Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Der Pokalauftakt 2017 – Volle Kanne gegen den DFB

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Nur noch wenige Tage und dann beginnt am Freitag endlich wieder die Bundesliga. Auch wenn die Vorzeichen wieder keine guten sind, bleibt die Hoffnung. Der 18. Supercup in Deutschland bot zuletzt schon die angesprochenen Vorzeichen, denn der FC Bayern München gewann wieder bei Borussia Dortmund und dies in der bekannten Art und Weise, womit schon der erste Titel der Saison nicht unter sportlichen Aspekten vergeben wurde. War die Premiere des Videobeweises, den es im DFB-Pokal nicht gibt, dort gleich eine Blamage, tat sich auch sonst noch einiges im Vorfeld des Saisonauftakts. Wegen Unstimmigkeiten zum Thema Doping trennten sich die ARD und Mehmet Scholl, was grundsätzlich erst einmal eine sehr gute Nachricht war. Schlecht sah es hingegen im Bereich Sponsoring aus, denn VW wird nun Hauptsponsor der UEFA, nachdem man dies gerade erst bei den LÖWenherzen wurde. Es ist vielsagend, dass Verbände, wie UEFA und DFB, die so viel mit Manipulationen, Skandalen und Affären zu tun haben, nun ausgerechnet VW als Geldgeber haben. Schließlich weiß man, mit welcher betrügerischen Energie bei Volkswagen Geschäfte gemacht werden. Da scheinen sich tatsächlich die Richtigen gefunden zu haben. Natürlich erkennt man schon bis hierher, warum der Widerstand auch im Fußball weiter anwachsen wird und dies zeigte sich selbstverständlich auch gleich schon in der 1. Hauptrunde der neuen Saison im DFB-Pokal. Schon das erste Spiel zwischen TuS Koblenz und Dynamo Dresden bot reichlich Protest gegen den DFB und noch vieles mehr. In Koblenz konnte wegen dem Umbau des Stadions nicht gespielt werden und so musste man nach Zwickau ausweichen, da angeblich nichts anderes zur Verfügung stand, somit wurde es quasi zu einem Heimspiel für Dynamo. In diesem Spiel fiel dann auch der erste Treffer der neuen Pokalsaison und dies nach einer Fehlentscheidung des Schiris, was für sich sprach und gleich wieder einen Trend für diese Runde starten ließ. Am Ende siegte Dresden mit 3:2 und es gab keine Pokalüberraschung. Den ersten echten Heimsieg dieser Runde gab es im Nordderby beim 2:1 zwischen Holstein Kiel und Eintracht Braunschweig, welcher an diesem Tag auch der einzige bleiben sollte. Die erste Verlängerung nach torlosen 90 Minuten gab es in der Fächerstadt, wo der Karlsruhe SC gegen Bayer 04 Leverkusen antrat und die Werkself schaffte erst in der Bonuszeit Klarheit und siegte dort, dann aber überzeugend, mit 3:0.

Der mittelmäßige Samstag
Man konnte denken, dass es am Samstag dann richtig zur Sache gehen sollte, denn es standen Spiele satt an, die meisten gab es um 15.30 Uhr, also zur bekannten Hauptzeit aus der Liga. Zu diesen Spielen muss man sagen, bei den Millionen Euro, welche aufliefen, war es eher schwach bis durchschnittlich und wirkliche Granatenkracher blieben völlig aus. Dies galt auch für die ganz großen Pokalüberraschungen, mit denen man diesen Wettbewerb noch immer verkaufen will. Dies versuchten auch die Staatsmedien wieder und zwar mit Geschichten von denen man langsam wissen müsste, dass sie im Kommerzzirkus des DFB eher nicht passieren, dass man dies trotzdem suggeriert, grenzt schon wieder an den Bereich der Fake-News. Selbstredend war natürlich, dass die Schiris wieder die bekannte Rolle spielten und es so gleich haufenweise problematische Elfmeter, Platzverweise und andere strittige und auch schlichtweg wieder falsche Entscheidungen gab. So wurde es dann leider doch etwas enttäuschend, was die Stimmung im Fußball wieder nicht verbesserte. Was nicht fehlen dürfte, war ordentlich Pyro und hier war zum Beispiel wieder der Anhang aus Frankfurt ganz weit vorne. Auch bei diesem Thema, wie auch in den Belangen zum Thema Schiris, merkte man schnell, dass sich die Staatsmedien auch in dieser Saison wieder ganz auf die Seite des DFB stellen und damit natürlich ebenfalls weiter mit massiven Gegenwind zu rechnen haben, welcher absolut gerechtfertigt ist. Auch die weiteren drei Spiele, welche um 18.30 Uhr angepfiffen wurden, passten in das gerade beschriebene Bild. Hier kann man dann vielleicht noch die Partie zwischen Arminia Bielefeld und Fortuna Düsseldorf hervorheben, da es dort die zweite Verlängerung im laufenden Wettbewerb gab, da es nach 90 Minuten 1:1 stand. Am Ende siegte dann die Fortuna mit 3:1. Den Abschluss eines mittelmäßigen Samstags gab es dann mit der Begegnung zwischen den Würzburger Kickers und Werder Bremen und man war nicht überrascht, dass auch hier die Sensation ausblieb und stattdessen die Jungs von der Weser mit 3:0 gewannen.

