Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Der nächste Grottencup

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Langsam geht es im Fußball auf die heiße Phase zu und so stand am vergangenen Samstag der 18. Supercup in Deutschland an. Keiner ist mehr überrascht, dass auch in diesem Jahr wieder das vermeintliche Premiumprodukt der Bundesliga dabei war und so trat der FC Bayern München schon wieder bei Borussia Dortmund an. Sowas noch spannendes Highlight zu nennen, fällt schon eher schwer und so machte man dann im Vorlauf auch gleich einen Krisengipfel aus diesem Spiel. Am Ende des Tages war aber doch klar, dass es einfach nur wieder ein Teil der bekannten Inszenierung war, an der sich auch das ZDF wieder in der gewohnten Art beteiligte. Es ist auch so etwas, was es schwer verständlich macht, wenn man sich dort bedauernd zum Thema Ausverkauf  des Fußballs äußert, macht man doch selber fleißig mit. Ein besonderes Augenmerk an diesem Abend galt natürlich auch Schiedsrichter Felix Zwayer und dies lag selbstverständlich mit am Videobeweis, den es nun auch dort gab. Man stellte schon bei der  ausführlichen Vorstellung dieser Neuerung im Staatsfernsehen fest, dass auch dies die bekannten Probleme nicht beheben würde. Auf eine Show vorm Spiel wurde übrigens verzichtet, was nach der Blamage von Helene Fischer zuletzt im Endspiel des DFB-Pokals auch das Mindeste war. Trotzdem, dies muss man lobend erwähnen, boykottierten laut Staatsfernsehen gut 2.500 Ultras diese Veranstaltung. Boykott war irgendwie auch das Thema bei Reporter Martin Schneider, der unter akuten Wortfindungsproblemen litt, um nicht zu sagen, dass er sehr viel Quatsch erzählte.

Was für eine Überraschung
Das Spiel selbst ist schnell zusammengefasst, so dauerte es nicht lange, dann kam auch schon Tobias Stieler, der in Köln den Videoschiri gab, ins Spiel. Es stand 1:0 für den BVB, gerade zuvor gab es noch ein erstes lachhaftes Ticket gegen die Dortmunder und dann wurde das 1:1 nicht zurückgenommen und damit war alles wieder, wie immer. Den tatsächlichen ersten Videobeweis gab es übrigens nicht, was nicht nur peinlich war, sondern auch wieder für viel Spekulation sorgte, sah es doch ziemlich nach Abseits aus. All dies überrascht kein Stück, denn am Hauptproblem, den Schiedsrichtern, veränderte sich wieder nichts und damit ahnt man, wie es im DFB-Pokal ab kommenden Freitag und eine Woche später in der 1. Liga wieder zur Sache gehen wird. Eine Werbung für den deutschen Fußball war all dies nicht und die ersten 45 Minuten waren harte Kost. Die zweite Halbzeit war dann eine exakte Kopie der ersten. Der BVB ging wieder klar in Führung und die Schiris blieben auf Seiten der Bayern, was nicht nur die Tickets betraf. Das 2:2 bekamen die Bayern auch wieder nach Videobeweis, was für sich sprach. Glücklicherweise gab es bei dieser Show keine Verlängerung und so ging es gleich in die Lotterie. Am Ende stand es dann 6:7 und die Bayern gewannen in der gewohnten Art, welche mit sportlicher Leistung wenig zu tun hat, den ersten Titel der Saison und setzten so ein ganz schlechtes Zeichen für die kommenden Spielzeit. Dies kann natürlich nur bedeuten, dass der Widerstand noch größer werden muss, schließlich muss die Seele des Fußballs verteidigt werden.

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