Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Der vorletzte Akt 2014

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Graues Nasskalt bestimmte in den letzten Tagen das Wetter und auch die Bundesliga trug unter der Woche erst einmal nicht wirklich zur Stimmungsaufhellung bei. Der 16. Spieltag startete am Dienstag mit einer Menge Grottenkicks gepaart mit den bekannten, unterirdischen Schiedsrichterleistungen. Das Langeweile dort ist, wo das forcierte Premiumprodukt der Liga auftaucht, ist man schon lange gewohnt, da fiel das Spiel des FC Bayern München gegen den SC Freiburg, welches der FCB mit 2:0 gewann, auch nicht mehr großartig auf und wird selbstverständlich nicht weiter kommentiert. Ganz im Norden der Republik sorgte Mr. Phantomtor für ein lächerliches Spiel im Kellerduell zwischen dem Hamburger SV und dem VfB Stuttgart. Felix Brych ließ eine klare Tätlichkeit von Rafael van der Vaart einfach durchgehen, anstatt die rote Karte zu geben aber wer Tore sieht, die es gar nicht gibt, dem kann auch so etwas passieren. Nachdem die Stuttgarter mit 1:0 in Führung gegangen waren, wurden sie in der Folge gleich mit einer lächerlichen roten Karte dezimiert aber auch so konnte Brych am Sieg der Schwaben nichts mehr ändern. Es sind diese Spiele, die immer wieder beweisen, dass nicht Phantomtore das Probleme in der Liga sind, sondern eben die allgemeine Leistung der Schiris und es sollten noch weitere Beweise folgen. Einen Beweis gab es in der Domstadt, wo sich der 1. FC Köln und der FSV Mainz 05 0:0 trennten und man einräumen muss, dass Florian Meyer der rheinischen Fahrstuhlmannschaft drei Punkte klaute, nicht nur, dass er allgemein gegen die Kölner agierte, nahm er ihnen auch den Siegtreffer, obwohl es kein Abseits war. Merkwürdig ging es auch in der niedersächsischen Landeshauptstadt zu, wo Hannover 96 mit 2:0 über den FC Augsburg siegte, was allerdings gar nicht so deutlich war. Die vermeintliche Deutlichkeit verdankte man ebenfalls wieder dem Schiri. Christian Dingert, der schon in der Vorsaison in dieser Partie patzte, war auch diesmal wieder völlig überfordert und da war der fragwürdige Elfer, welcher zum 2:0 führte, nur ein Beispiel für. Anstatt dieses Thema endlich einmal ausreichend aufzugreifen, redet man im Staatsfernsehen lieber die Augsburger in den Keller, welche sich angeblich noch nicht von der Niederlage gegen den FCB erholt hatten, womit man hier auch ganz nebenbei wieder das Premiumprodukt forcieren konnte. Zum Glück gab es aber auch noch einen Mittwochsspieltag.

Der völlig andere Mittwoch
Die letzten fünf Spiele des vorletzten Aktes vor der Winterpause in der 1. Liga boten dann doch auch gleich wesentlich mehr, als die gesamten Partien des Vortags und hier ging es gleich auch richtig los, was am Dienstag doch eher eine gefühlte Ewigkeit dauerte. Am Niederrhein fielen am Mittwochabend alleine schon so viele Tore, wie in alle Spielen des Dienstagabends zusammen. Noch besser sollte es in der Mainmetropole werden, wo fast doppelt so viele Tore fielen. Beginnen wir aber mit der Partie Borussia Mönchengladbach gegen Werder Bremen. Es war ein wirklich tolles Spiel und dies gilt nicht nur für die Fohlen, sondern auch für die Jungs von der Weser, warum der 4:1-Sieg für die Gladbacher eigentlich auch etwas zu hoch war und weitreichenden Folgen für die Tabelle haben sollte aber dazu später mehr. Die andere Borussia aus Dortmund trat vor meisterlicher Heimkulisse gegen den VfL Wolfsburg an und sollte gleich zweimal in Führung gehen, am Ende trennte man sich allerdings mit einem verdienten 2:2. Der Erzrivale Schalke 04 hatte dafür im letzten Auswärtsspiel der Saison richtig Glück. S04 musste nach Ostwestfalen zum SC Paderborn, wo Fußball noch mit Acker zu tun hat und so richtig Spaß macht. Die Paderborner Überraschungsliganeulinge gingen mit 1:0 durch ein Eigentor der Schalker in Führung und dieses war durchaus verdient. Am Ende unterlagen sie allerdings mit 1:2, was man durchaus unglücklich bezeichnen darf. Ein ganz besonderes Spiel gab es dann noch in Sinsheim, wo 1899 Hoffenheim nach dem Phantomtor aus der Vorsaison wieder auf Bayer 04 Leverkusen traf. Nicht ganz überraschend wurde die Mannschaft aus Leverkusen vom Publikum angefeindet, was vor allem für Stefan Kießling galt. Umso schöner war es, dass er ganz regulär den 1:0-Siegtreffer schoss. Fast noch schöner war es, dass er dem Staatsfernsehen, welches 14 Monate zuvor so sehr gegen ihn, anstatt gegen den schuldigen Schiri Felix Brych, hetze, kein Interview gab. Sowas nennt man vorbildlich und dieser Weg nimmt glücklicherweise auch immer mehr zu. Trotz dieses Sieges, der für die Verlierer keine Veränderung in der Tabelle brachte, rutschte Leverkusen, wegen dem hohen Sieg der Gladbacher, einen Platz ab. Den absoluten Knaller bot dann aber die Begegnung zwischen Eintracht Frankfurt und Hertha BSC Berlin. Die Hertha ging mit 3:0 in Führung und führte zur Halbzeit noch immer 3:1. Deutlich mag man denken. Nach der dann folgenden 4:2-Führung für den Hauptstadtclub, schafften die Hessen noch den 4:4-Ausgleich und hätten dieses Spiel auch noch durchaus gewinnen können, was belegt, dass hier nichts deutlich war. Am Ende entschädigte dieser Mittwoch wirklich für den Mist vom Dienstag.

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