Nächster Tiefpunkt für das Staatsfernsehen und den DFB
Bevor die Sonntagsspiele das Thema werden, soll es noch um die samstagabendliche Berichterstattung im ZDF zu den Abendspielen aus dem Pokal gehen. Exakt ein Tor, was man vorher noch nicht gesehen hatte, bekam man geboten, eine totale Frechheit in Sachen Pokalberichterstattung. Da gab es dort selbst mehr Berichte zum Fußball aus England. Ein weiterer Tiefpunkt fürs Staatsfernsehen und natürlich auch für den DFB, für den es aber noch schlimmer kommen sollte. Was die Staatsmedien angeht, zeigte so auch der Pokal, dass die Zwangsabgabe Namens Rundfunkbeitrag längst keinerlei Rechtfertigung mehr hat. Der Sonntag sollte dann zwar etwas spannender werden aber die richtig großen Knaller blieben wieder aus, auch wenn es kleinere Überraschungen gab. Nicht wirklich überraschend war, was sich beim Nordderby an der Bremer Brücke abspielte, wo der VfL Osnabrück auf den Hamburger SV traf. Erst einmal muss man erwähnen, dass dort die Choreo verboten wurde, was spätestens seit der letzten Saison auch ein Trend geworden ist, der ebenfalls immer wieder für noch mehr Spannungen sorgt. Dies gilt auch für so manche Schiedsrichteransetzung, wie in diesem Fall mit Deniz Aytekin. Ein Kartenspiel war damit gesetzt und Osnabrück früh nur noch mit zehn Mann auf dem Platz. Allgemein war die Leistung von Aytekin wieder nur ein ganz schlechter Witz. Trotzdem sollte der VfL den HSV mit 3:1 aus dem Pokal werfen. Auch sonst machten die Schiris weiter, wie schon an den Vortagen, was natürlich kein Kompliment ist aber längst dem Alltag entspricht. Elfer, Rudelbildung und eben Kartenspiele, es gab wieder viel zum Diskutieren. Diskussion gibt es auch weiterhin bei Hannover 96, die souverän mit 6:2 beim Bonner SC gewannen. Die Stimmung dort bleibt aber im Keller, was sich auch im Boykott in Sachen Support durch die wahren Fans zeigte. Ausverkauf ist längst auch das Problem in der niedersächsischen Landeshauptstadt, was in der Saison noch für einige Probleme sorgen dürfte. Um in Niedersachsen zu bleiben, zeigte der VfL Wolfsburg mit einem ganz mageren 1:0 bei Eintracht Norderstedt, warum er eigentlich nichts in der Bundesliga zu suchen hat aber zum 20. Ligageburtstag hatte man sich in der Relegation mit Mogelei die Klasse gesichert und ist so nicht nur im Pokal weiterhin mit dabei. Abends kickte der 1. FC Magdeburg noch den FC Augsburg raus und richtig Glück hatte der VfB Stuttgart, der es bei Energie Cottbus mit sehr viel Glück ins erste und einzige Elfmeterschießen dieser Runde schaffte und dort auch noch glücklich mit 6:5 siegte.

ARD-Spalter und die Folgen des Ausverkaufs
Am kommenden Freitag startet, wie bereits erwähnt, die Saison in der Bundesliga und es wird Montagsspiele geben, auch eine Neuerung in Sachen Ausverkauf, welche die Laune der wahren Fans verständlicherweise eintrübt und dies wird nicht folgenlos bleiben. Am gestrigen Montag gab es die letzten vier Partien der Pokalauftaktrunde 2017 und wieder sollten die Einflussnehmer des DFB, die man auch Schiedsrichter nennt, die bekannte, negative Rolle spielen. Zwei Spiele muss man wohl hervorheben, wozu auch das Livespiel dieser Runde in der ARD zählt, wo Hansa Rostock auf Hertha BSC Berlin traf aber zu diesem Hochrisikospiel später mehr. Erst einmal direkt in die Hauptstadt, wo es vor der Partie zwischen BFC Dynamo und Schalke 04 immerhin 80 Festnahmen gab und Berlin mit 0:2 ausschied. Stefan Effenberg gab an diesem Abend übrigens den Scholl bei der ARD und schlechter konnte er es nicht machen, was aber auch nicht gut bedeutet. Hubschrauber, Wasserwerfer, nur gut Zweidrittel des Gästekontingents erlaubt und somit nur 2.000 Hertha-Fans an der Ostsee im Stadion, um kurz aufzuzeigen, wo es an diesem Abend hingehen sollte. Robert Hartmann gab den Schiri und war wohl noch etwas erschöpft vom Freitag, wo er in Karlsruhe pfiff und somit in Rostock unterirdisch gegen Hansa agierte. Viele Fans beider Teams protestierten in weißen T-Shirts gegen den Ausverkauf, so wurden bis ganz zum Ende dieser Pokalrunde gute Zeichen gegen den Kommerz gesetzt, volle Kanne gegen den DFB eben und dies ist gut so. Nach wirklich langweiligen und torlosen ersten 45 Minuten begann es nach der Pause mit einer kleinen Unterbrechung, da die Fans von Hertha ordentlich Pyro abbrannten, was aber nur der Anfang sein sollte. Schon an dieser Stelle flippte der ARD-Kommentator Gerd Gottlob mit den üblichen populistischen Beschimpfungen aus, was wieder zeigte, wie verroht man längst auch beim Staatsfernsehen ist. Deshalb ist es auch völlig unklar, warum man sich dort so über die Szenen, die sich gut eine Viertelstunde vor Abpfiff abspielten, als es richtig Krawall gab und das Spiel erneut unterbrochen werden musste, aufregt. Gottlob gab nun den richtigen Spalter, auch sein Job wird übrigens mit dem bereits kritisierten Rundfunkbeitrag finanziert. Am Ende kam die Hertha mit einem 2:0-Sieg weiter, der allerdings sportlich nicht zu bewerten ist und dies lag an der Leistung des Schiris, wie auch am DFB, der mit dem Ausverkauf solche Krawallspiele provoziert.

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