange Zeit gut aus für die Augsburger aber die Frankfurter konnten das Spiel, wie auch die Jungs von der Weser, noch drehen und siegten mit 3:1. Leider muss man auch hier wieder auf den Schiedsrichter verweisen, denn Felix Zwayer verweigerte den Frankfurtern einen klaren Elfer, was glücklicherweise keinen großen Einfluss aufs Spiel hatte aber eben wieder die Sache mit dem Beschiss verdeutlicht. Am Abend stand noch ein Knaller auf dem Plan und zwar Borussia Mönchengladbach gegen Borussia Dortmund. Dieses Borussenduell stand natürlich noch immer im Zeichen des Anschlags auf den BVB, welcher wohl aufgeklärt ist und nachdem man zuerst versucht hatte damit den großen Religionskrieg in den deutschen Fußball zu drängen und danach alles auf die Rechte gelenkt wurde, war es nun wohl einfach nur ein von Habgier getriebenes Verbrechen. Für die Opfer wird es so nicht wirklich einfacher aber am Ende des Tages ist Kriminalität, auch in dieser Härte, etwas, was jeden treffen kann und dann muss man natürlich auch einräumen, dass sich Personen, wie zum Beispiel Fußballstars, noch einmal wesentlich besser schützen lassen können, als es bei normalen Bürgern der Fall ist. Selbst dies kann aber manchmal nicht ausreichend sein, wie man nun leider weiß. Zum Spiel muss man sagen, um bei der Überschrift zu bleiben, dass man sich fragen muss, warum ein so brisantes Spiel von Wolfgang Stark gepfiffen werden muss, er sollte einfach in den Vorruhestand gehen. Seine mindestens wieder diskussionswürdige Leistung wurde im ZDF mit Statements über die bekannten Probleme beim BVB vertuscht, was wieder einiges über die dortige Arbeit aussagt. Unter all diesen Umständen ist der 3:2-Sieg für die Dortmunder kaum zu beurteilen.

Die große Suggestion und der Sonntag
Übrigens, wie gut zum Teil die große Suggestion des Staatsfernsehen leider noch immer funktioniert, zeigte das Tor des Monats bei der ARD, denn man hatte dafür den Glückstreffer von Lukas Podolski in seinem Abschiedsspiel förmlich herbeigeredet und so wurden es fast 75 Prozent, die dafür stimmten. Bei einer solchen Banalität müsste man eigentlich nicht darüber sprechen, da es aber ein grundlegendes Problem ist, ist es schon wirklich erschreckend. Wie erschreckend der Sonntag für Bayer 04 Leverkusen werden sollte, entschied sich im Breisgau beim Spiel gegen den SC Freiburg. Hier muss gleich vieles angemerkt werden, so auch, dass es Michael Ballack 2011 war, der hier für den letzten Leverkusener Sieg sorgen konnte, womit der 2:1-Sieg der Breisgauer erst einmal nicht überraschend war. Allerdings gab Mr. Phantomtor Felix Brych den Schiedsrichter und man war so nicht überrascht, dass es Diskussionen geben sollte, diesmal vor allem wegen einem Elfer für Leverkusen und dieser wurde auch noch verwandelt, was in dieser Saison längst nicht selbstverständlich ist. Trotzdem gab es am Ende wieder nur eine Niederlage und dies bedeutet, dass es nun auch von Seiten der Fans an der Zeit ist, noch deutlicher Stellung gegen das gescheiterte Management der Werkself zu beziehen und Rudi Völler hat in Leverkusen schon lange ausgedient, dies muss man ihm aber wohl noch deutlicher klarmachen. Ganz zum Schluss des Spieltags hatte Schalke 04 dann noch RB Leipzig zu Gast und natürlich wurden die Antitraditionalisten auf Schalke ablehnend empfangen, was noch einmal durch den Schwalbenskandal, welcher übrigens vom DFB damals gedeckt wurde, von Timo Werner aus dem Hinspiel verstärkt wurde. Der Spieltag sollte dann enden, wie er am Freitag begonnen hatte und zwar mit einem 1:1, was nicht nur für die bekannte Langeweile spricht. Man muss es auch so sehen, dass es für S04 zwar ein ganz gutes Ergebnis war aber was ist dort schon noch gut, nachdem unter der Woche der Traum von den Eurofightern geplatzt war.

Pfeiff das Spiel an und setz den ersten Kommentar

Du hast den Ball