Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Der letzte Akt vor Brasilien

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Sieben Jahre ist Joachim Löw jetzt schon Bundestrainer und vier Turnierqualifikationen hat er in dieser Zeit geschafft. Damit ist er auf diesem Gebiet absolute Spitze aber es gibt auch die andere Seite und diese weist nicht einen Titel auf. Im gewählten System, auch im deutschen Fußball, zählen aber nur Titel. Im gestrigen letzten WM-Qualifikationsspiel gegen Schweden in der Hauptstadt Stockholm gab es aber noch ein Jubiläum, denn Bastian Schweinsteiger machte nach acht Jahren sein 100. Spiel, was, wieso vieles anderes auch, irritiert und vielleicht irgendwann einmal dafür sorgt, dass man nachdenkt, warum es keine Titel gibt. Aber noch einmal zurück zum deutschen Nationaltrainer, der damals vor sieben Jahre eben gegen Schweden auf Schalke debütierte und zwar mit einem 3:0. Diesmal in Stockholm sollte es eher düster losgehen, da die Schweden schon in der 6. Minute in Führung gingen. Damit war früh klar, dass sich das Ergebnis von damals nicht wiederholen sollte. Der getunnelte Manuel Neuer sah auch einmal mehr nicht gut aus, was diesmal eben ein Tor ausmachte, da das Glück aus dem Spiel gegen Irland am letzten Freitag fehlte. In der 42. Minute klingelte es dann zum zweiten Mal hinter Neuer. Bis dahin bedeutete dies für den Keeper der vermeintlich besten Mannschaft der Welt, sechs Schüsse und sechs Tore, schlechter kann eine Bilanz gar nicht sein. In der letzten Spielminute der 1. Halbzeit verkürzte Mesut Özil, das Geburtstagskind, auf 2:1. Es sei noch erwähnt, auch bei diesem Treffer hatten die LÖWenherzen, durch einen abgefälschten Ball, das Glück dann wieder auf ihrer Seite. In der Gesamtheit war es eine blamable 1. Halbzeit, gerade auch im Kontext dessen, was nicht nur der Trainer vor seinem 99. Spiel alles in Richtung Rache und ähnlichem hatte verlauten lassen. Und Schweini? Wie man ihn kennt, verzweifelt und chancenlos.

Die allerletzten 45 Minuten
Und dann war es soweit und die tatsächlich allerletzten 45 Minuten der Quali zur WM 2014 in Brasilien sollten anbrechen. In der 53. Minute war es der Borussen-Verräter Mario Götze, der den Ausgleich schaffte, allerdings in einer schwedischen Druckphase. In der 56. Minute konnte man sich vorstellen, was sich in der Halbzeit in der deutschen Kabine abgespielt haben musste, denn André Schürrle, der den Ausgleich schon vorbereitet hatte, schoss die DFB-Auswahl mit 2:3 in Führung. Zehn Minuten später war Schürrle erneut Torschütze zum 2:4 und nun stellte sich natürlich die Frage, ob es wohl wieder ein 4:4-Unentschieden geben sollte. In der 69. Minute sollte es prompt auch wieder bei Manuel Neuer klingeln und es stand nur noch 3:4. In der 76. Minute machte Schürrle mit dem Erreichen des Hattricks ein 4:4-Unentschieden unmöglich und erhöhte für Deutschland auf 3:5. Interessant an diesem Treffer war, dass der schwedische Keeper sich noch nicht einmal im Ansatz bemühte diesen Ball noch zu bekommen. Übrigens hätte man für ein 4:4 in diesem Spiel für 1 Euro die Summe von 250 Euro in den Wettbüros bekommen. Weitere Zahlenspielen ergeben Böses, hatten die kommentierenden Protagonisten des übertragenden Staatsfernsehen vor der Partie massiv darauf hingewiesen, dass die Schweden durch den, durch eine Gelbsperre, abwesenden Zlatan Ibrahimovic, wenn überhaupt 50 Prozent an Leistung hätten. Dies würde bedeuten bei voller Leistung hätten die Schweden dieses Spiel mit 6:5 gewonnen. Bei aller Freude über diese in Zahlen so souveräne Quali sollte man nicht aus den Augen lassen, dass es eine Freilosgruppe war und in Brasilien im nächsten Sommer warten andere Kaliber, denn neben dem Gastgeber waren auch schon Länder, wie zum Beispiel Argentinien und die Niederlande, übrigens die beste europäische Mannschaft, qualifiziert und Fußballgrößen, wie zum Beispiel England und Spanien sollten am gestrigen Abend noch hinzukommen. Wer am Ende des Tages gegen wen antreten wird, erfährt man an Nikolaus in der Auslosung.

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