Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Der Nichtangriffspakt in der 1. Liga

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Nachdem das Auftaktspiel zur Rückrunde am Freitag schon zeigte, wie der Ausverkauf des Fußballs munter weitergehen soll, steht am heutigen Abend im Ländle auch endlich der Abschluss der Hinrunde auf dem Plan. Die Beendigung des letzten Spieltags der Hinrunde dauerte diesmal bis Ende Januar, da der FC Bayern München am letzten Spieltag der Hinrunde verhindert war, weil einmal mehr der Kommerz rief und so geht es erst jetzt nach Stuttgart, um endlich die Hinrunde gegen den VfB abzuschließen. Auch diesmal hat der FCB wieder einen Vorteil geschenkt bekommen, hatten die Jungs von Pep Guardiola doch einen Tag mehr spielfrei und man darf davon ausgehen, dass dies nicht das letzte Geschenk an das Premiumprodukt der Liga war. Erschreckend ist aber vor allem auch, dass die gesamte 1. Liga dieses erbärmliche Spielchen mitspielt. Wenn selbst Mannschaft, wie zum Beispiel Borussia Dortmund, schon kein Interesse mehr an der Meisterschaft haben und als höchstes Ziel den zweiten Platz in der Tabelle ausgeben, wirkt dies doch, wie ein Nichtangriffspakt. Den Rest erledigen dann Woche für Woche fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen, die erstaunlicherweise ohne Konsequenzen bleiben. Diese Teile der völligen Kommerzialisierung dieses schönen Sports werden natürlich zu einer weiteren Radikalisierung innerhalb der Fankultur führen. Da der Profifußball sich längst dem globalisierten Raubtierkapitalismus angeschlossen hat, ist er natürlich Teil eines ablehnungswürdigen Systems und hier sollten sich die Verantwortlichen, die meinen, ihnen würde dieser Sport ganz alleine gehören, genau überlegen, wie sie zukünftig agieren. Radikalisierte Fußballfans können im Kampf gegen Systeme, welche die Bevölkerung ablehnt, vieles bewegen, wie man es schon in Ägypten vor ziemlich genau drei Jahren erleben konnte und aktuell auch in Kiew sieht. Was all dies für das Spiel in einigen Stunden bedeutet, ist da natürlich erst einmal wesentlich undramatischer einzustufen, denn für den heutigen Abend bedeutet dies nur, dass der VfB Stuttgart sehr wahrscheinlich verlieren wird, was diese ganze Veranstaltung natürlich auch wieder eher sinnfrei erscheinen lässt.

Bislang ein Ballkontakt

  1. Anti-Lev
    12. Februar 2014

    | 13:33

    “…fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen…” wie das Abseitstor der Stuttgarter!!!

Du hast den Ball