Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Der wahre Skandal des 28. Spieltags

Was soll man zu diesem 28. Spieltag sagen? Sportlich gesehen gibt es schon einmal so gut wie kaum etwas dazu zu sagen, außer vielleicht, dass Bayer 04 Leverkusen in der Pfalz mit einem 1:0-Sieg über den 1. FC Kaiserslautern an Borussia Dortmund, die vor heimischer Kulisse souverän 4:1 gegen Hannover 96 siegten, dran bleibt. Sonst blamierte sich der FC Bayern München im eigenen Stadion mit einem 1:0-Glückssieg gegen den Dauerletzten Borussia Mönchengladbach schon wieder einmal und es gab extrem wenige Tore, dafür aber einen handfesten Skandal. Nun werden alle an den Spielabbruch im Norden, beim 0:2 des FC St. Pauli gegen Schalke 04 denken, den der Wurf eines Bierbechers auslöste, dass ist aber gar nicht gemeint. Der wahre Skandal ereignete sich beim allerletzten Spiel dieses Spieltags zwischen dem VfL Wolfsburg und der Eintracht aus Frankfurt, denn auf der Bank der Hessen tauchte ein alter Bekannter wieder auf und man sah Christoph Daum, den man hier, scheinbar zum wiederholten Mal, durch die Hintertür, wieder in der Bundesliga etablieren will. Das Spiel endete mit einem 1:1-Unentschieden aber dies ist irrelevant im Kontext dessen, dass sich zu mindestens der Uli noch genau daran erinnert, wie klar es damals bei allen Fußballbeteiligten und den Medien war, dass der Drogenkonsument Christoph Daum nie wieder in die 1. Liga zurückkehren sollte. Nach einem scheinbaren Test in Köln, als man dort noch in der 2. Liga spielte, soll er nun scheinbar mit diesem Engagement in der 1. Liga komplett rehabilitiert werden, was genau wie der Umgang mit dem tragischen Tod von Robert Enke belegt, wie groß die Heuchelei im deutschen Fußball ist. Das ist der wahre Skandal dieses Spieltags.

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