Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Der spanische Sieg und die deutschen Patzer

Paul, die orakelnde Krake aus Oberhausen, hatte wieder einmal richtig gelegen und ist damit in diesem Turnier noch einmal, wohl auch verdient, dem Grill entgangen. Nicht jeder Niederländer dürfte diese Auffassung am heutigen Tage teilen aber man muss auch festhalten, dass Spanien verdient Weltmeister wurde, denn der 1:0-Knaller war schon wunderschön und eben auch das einzige Tor in 120 Minuten. Damit ist Spanien amtierender Europameister und eben auch Weltmeister. Außerdem hat es das Land bei seinem ersten WM-Titel auch gleich geschafft, als erste Mannschaft auf einem anderen Kontinent zu siegen. Es war ein Kampfspiel aber das war abzusehen, versuchten doch beide Teams zum ersten Mal Weltmeister zu werden. In diesem Sinne gratuliert natürlich auch Der BALLacker den Spaniern aus vollem Herzen. Es ist aber auch richtig, dass es auch aus deutscher Sicht noch mehr als nur den dritten Platz zu feiern gab.

Niveauloser Abgang
Thomas Müller, einer der Stars der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika, räumte gleich noch zwei Titel ab, den des Torschützenkönigs mit 5 Treffern und auch den des besten Jungstars der WM 2010. Bei soviel Freude ist es traurig aus deutscher Sicht aber auch wieder zwei weniger schöne Sachverhalte festhalten zu müssen. Da ist zum einen der absolut niveaulose Abgang des DFB-Teams nach der Ankunft in Frankfurt, denn obwohl viele Fans auf ihre Mannschaft, die sie nun 4 Wochen unterstützt hatten, gewartet hatten, verschwanden die Protagonisten ohne sich feiern zu lassen. So verspielt man dann neben dem Weltmeistertitel im Fußball, auch noch in letzter Sekunde den der Sympathie.

Eine WM für Robert Enke
Zum anderen zeigte die WM 2010 aber auch, wie viel Heuchelei auch in dieser Sportart zur Tagesordnung gehört. Man hatte das Gefühl, als hätten die Aktiven, wie auch die Medienvertreter schon vergessen, dass Robert Enke hier fast zwischen den Pfosten gestanden hätte. Ein großer Aufschrei ging noch Ende letzten Jahres durch die Fußballwelt, als Enke sich durch seine Depressionen getrieben das Leben nahm. Da ist es traurig, wenn das Gedenken an seine Person bei einem solch wichtigen Turnier fast nicht stattfindet. Man muss wohl festhalten, dass die Nationalmannschaft nicht nur noch einiges auf dem Platz lernen muss. So muss man nun einfach hoffen, dass in zwei Jahren bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine einiges besser läuft und das in vielerlei Hinsicht.

Bislang ein Ballkontakt

  1. 12. Juli 2010

    | 16:01

    Der spanische Sieg und die deutschen Patzer…

    Während die DFB-Elf auf der heimischen Zielgraden patzten feierten die Spanier ihren ersten WM-Tite…

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