Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Der nächste Videospieltag in der Bundesliga

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Fußball ist schon seit langer, langer Zeit ein echter Knaller, wenn es um Konsolenspiele geht. Da ist es letztendlich nur konsequent, dass sich auch die Geschehnisse auf dem Platz anpassen und so musste man auch am 7. Spieltag wieder von einem Videospieltag sprechen, was daran lag, dass es der Videobeweis ist, welcher die Liga zunehmend bestimmt, dass dies mit Sport nichts mehr zu tun hat, erklärt sich von selbst. Gleich zum Auftakt am Freitagabend, bei der Partie Schalke 04 gegen Bayer 04 Leverkusen, gab es nicht nur Rudelbildung, sondern ganz allgemein wieder ordentlich Gesprächsbedarf. Verantwortlich war natürlich wieder der Schiedsrichter, in diesem Fall war es Guido Winkmann und eben der Videobeweis, welchen Jochen Drees verantwortete, der nicht nur einmal an diesem Wochenende auffallen sollte. Es fing somit schon wieder alles mit einem Geschmäckle an. Da Leverkusen wieder nur einen Punkt holte, muss dies die Diskussion über die Ablösung des Managements um Rudi Völler weiter befeuern. Nimmt man die Schiedsrichter, egal ob auf dem Platz oder in Köln, raus, war es übrigens wieder ein eher langweiliger Spieltag, der selten viel zu bieten hatte. Man kann somit wieder fast von einem weiteren Trauertag in der Liga sprechen. Ein solcher war es aber auch noch aus einem anderen Grund. So trugen in den drei obersten Ligen alle Schiris Trauer, was aber nichts mit ihrer Leistung zu tun hatte, sondern damit, dass einer ihrer Kollegen, Steffen Mix, mit nur 27 Jahren bei einem tragischen Autounfall ums Leben kam. Kommen wir aber nun zum mauen Samstagnachmittag, wo es wieder nur vier Spiele gab. Man weiß schon, warum der Widerstand gegen DFB und DFL einfach nur gerechtfertigt ist. In der Autoskandalstadt trafen der VfL Wolfsburg und der FSV Mainz 05 aufeinander. Sportlich gesehen, brauchte man dieses 1:1 eher nicht zu erwähnen aber da waren dann noch Robert Hartmann, der den Schiedsrichter im Stadion gab und sein Kollege Tobias Stieler in Köln, die es nicht nur durch einen Platzverweis schafften, dass dieses Spiel dann doch erwähnt werden muss.

Millionen für Amateure?
Am Niederrhein trafen sich Borussia Mönchengladbach und Hannover 96 und man ließ Fans und Zuschauer erst einmal über zehn Minuten warten, da der Bus aus Hannover im Stau stecken geblieben war. So etwas darf vielleicht Amateuren passieren, denn die spielen nicht in einem Millionenspiel mit, was die Sache ziemlich unfassbar macht und dies galt auch für Teile dessen, was sich auf dem Platz und eben wieder in Köln tat. In der Domstadt machte übrigens Wolfgang Stark den Videoschiedsrichter, dessen Karriereende man in der letzten Saison groß und breit auch in den Staatsmedien verkündetet hatte, was wohl wieder nur eine dieser Fake-News war, welche dort längst zum völlig normalen Alltagsgeschäft gehören. Auf dem Platz war es dann Schiri Christian Dingert, der dafür sorgte, dass man immer mehr merkt, wie diese Saison verfälscht wird und so gewann Gladbach in der Nachspielzeit mit 2:1 durch einen ominösen Elfer. Trotzdem gab es große PR der Protagonisten für die neue Technik, da muss man sich nicht wundern, wenn die Stimmung unter den wahren Fans gänzlich kippt. Ebenfalls 2:1, allerdings mit Unterzahl für den Sieger, endete der müde Kick zwischen Eintracht Frankfurt und dem VfB Stuttgart. Nicht nur das Ergebnis war aber eine Gemeinsamkeit zum Fohlenkick. Mit Mister Phantomtor an der Pfeife war vorher klar, dass der Schiri für Gesprächsbedarf sorgen würde. So sorgte Felix Brych für Diskussionen über einen zurückgezogenen Elfer aber auch wieder über einen Platzverweis. Natürlich nervte auch beim Spiel am Main wieder der Videobeweis, welchen Bastian Dankert am Rhein zu verantworten hatte. Wie krampfhaftet man versuchte, ein Spiel mit einer ganz netten Schlussphase, zum Highlight zu machen, zeigte wieder die Verzweiflung in den Staatsmedien, die auch dort zunehmend das Geschäft bestimmt.

Und plötzlich ist Elfer
Und noch einmal ein 2:1 am Samstagnachmittag, allerdings war es diesmal ein Auswärtssieg und zwar von Borussia Dortmund gegen den FC Augsburg. Wie aus dem Nichts tauchte dort plötzlich ein Elfer durch Schiedsrichter Marco Fritz in Kooperation mit Jochen Drees in Köln auf, welcher nicht nur für große Überraschung sorgte. Glücklicherweise konnten die Dortmunder diesen nicht verwandeln, womit es dadurch nicht zu einer Verfälschung des Ergebnisses kam. Davon kann man bei der Tabelle selbstverständlich schon lange nicht mehr sprechen. Am Samstagabend gab es dann das große Nordderby zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen, was diesmal einfach nur ein Kellerduell war. Dieses Derby wurde von Deniz Aytekin in Hamburg und Günter Perl in Köln geleitet und so waren die Fragezeichen vorprogrammiert und es sollte wieder das Thema Elfmeter sein, den dort der HSV nicht bekam, den man aber in anderen Stadien durchaus gegeben hätte. So endete der Samstag mit einem 0:0, was zum bisherigen Verlauf des Spieltags passte. Der Sonntag begann wieder unerträglich früh und so trafen der SC Freiburg und 1899 Hoffenheim schon um 13.30 Uhr aufeinander. Was klingt, wie eine klare Geschichte, kam dann doch anders. Am Ende stand ein 3:2 und somit der erste Sieg der Breisgauer und die erste Niederlage für die SAP-ler. Der FC Bayern München, der mit der Entlassung von Trainer Carlo Ancelotti ein weiteres Staffelfinale in der ganz besonderen Fußballsoap veranstaltete, musste in der Hauptstadt gegen Hertha BSC Berlin ran. Man ist nicht überrascht, dass diese ganz besonders schlechte Soap wieder nichts Gutes zu bieten hatte. Im Klartext bedeutet dies, dass man das 2:2 wieder nicht wirklich werten kann, bekam die Hertha einen Elfer dank der neuen Technik aberkannt und die Bayern somit wohl wieder ein Punkt geschenkt. Ganz zum Schluss empfing der 1. FC Köln dann noch RB Leipzig und der Absturz der Domstädter ging ungebremst weiter und so siegten die Antitraditionalisten mit 2:1 am Rhein. Auch dort gab es selbstverständlich die üblichen Probleme mit Schiedsrichter Felix Zwayer und dem Videobeweis.

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