Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Die große Show der Bayern

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Es ist Samstag und somit müsste man sich eigentlich jetzt wieder über die Bundesliga und den Videobeweis ärgern aber es ist Länderspielpause und so fällt der Videobeweis weg. Die Bundesliga bleibt dank dem vielzitierten Zufall aber auch in der Länderspielpause das große Thema und dafür ist natürlich wieder das vermeintliche Premiumprodukt des deutschen Vereinsfußballs verantwortlich. Pünktlich zum Auftakt des nächsten Qualifikationsspieltages der LÖWenherzen, wo man in Belfast gegen Nordirland ran musste, sickerte volksBILDend durch, dass Jupp Heynckes der neue Trainer beim FC Bayern München werden soll. Da so ein Zufall selten allein kommt, war auch die Spielerauswahl klar auf den FCB ausgerichtet, so war zum Beispiel erst gar keiner vom BVB mit auf der Grünen Insel. Auch durch sowas hat der DFB mittlerweile fast die Glaubwürdigkeit der deutschen Politik erreicht. Der Ausverkauf dieses Sports ist an Dreistigkeit wirklich kaum noch zu überbieten. Glaubt man wirklich, dies alles würde den Zuschauern nicht auffallen? Was hat man nur für ein Bild von den Fans? Diese sollten dies aber alles auch so nicht hinnehmen, was zeigt, warum der Widerstand weiter wachsen muss. Immer mehr Show, immer weiter weg vom Sport, was kein Mensch braucht. Man merkt schon an diesen Zeilen, dass sich auch in Nordirland nichts unerwartet zum Positiven wenden sollte.

Immerhin geschafft
Gespielt wurde aber tatsächlich auch noch. Man ist nicht überrascht, die große Bayernshow blieb auf dem Platz wieder weitestgehend aus, besteht dort doch auch weiterhin ein großer Unterschied zwischen Anspruch und Realität. Zur Halbzeit stand es 2:0 für die DFB-Auswahl, wobei man über den frühen ersten Treffer durchaus hätte diskutieren können aber da RTL schon länger ganz auf Linie des DFB ist, blieb dies aus. Wie eigentlich jeden Gegner, hatte man auch die Nordiren vorher schön großgeredet, was immer hilfreich ist, um die Probleme später an der anderen Mannschaft festmachen zu können. Ganz im Sinne des DFB wurde übrigens auch der unbeliebte Timo Werner wieder ordentlich beworben, obwohl er gar nicht dabei war, ist er doch seit seinen Lärmproblemen von Istanbul von der Bildfläche verschwunden. Über dies zu philosophieren, wie auch für die üblich nervende Eigenwerbung von RTL, bot die erste Halbzeit aber auch genügend Raum, denn das Ergebnis kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es wieder ein eher ermüdender Kick war. Die zweite Halbzeit bot dem Reporter dann noch mehr Platz über alles Mögliche zu reden, was schon aufzeigt, dass es noch anstrengender zum Schauen war. Es endete 3:1 für Deutschland, was bei der zweiten Halbzeit souveräner aussieht, als es tatsächlich war. Gut, Qualifikation für die WM 2018 in Russland geschafft, jetzt bleibt am morgigen Sonntag noch der Abschluss in Kaiserslautern gegen Aserbaidschan, was diesmal im Vorfeld unkommentiert bleiben soll.

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