Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Der Karnevalsfußball 2016 ging noch weiter

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Nach einem Karnevalswochenende in der Bundesliga, wo sich manch Schiedsrichter schon zum Clown gemacht hatte, sollte es mit Karneval und Fußball auch gleich weitergehen und zwar im Viertelfinale des DFB-Pokals. Leider stand ganz schnell, und so gar nicht überraschend, fest, dass auch die Schiris weiter die Clowns gaben. Erst einmal kam es aber am Dienstagmorgen zu einem der tragischsten Zugunglücke in Deutschland seit langer Zeit, was alles überlagern sollte. Diese Tragödie in Bad Aibling im Kreis Rosenheim forderte 10 Tote und unzählige Verletzte und selbstverständlich wurde vor allen Spielen die Trauer und Anteilnahme des Fußballs gezeigt. Alles begann am Rhein, wo Bayer 04 Leverkusen auf Werder Bremen traf, die übrigens auch gleich für ordentlich Pyro sorgten, was immer wieder begrüßenswert ist. Schaute man sich die letzten Partien dieser Art an, war klar, dass die Jungs von der Weser gewinnen sollten. Für den Fall, dass die Statistik nicht greifen sollte, wurde im Vorfeld allerdings auch gleich gesorgt und so leitete Wolfgang Stark die Partie. Man ist nicht überrascht, auch diesmal wieder von einem skandalösen Spiel sprechen zu müssen. Die Werkself wurde dezimiert und Werder bekam ein Tor geschenkt. Es war wieder einmal eine Leistung, die Stark war. Aber diese 1:3-Niederlage für Leverkusen und damit das nächste Aus in einem wichtigen Wettbewerb, sagte noch mehr aus. Es war der finale Beweis, dass das Konzept mit Trainer Roger Schmidt von Sportdirektor Rudi Völler gescheitert ist, was nichts anderes bedeutet, dass er gescheitert ist. Völler ist endgültige unbrauchbar, man sollte ihm nun wirklich gar nichts mehr einräumen, denn er hat in Leverkusen ausgedient.

Großes Tennis
Die zweite Partie des Abends war VfB Stuttgart gegen Borussia Dortmund, hier machte Tobias Stieler den Schiedsrichter und man wurde das Gefühl nicht los, dass er ständig die Fehler, welcher er auf der einen Seite machte, mit Fehlentscheidungen auf der anderen Seite wieder ausgleichen wollte. Immerhin war es so nicht so unfair, wie bei seinem Kollegen in der BayArena aber überzeugend war es auch nicht. Umso überzeugender war der Protest des Anhangs vom BVB. Nicht nur das gut 20 Minuten lang der Support verweigert wurde, sollte es auch noch richtig großes Tennis geben und so regnete es nicht nur allgemein schon ziemlich heftig, sondern phasenweise auch Tennisbälle. Im Gesamten blieben übrigens gut 10.000 Plätze im Schwabenland leer, was ein weiteres Zeichen dafür war, dass die allgemeine Preispolitik abgelehnt wird und man sich immer mehr Feinde auf Seiten der wahren Fans schafft. Man sollte noch erwähnen, dass auch noch Fußball gespielt wurde und zwar richtig gut, was für beide Teams galt. Am Ende sollte es aber exakt wie in der ersten Partie enden und so gewann der BVB mit 3:1 und zog, wie eben auch die Bremer zuvor, ins Halbfinale ein. So musste man schon nach den ersten beiden Spielen wieder festhalten, dass die Sache mit den Schiris auch weiterhin nicht nur inakzeptabel bleibt, sondern unterm Strich auch extrem auffällig und die Aufklärung beim DFB, was die Merkwürdigkeiten, wenn auch auf einer anderen Ebene, angeht, steht noch immer aus und lässt so auch weiterhin viel Raum für Spekulation. Die Pokalplattform im Staatsfernsehen nutzte der DFB natürlich gerne, um die aktuellsten Schritte in der hauseigenen Affäre gleich wieder zu relativieren. Am Aschermittwoch ging es dann erst einmal unspektakulär aber schön mit einem 3:2-Auswärtsieg im Spiel zwischen dem 1. FC Heidenheim und Hertha BSC Berlin weiter. Man ahnte auch gleich, dass der Abend aber wohl ganz anders enden sollte.

Ohne Schiri habt ihr keine Chance
Der VfL Bochum empfing den FC Bayern München und die erste Besonderheit war, dass ein Flutlichtmast ausgefallen war aber es sollte noch einiges mehr hinzukommen, über was man reden muss. Die Bayern gingen wieder ziemlich unter, ließen dies gut 20 Minuten über sich ergehen, dann wurde der erste Bochumer durch eine Tätlichkeit, welche durch Schiri Bastian Dankert nicht geahndet wurde, so verletzt, dass er kurze Zeit später den Platz verlassen musste. Man kennt diese Bayerntaktik. Kurze Zeit später fiel dann auch das unverdiente und glückliche 1:0 für das Premiumprodukt. Dies beeindruckte die Bochumer allerdings nicht, womit die Geschütze des vermeintlich Unparteiischen größer wurden und er für eine Schwalbe der Bayern einen Elfer gab und die Bochumer dezimierte. So war es auch egal, dass der FCB selbst diesen Elfmeter nicht verwandeln konnte, denn die Fakten waren geschaffen. Nach dieser ersten Halbzeit, die wieder einmal keine Fragen offen ließ, gerade auch nicht, da man weiß, wie Dankert zu den Bayern steht, erlaubte sich Mehmet Scholl wieder einmal eine Frechheit. Dieser nicht unabhängige Experte des Staatsfernsehens stellte die Behauptung auf, dass die Bundesliga selbst die Schuld an der Langeweile tragen würde und dies nach den gerade geschilderten Vorkommnissen, die zeigten, wie es im deutschen Fußball läuft. Zum Beginn der zweiten Halbzeit stimmten die Fans aus Bochum, absolut gerechtfertigt, die Überschrift an. Dankert machte weiter und den Spielern des VfL schnell und deutlich klar, was passiert, wenn sie auch weiter dagegen halten sollten. Somit ließen sie es für die Bayern laufen, verloren am Ende mit einem lächerlichen 0:3, welches mit Fußball rein gar nichts zu tun hatte. Vier Partien und davon zwei Skandalspiele ist eine ebenso so auffällige, wie auch bedenkliche Quote. Statistisch sah es so aus, dass es nur Auswärtssiege mit jeweils drei Treffern für die Sieger und durchschnittlich einen für die Heimmannschaften gab. Ernst nehmen konnte man dieses Schauspiel damit mindestens zur Hälfte nicht.

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