Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Der Pokal des blamierten DFB

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Gerade endete die 2. Hauptrunde des DFB-Pokals 2016 / 2017 und es war vor allem ziemlich blamabel für den DFB selbst. Es ging mit vier Partien am frühen Dienstagabend los und hier sollte sich Erstaunliches zeigen. Direkt drei Spiele endeten im Elfmeterschießen, wo es auch noch dreimal das gleiche Ergebnis gab. Aber der Reihe nach. Dynamo Dresden empfing Arminia Bielefeld und eigentlich war dies eine klare Sache. Dresden war erwartungsgemäß das bessere Team aber die Arminia sollte mit 1:0 siegen, was in jeglicher Hinsicht nicht gerechtfertigt war. Schützenhilfe gab es auch noch von Schiedsrichter Robert Kampka, der den Dresdner einen klaren Elfer verweigerte aber dafür steht der Pokal leider auch schon länger. Im bayerischen Derby trafen die Würzburger Kickers auf 1860 München und es war einfach nur anstrengend, weil 120 Minuten ohne Tore, wobei es mindestens drei Stück hätte geben können aber Schiri Markus Schmidt verweigerte in dieser Partie gleich drei Elfer und so entschied am Ende die Lotterie namens Elfmeterschießen und es endete 3:4. Die Partie zwischen dem SC Freiburg und dem SV Sandhausen schien eine klare Nummer zu werden, führte Sandhausen doch zwischendurch mit 3:1. Allerdings schafften die Breisgauer noch den Ausgleich, dies aber mit tatkräftiger Unterstützung diesmal von Schiri Robert Stieler, der dem SCF einen Elfer schenkte. Langsam erkennt man schon, warum es wieder einmal blamabel für den DFB war, wo man auch weiterhin nichts gegen diese Verhältnisse unternimmt. Die Verlängerung an der Dreisam blieb torlos und so ging es auch dort ins Elfmeterschießen und wieder stand am Ende ein 3:4, womit die Sandhausener mit 7:6 gewannen. Das letzte der frühen Spiele am Dienstag war Sportfreunde Lotte gegen Bayer 04 Leverkusen. Spätestens hier gesellt sich massive Kritik an der ARD zu der am DFB, der den Leverkusener Trainer Roger Schmidt wieder einmal für zwei Spiele gesperrt hatte und so, gerade auch im Umgang mit all den Unsportlichkeiten beim vermeintlichen Premiumprodukt des deutschen Vereinsfußballs, zeigte, wie lächerlich man sich dort verhält. Das Erste bewies wieder einmal, dass man dort nicht mit Unabhängigkeit zu rechnen hat und natürlich war die Hetze gegen Leverkusen nicht hinnehmbar. Sowohl die reguläre Spielzeit, wie auch die Verlängerung endete jeweils 1:1, womit es auch dort ins Elfmeterschießen ging und es 4:3 endete und B04 so mit 5:6 ausschied. Dies kann man natürlich nicht alleine an der Sperre des Trainers festmachen, sehr wohl aber am Management. Die Sprüche nach dem Abpfiff von Rudi Völler, der ein großes Teil des Problems ist, brauchte daher wirklich niemand.

