Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Der Verein und das Feuerzeug

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Auch in der laufenden Saison werden hier Vereine und ihre Spielstätten vorgestellt und den Anfang macht diesmal ein Verein, den seitdem Saisonauftakt im DFB-Pokal 2015 wohl jeder kennt und dies liegt an einem Feuerzeug.

Beim Erstrundenspiel des VfL Osnabrück gegen RB Leipzig wurde der Schiedsrichter von einem Feuerzeug getroffen, welches aus der Kurve der Heimmannschaft kam. So kam es zum Spielabbruch und der DFB bestimmte RB Leipzig zum Sieger dieser Begegnung.

Schnell versuchten die Fußballverantwortlichen und ihre Medienhelfer diesen Zwischenfall, als eine Einzeltat darzustellen, was natürlich nicht haltbar war, regnete es doch ständig Gegenstände und selbst dies ist im deutschen Fußball längst Alltag, auch wenn meistens nicht mit solchen Konsequenzen.

Der VfL Osnabrück, also genauer gesagt der Verein für Leibesübungen von 1899 e. V. ist ein niedersächsischer Sportverein, welcher neben dem Fußball, um den es hier natürlich geht, auch noch die Sportarten Basketball, Gymnastik, Schwimmen und Tischtennis zu bieten hat.

Es war im April des Jahres 1899, als der Fußballverein unter dem Namen FC 1899 Osnabrück aus den beiden Freizeitmannschaften Antipodia Osnabrück und Minerva Osnabrück entstand. Es war dieser Verein der im Jahr 1900 das erste erfasste Fußballspiel einer Osnabrücker Mannschaft spielte, damals ging es gegen FC Brema Bremen und die Partie endete mit einem 1:1-Unentschieden.

Sechs Jahre später sollte es international werden und so spielte man1906 gegen Tubantia Hengelo aus den Niederlanden und gewann mit 3:2. Allerdings war damals der FC Teutonia Osnabrück, der im Jahr 1902 gegründete wurde, der beste Verein der Stadt. 1903 gründete sich auch noch der FC Olympia Osnabrück. Ebenfalls sehr erfolgreich zu dieser Zeit war auch noch der Osnabrücker Ballspielverein 05.

Nach dem Ersten Weltkrieg schlossen sich dann der FC Teutonia und der FC Olympia zusammen und wurden Spiel und Sport Osnabrück. Im Jahr 1920 gab es den nächsten Zusammenschluss und so fanden die Rivalen FC 1899 und der Osnabrücker Ballspielverein zusammen zum Ballspielverein Osnabrück von 1899 oder kurz OBV. Wiederum im April, allerdings diesmal im Jahre 1924, kamen der OBV und Spiel und Sport zusammen und dies zunächst unter dem Namen Spiel und Sport. Ein Jahr später wurde der Name jedoch in Verein für Leibesübungen von 1899 Osnabrück geändert und der VfL Osnabrück war geboren.

2013 hatte der Verein knapp über 3.000 Mitglieder und man mag es kaum glauben aber auch dieser Verein hat eine erstklassige Vergangenheit und dies ist wörtlich zu nehmen, allerdings gilt dies auch nur bis 1963. Was dann folgte, war ein ewiges Hüpfen zwischen den Spielklassen, wobei es immer nur maximal für die 2. Liga und noch nie für die Bundesliga reichte.

Um noch einmal auf die Ausschreitungen vom Anfang zurückzukommen, gab es im Stadion von Osnabrück noch einen ganz anderen traurigen Zwischenfall, mit welchen Fußballgeschichte geschrieben wurde. Es war der 10. September 2011 und ein Münsteraner Ultra brachte einen Sprengsatz beim Spiel in der Osnatel-Arena zur Explosion. Damals wurden 33 Menschen in der Spielstätte verletzt und der Täter wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt. Dies ist die höchste Strafe in Deutschland im Zusammenhang mit Fußball seit dem Jahr 1998, wo deutsche Hooligans wegen schwerer Körperverletzung an einem französischen Polizisten verurteilt wurden.

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