Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Der Spieltag der Trainer

Dieser Spieltag stand eigentlich ganz im Zeichen der Trainer. So konnte der Hamburger SV, nach einem 1:0-Rückstand in Stuttgart, noch seinen ersten Saisonsieg mit einem 2:1 gegen den VfB einfahren, was andeutete, dass es hier eine gute Entscheidung war den Trainer zu feuern, nachdem man ihm das Vertrauen ausgesprochen hatte. Auf Schalke sah es die Woche ganz anders aus, denn Trainer Ralf Rangnick trat völlig überraschend wegen Burnout-Syndrom zurück, was wieder zu großen Diskussion in der Fußballwelt führte. Was von all dem Gequatsche zu halten ist, weiß man seit dem Selbstmord von Robert Enke vor gut zwei Jahren, denn all dies ist leider auch wieder ganz schnell vergessen und verändern tut sich natürlich auch nichts, weder durch Enke, noch durch Rangnick. Aber auch Schalke 04 drehte einen Rückstand im eigenen Stadion gegen den SC Freiburg noch zu einem 4:2 und bewies so, dass sie für ihren Ex-Trainer gespielt hatten, dem sie diesen Sieg auch widmeten. Beim Revierrivalen von Borussia Dortmund sah es übrigens nicht anders aus, auch hier siegte man nach Rückstand noch mit 2:1 beim FSV Mainz 05. All dies sollte aber doch zum Randthema werden, denn am Abend stand für Bayer 04 Leverkusen ein weiterer Klassiker an und es ging in München gegen den FCB. Der Schiedsrichter gab auch direkt wieder Vollgas und so stand es schnell, nach zwei gelben Karten gegen die Werkself, nach Toren 2:0 für den Verein aus der Hauptstadt des süddeutschen Freistaates. Am Ende hatte man ein 4:1 nach gelben Karten gegen Leverkusen und ein 3:0 nach Toren für die Bayern.

Keine Überraschung beim Oktoberfest
Nachdem der Samstagabend also nicht überraschend war, sondern ein klassisches Bayern-Spiel bot, wurde aber natürlich das Thema Trainer aus Leverkusener Sicht wieder spannend, denn nicht ohne Grund wurde hier schon in der letzten Woche der Rücktritt von Robin Dutt gefordert, was durch dieses Spiel, völlig unabhängig von der Schiedsrichterleistung, noch einmal unterstrichen wurde. Der Sonntagsspieltag startete dann auch eher unerfreulich, da der 1. FC Köln scheinbar wirklich neue Kraft aus dem Derbysieg gezogen hatte und so auch das Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim mit 2:0 gewann. Zum Abschluss des 7. Spieltags sollte es dann noch einmal an der Weser interessant werden, denn Werder Bremen musste vor eigenem Publikum gegen Hertha BSC Berlin ran und es ging um die Frage, ob sie von Borussia Mönchengladbach in der Tabelle abgehangen werden sollten oder nicht, denn die Fohlen hatten am Vortag ihr Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg mit 1:0 gewonnen. Nur am Rande sei erwähnt, dass in Bremen ein Schiedsrichter aus München die Spielleitung hatte und rekordverdächtige zwölf Mal Gelb zeigte und davon zwei Mal Gelbrot. Dieses doch durchaus auch als turbulent zu bezeichnende Spiel, konnten die Bremer aber kurz vor Schluss noch mit 2:1 abschließen und schoben sich so wieder vor die Fohlen, die Ende der letzten Saison fast schon Pferdegulasch geworden wären. Somit haben die Bayern zum Glück auch weiterhin zwei enge Verfolger, was immer hin etwas am Ende diese Spieltags ist, wenn auch nicht wirklich viel.

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