Und dann brannte es
Allgemein gab es an diesem Abend zum Teil wieder Probleme mit den Zuschauerzahlen, was irgendwann noch ein Problem für den DFB werden wird. Am Main war dieses Problem von den vermeintlich Mächtigen im Sport selber geschaffen, sanktionierten sie die Eintracht aus Frankfurt doch mit einem bedingten Geisterspiel gegen den FC Ingolstadt. Hier wurde es nun richtig blamabel für den DFB, denn mit einem Trick schaffte es ein mächtiger Teil der Frankfurter Ultras trotzdem ins Stadion und sorgte für ordentliche Stimmung. Auch dort gab es über 120 Minuten keine Tore und somit Elfmeterschießen, übrigens das einzige in den späten Abendspielen, ein Zufall, welcher der ARD-Berichterstattung doch sehr entgegen kam. Hier gewannen die Frankfurter dann klar mit 4:1. Der FC St. Pauli empfing Hertha BSC Berlin und dieses Spiel wurde von Schiedsrichter Deniz Aytekin schon nach zwei Minuten wieder unterbrochen, da es ordentlich Pyro von den Berliner gab, womit sich wieder einmal zeigte, dass all die Sanktionen des DFB rein gar nichts bringen. Es war ein richtig gutes Spiel, welches der Hauptstadtclub mit 2:0 gewann. Wurde bei dieser Partie in der gewohnten Form von der ARD über Pyro berichtet, sah dies in der anderen Begegnung mit Hamburger Beteiligung ganz anders aus, denn was sich in diesem Zusammenhang gleich in beiden Blöcken in Halle abspielte, zensierte man, was die üblichen Fragen in Sachen Rundfunkbeitrag erneut aufwarf. Der Hallesche FC empfing den Hamburger SV und hier brannte es, wie bereits angedeutet, so richtig, was die völlige Machtlosigkeit des DFB noch deutlicher unterstrich. Aber nicht nur in Sachen Pyro gaben die Hamburger Vollgas, sondern auch endlich wieder einmal fußballerisch und so überzeugten sie mit einem deutlichen 4:0. Eine wirklich gute Leistung vom HSV, welche übrigens Schiri Christian Dingert auch an diesem Abend wieder so gar nicht ablieferte. Die letzte noch fehlende Partie an diesem Tag war auf dem Papier ein wirkliches Topspiel, von diesen gab es in dieser Runde gleich mehrere und trotzdem zeigte das Staatsfernsehen wieder die Bayern aber dazu später mehr. Borussia Mönchengladbach empfing den VfB Stuttgart und es war nun leider kein Knallerspiel, welches man durchaus hätte erwarten können. Am Ende siegten die Fohlen mit 2:0, was keine Überraschung war.

Immer wieder FCB-TV
Das so genannte Losglück bescherte dem FC Bayern München wieder einmal ein Pokalheimspiel und zwar gegen den FC Augsburg, dies geht übrigens in der nächsten Runde durch Zufall auch gleich weiter so, dann gegen den VfL Wolfsburg. Nicht nur, dass man die Partie des gestrigen Abends schon am kommenden Wochenende wieder hat, gab es die angesprochenen Gründe, welche durchaus für ein anderes Livespiel gesprochen hätten. Nicht nur die vermeintlichen Experten im Staatsfernsehen vom FCB sind ein Indiz, warum man sich immer wieder fühlt, wie wenn man bei FCB-TV gelandet wäre, sondern auch, dass man dort ständig diese Mannschaft präsentiert bekommt, was nicht gerade für Vielfalt spricht. Scheinbar hat das Staatsfernsehen aber noch nicht genug Probleme, denn sonst würden sie nicht an diesem Kurs festhalten. Trotzdem soll es auch diesmal wieder mit den frühen Abendspielen losgehen. Vorab sei verraten, dass es noch nicht einmal eine Verlängerung gab, womit gleich ein großer Unterschied zu den frühen Abendspielen des Vortags geschaffen war. Da war ein erster Knaller dieser Runde in Niedersachsen und Hannover 96 hatte nach langen vier Jahren in diesem Wettbewerb mal wieder ein Heimspiel und empfing Fortuna Düsseldorf. Die 96er begannen dann auch gleich damit, die Düsseldorfer richtig abzuschießen und es war doch sehr merkwürdig, dass sie es mit sich machen ließen. Resultat nach 34 Minuten stand es schon 5:1. Danach wurde es wesentlich ruhiger und es endete 6:1. Auch dieses Spiel wurde wieder vor eher leereren Rängen ausgetragen. Ein Trend auch an diesem Abend, wie sich ebenfalls bei der Partie zwischen dem 1. FC Heidenheim und dem VfL Wolfsburg zeigte. Wer gewann wurde bereits verraten, so sei nur noch erwähnt, dass es ein ziemlich lahmes Spiel war, welches 1:0, eben für die Wölfe, endete. Nur 6.000 Zuschauer sahen das Spiel zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem FSV Mainz 05 und die Mainzer gingen nach einem Standard in Führung, allerdings glichen die Fürther noch aus und schafften sogar in den letzten Sekunden noch den 2:1-Sieg. Dies alles klingt allerdings spektakulärer, als es tatsächlich war. Die Begegnung zwischen FC Astoria Walldorf und Darmstadt 98 war dann wirklich ausverkauft, was in diesem Fall allerdings auch nur etwa 4.000 Zuschauer bedeutete. Trotz größerem Klassenunterschied war es ein Spiel auf Augenhöhe, welches doch etwas überraschend mit einem 1:0 für die Walldorfer endete.

