Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Deutscher Fakefußball Bund

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Der 11. Spieltag stand schon wieder unter einem ganz schlechten Stern, denn bevor es am Main losgehen sollte, brach schon der nächste Skandal beim DFB auf und man ist nicht überrascht, dass es wieder einmal um den ablehnungswürdigen Videobeweis ging. Die geltenden Regeln im Bereich dieser Technik, welche die Bundesliga seit dem Saisonauftakt verfälschen, wurden zwischendurch noch einmal verändert und so wurde noch größerer Freiraum für mögliche Manipulationen geschaffen. Die Rolle vom DFB-Chef Reinhard Grindel bleibt auch diesmal wieder äußerst dubios und lässt eigentlich nur zwei Möglichkeiten zu. Entweder setzt er seinen zerstörerischen Kurs in Sachen Fußball fort oder er hat seinen Laden nicht im Griff. Beides zeigt deutlich auf, wie geeignet so eine Person für einen zielführenden Dialog zur Befriedung des Fußballs ist. Freitagabend ging es dann in der Mainmetropole zwischen Eintracht Frankfurt und Werder Bremen los und die Jungs von der Weser hätten es fast geschafft und immerhin einen Punkt geholt, da die Frankfurter ganz kurz vorm Ende aber noch das 2:1 schossen, bleibt es nun weiter düster im Norden. Spätestens am Samstag sollte man sich wieder fragen, warum die Bundesliga nicht an einer Spielkonsole in Köln ausgespielt wird, dies hätte dann wahrscheinlich mehr mit Sport zu tun. Es sollte sich wieder verdeutlichen, warum man vom großen Fake sprechen muss. Ebenfalls glasklar vor Augen sollte man immer haben, dass es ausgerechnet Hellmut Krug ist, der schon auf dem Platz ein wahrer Meister des Geschmäckles war, der nun in Sachen Videobeweis den Projektleiter gibt. Spannend ist selbstverständlich auch, wie massiv das Gemecker bis hin zur Empörung in den Staatsmedien längst schon ist, um dann aber doch wieder so zu berichten, als würde man eine ganz normale Sportveranstaltung präsentieren. Welche Möglichkeiten hier, nicht nur mit der neuen Technik, geschaffen wurden, um Optionen zu haben, die Liga extern steuern zu können, ist dort dann kein Thema. Wie man es kennt, ist es wieder so viel Kritik, dass man sich bei den vermeintlich Mächtigen keine allzu großen Feinde macht. Unabhängiger Journalismus sieht selbstverständlich anders aus.

Neben dem Platz
Ganze Begrifflichkeiten müssten nun eigentlich geändert werden, so müsste es nicht mehr auf dem Platz heißen, denn immer mehr wird neben dem Platz entschieden. Am Samstag stand der große Klassiker aus alten Zeiten an und der Hamburger SV empfing den VfB Stuttgart und es gab gleich eine kuriose erste Halbzeit mit Geschmäckle. Nicht nur, dass die Schwaben früh von Schiri Guido Winkmann dezimiert wurden, gab es dann noch ein 1:0 für den HSV, welches durch ein Eigentor entstand und es lud durchaus zum Schmunzeln ein. Gar nicht lustig wurde es in der zweiten Halbzeit, wo es dann den Ausgleich für die Stuttgarter durch einen Elfer gab, der wieder einmal in Köln, eben neben dem Platz, gegeben wurde. Umso überraschender wurde es danach, und es ist traurig genug, dass man es so formulieren muss, denn der HSV ging mit einem Doppelschlag, ganz ohne Diskussionen, einfach aus dem Spiel heraus 3:1 in Führung, was dann nicht nur der Endstand war, sondern auch der 500. Heimsieg des Dinos aber eben leider mit Geschmäckle. Mit der Partie zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FSV Mainz 05 geht es dann auch gleich ums erste völlige Skandalpiel an diesem Spieltag. Schiedsrichter Sven Jablonski sorgte auf dem Platz dafür und dies mit Unterstützung vom legendären Wolfgang Stark in Köln. Dies galt schon beim 1:0 für die Mainzer aber noch mehr beim 2:0, welches nach einer halben Ewigkeit erst zurückgezogen wurde. So sorgt man für immer mehr gerechtfertigten Widerstand, auch im Fußball. In der zweiten Halbzeit gingen die Ungereimtheiten munter weiter, was zeigt, warum man immer mehr Spiele in dieser Saison nicht werten kann, wenn man von Sport sprechen möchte. Auch dort gab es dann eine ähnliche Überraschung, wie in Hamburg, denn auch im Borussenpark gab es ein ganz normales Tor zum 1:1, was ebenfalls das Endergebnis war. So entwickelte es sich zunehmend wieder zu einem traurigen Nachmittag in Fußballdeutschland, was leider in dieser Saison längst der Spielalltag ist.

