Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Der wohl langweiligste Rekord der Welt

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Die Länderspielpause für die letzten beiden Qualifikationsspiele auf dem Weg zur WM 2018 in Russland wurde, neben der großen Bayernshow, vor allem dafür genutzt, den falschen Weg zu verkaufen, auf dem sich der DFB und die DFL befinden. Es ist nicht mehr viel davon geblieben, was DFB-Boss Reinhard Grindel noch vor gar nicht allzu langer Zeit über Dialogbereitschaft erzählt hatte. Dies bewies auch sein Vize, der auch DFL-Chef ist und das Staatsfernsehen nutzte, um den Irrweg zu verkaufen, auf welchem sich die Liga befindet. Christian Seifert beim ZDF eine solche Plattform zu bieten und der Propaganda freien Lauf zu lassen, zeigte wieder einmal deutlich, wo man auch diesen Sender einordnen muss. Hatten sich die LÖWenherzen unspektakulär und vor allem auch wieder gewohnt langweilig am Donnerstagabend in Belfast schon qualifiziert, stand am Sonntagabend noch das letzte Spiel dieser Quali an und es ging in Kaiserslautern gegen Aserbaidschan. Damit gab es zum Schluss noch einmal ein Geschenk in der Freilosgruppe, welches man nur annehmen musste, denn ein Sieg konnte einen Weltrekord bedeuten. Trotz dieser Vorgabe war der Betze nicht ausverkauft, was für sich spricht. Grindel bekam auch bei RTL wieder seine Plattform, womit sich die bereits angesprochene Kritik auch gegen diesen Sender richtet, vor allem da man auch dort die Gegner des Ausverkaufs nicht zu Wort kommen ließ, was zeigt, wie wenig man dort mit unabhängigem Journalismus zu tun hat. Das Spiel begann mit einem frühen 1:0 und dann war es das auch wieder erst einmal und es wurde gewohnt langweilig und weltmeisterlich war wieder nichts. Nach gut 30 Mininuten hatten sich dann alle Expertentipps erledigt, denn die sahen alle kein Tor für Aserbaidschan vor. Mit diesem 1:1 ging es dann auch in die Pause. Natürlich packte man auch gleich wieder die bekannten Ausreden aus und so gab es wieder das Gelaber vom nicht eingespielten Team, was eigentlich immer aufgetischt wird. Wenn dies tatsächlich das Problem sein sollte, hätte man schon vor langer Zeit die Arbeit des Bundestrainers hinterfragen müssen.

Der bedeutungslose Weltrekord
Man sieht, die zweite Halbzeit konnte nur besser werden und so kam es dann auch, dies lag allerdings daran, dass Aserbaidschan die Kraft verlassen hatte. So gab es erst einmal wieder einen frühen Treffer aber auch die bekannten Fehler setzten sich fort. Von Stimmung konnte man übrigens kaum sprechen, was der Leistung entsprach. Ein Standard brachte dann das 3:1, gefolgt vom 4:1. Man sollte nur daran denken, dass die Großen bei der kommenden Weltmeisterschaft nach 45 Minuten eher nicht müde werden. Immerhin wurde nun die Stimmung etwas besser und kurz vorm Ende fiel dann noch der Endstand von 5:1. Dieser zehnte Sieg im zehnten Qualispiel war übrigens nicht der Weltrekord, um den es in Kaiserslautern ging, denn dies hatten die Spanier schon geschafft, es ging ums dazugehörige Torverhältnis von 43:4, wobei man vorm Auge haben muss, dass es eine absolute Freilosgruppe war. RTL, die natürlich auch diesmal wieder mit ihrer penetranten Eigenwerbung nervten, begannen schon kurz vor der Halbzeit damit, die LÖWenherzen in den Fußballhimmel zu schwätzen. Was man über all die angesprochene Werbung in der Quali wohl verpasst hatte, war, dass es nicht ein Spiel gab, wo die Leistung über 90 Minuten stimmte und dies in einer solchen Gruppe. Dies zeigt, wie weit man noch von der Leistung entfernt ist, welche man zur Titelverteidigung braucht. Natürlich waren die zehn Spiele ein Durchmarsch aber man muss auch schauen, welchen Anspruch Bundestrainer Joachim Löw seinen Jungs angeheftet hat, denn es zählt in Russland nur eines und dies ist der Weltmeistertitel. Eine Sache hat sich über die gesamte Quali übrigens nicht verändert, so muss es noch immer den angesprochenen Leistungssprung geben, will man das Ziel wirklich erreichen und die Fans nicht, wie zuletzt in Frankreich, schon wieder enttäuschen, wo man das Versprechen Europameister zu werden auch gebrochen hatte. So muss man festhalten, eine Etappe ist geschafft, allerdings die allerleichteste, ernst wird es erst im Sommer und da gelten auch keine Ausreden mehr.

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