Und dann noch einmal Berlin
Kommen wir nun zu den letzten vier Spielen, welche am späteren Mittwochabend ausgetragen wurden. Gaben die Fans von Hertha, wie berichtet, am Millerntor in Hamburg schon Gas, machte dies auch der Anhang vom 1. FC Union Berlin und zwar bei Borussia Dortmund. Beim BVB wurde gleich versucht das Stadion zu stürmen, was dazu führte, dass das Spiel erst 15 Minuten später losging. Auch die zweite Hälfte fing später an, da die Berliner, nach Ansage, ordentlich Feuerwerk abfackelten. Diese Runde im Pokal zeigte den Kontrollverlust des DFB doch sehr deutlich. Übrigens verschwieg man auch die Pyro in Dortmund bei der ARD, scheint ein neuer Zensurtrend zu werden. Fußballerisch wäre zum Beispiel dieses Spiel ein Toplivespiel fürs Staatsfernsehen gewesen, nicht nur durch die grandiose Stimmung, immerhin waren 12.000 Berliner angereist, sondern auch durch ein richtig interessantes Spiel. Es war Union, die mit einem Eigentor den BVB in Führung schossen, bevor sie wieder ausglichen. So ging es in eine torlose Verlängerung, bevor es im Elfmeterschießen souverän für Dortmund wurde, die so 4:1 gewannen. Das nächste wirkliche Topspiel, welches dem Bayernwahn im Staats-TV weichen musste, war der 1. FC Köln gegen 1899 Hoffenheim. Auch die Kölner hatten an dieser Stelle schon seit sieben Jahren kein Heimspiel mehr, was noch einmal belegt, wie erstaunlich groß das ständige Losglück der Bayern ist. Auch dieses Spiel sollte mit 1:1 in die Verlängerung gehen, allerdings endete es dort mit 2:1 und die Domstädter hatten unendlich viel Glück, nicht nur weil der späte Ausgleich der SAP-ler als Abseitstor gewertet wurde. Die Schiedsrichterleistungen waren übrigens am gestrigen Mittwoch durchaus mit denen vom Dienstag vergleichbar, auch wenn es hier nicht im Detail erwähnt wurde. Wenn ein Spiel, wie das zwischen dem 1. FC Nürnberg und Schalke 04 auch nicht ausverkauft ist, rundet dies das Thema Blamage für den DFB wieder weiter ab und auch dieses Spiel hätte sich für die Zuschauer der ARD gelohnt, denn es sollte kurios werden. S04 führte souverän mit 3:0 und schaffte es tatsächlich durch ein Eigentor und einen verschuldeten Elfer, es selber noch einmal richtig spannend zu machen. Am Ende gewannen sie mit 3:2 und ganz viel Glück. Was bleibt ist das bereits angesprochene ARD-Livespiel, welches vor allem durch Tom Bartels, der sich ironischerweise selbst auch schon einmal unabhängiger Zuschauer nannte und Mehmet Scholl eher eine Verkaufsschau für das Produkt FC Bayern München wurde. In dieser Dauerwerbesendung scheute man auch nicht, selbst Fehlpässe einen Erfolg zu nennen. Es endete 3:1 und war ein übliches Bayernspiel mit viel Langeweile, Support von Schiri Sascha Stegemann und der bekannten Unfairness. Der Schluss soll aber noch einmal der ARD gewidmet sein, wo man immer wieder gerne gegen gewisse Fangruppierungen hetzt, hörte man über Minuten bei den Bayern aber Gesänge über asoziale Schwaben, schweigt man einfach und lässt es unkommentiert, auch dies rundet ein Bild dieser Pokalrunde ab.

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