Keine Wende
Auch im Spiel zwischen dem FC Augsburg und Bayer 04 Leverkusen gab es in der ersten Halbzeit große Diskussionen, gab es doch einen Handelfer für den FCA, der dann von Schiedsrichter Christian Dingert aufgehoben wurde und man dort so torlos in die Pause ging. Neben der ablehnungswürdigen neuen Technik sind die Regeln zum Handspiel ein ähnlich großes Problem, werden sie doch an jedem Spieltag völlig unterschiedlich, eben scheinbar so, wie man es gerade braucht, ausgelegt. Es ist schon so weit, dass Reporter in den Staatsmedien sich ausklinken, weil sie es nicht mehr verstehen, was vielsagend ist. Aber zurück zum Spiel, wo es nach der Pause die Führung für die Leverkusener gab, allerdings auch direkt den Ausgleich durch die Augsburger. Trotz dieses interessanten Spiels war es übrigens wieder ziemlich leer auf den Rängen, eben auch ein Trend, welcher vielsagend zur allgemeinen Entwicklung passt. Am Ende blieb es beim 1:1, was für B04 vor allem wieder bewies, dass die Wende, trotz zweier wichtiger Derbysiege, noch lange nicht vollzogen ist. Diese scheint aber eben mit Rudi Völler und seinen Managerfreunde auch nicht möglich zu sein, was endlich Folgen haben sollte. Hannover 96, wo man so sehr für den Erhalt der Tradition kämpft, musste ausgerechnet bei RB Leipzig, damit also bei den Antitraditionalisten, ran, wo es überschaubare erste 45 Minuten ohne Tore gab. Was die Staatsmedien nicht davon abhielt, den Brauseclub wieder großzureden, was immer lächerlicher wird. Dazu passte auch, dass es die 96er waren, die im zweiten Durchlauf mit 1:0 in Führung gingen. Bedauerlicherweise sollte der Dosenclub das Spiel in den letzten 20 Minuten noch drehen und ausgerechnet der Schwalbenkönig Timo Werner sollte dann auch noch den Siegtreffer zum 2:1 schießen. Im Breisgau traf dann noch der SC Freiburg auf Schalke 04 und alle waren sich einig, dass dies kein Problem für S04 sein sollte, allerdings ging es auch dort ohne Tore in die Pause. Immerhin schafften die Schalker dann in der zweiten Halbzeit mit einem abgefälschten Glückstreffer die Führung. Mit diesem 0:1 sollte es dann auch enden, was viel über das Spiel und die beiden Teams aussagte.

Was macht eigentlich das Drehbuch?
Bevor es zum ganz speziellen Abendspiel geht, muss noch erwähnt werden, dass man durch den neusten Skandal beim Videobeweis auch gar nicht mehr weiß, was aktuell gilt, vielleicht sieht es in einigen Wochen wieder rückwirkend ganz anders aus, offensichtlich ist in diesem Bereich schließlich alles möglich. Borussia Dortmund gegen den FC Bayern München war ein Spiel, welches wieder im Vorfeld groß gefeiert wurde, dabei weiß man, nicht erst seit dem letzten Wochenende, dass genau diese Spiele meistens die puren Skandalspiele sind, wie verheerend dies ist, zeigt natürlich auch ein Blick auf die Tabelle. Zwangsläufig fühlt man sich wieder an ein Drehbuch erinnert, nach welchem alles abgearbeitet wird und so sollte es auch wieder am Samstagabend der Fall sein. Erste Bilder im so genannten Free-TV gab es im Staatsfernsehen und da es das ZDF war, kam der Kommentar von Bela Réthy, was sich wieder anhörte, wie direkt vom FCB-TV. Da ging es natürlich unter, dass das vermeintliche Premiumprodukt des deutschen Vereinsfußballs wieder vor allem durch ein Eigentor und Glückstreffer glänzte. Beim Zwangsbezahlfernsehen wurde auch nicht ordentlich erklärt, dass der Videobeweis nicht gegen den FCB eingesetzt wird, was auch diesmal nicht mehr überraschte. Zum Feiern gab es an diesem Abend in Sachen Fußball somit wieder äußerst wenig, außer man steht auf ganz dünne und extrem langweilige Drehbücher. Am Sonntag ging es dann in der Domstadt los und der 1. FC Köln traf auf 1899 Hoffenheim. Eigentlich sollte man glauben, dass man dort den Schiedsrichter in Sachen Ergebnis nicht brauchte, warum es irritierte, dass es Deniz Aytekin war aber wer weiß schon genau, welche Ziele im Detail verfolgt werden sollten. So gab es dann das zu erwartende Kartenspiel, etwas überraschend bei dem Schiri war nur, dass es keinen Platzverweis gab. Ganz und gar nicht überraschend war der 3:0-Sieg der SAP-ler, womit Köln weiter auf Negativrekordjagd bleibt. Ganz zum Schluss traten dann noch der VfL Wolfsburg und Hertha BSC Berlin gegeneinander an und es war eine Art Zusammenfassung des Spieltags. Robert Kampka machte den Schiri und prägte das Spiel wieder mit dem Videobeweis, einem Elfer und acht Toren. Man ist nicht irritiert, dass es trotzdem nur 3:3 endete und sportlich nicht zu werten war.

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