Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Die große Show geht auch 2014 weiter

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Was für ein gebrauchter Spieltag am letzten Wochenende oder sollte man sagen, es war nur eine weitere Wiederholung. An diesem 8. Spieltag, der diesmal nur Samstag und Sonntag ausgespielt wurde, zeigten sich wieder vor allem die schlechten Seiten, die diesen Sport, dank der völligen Kommerzialisierung, mittlerweile ausmachen. Da sind natürlich die Schiedsrichter, welche die Saison nach Belieben formen, die etablierten Massenmedien, als systemtreue Diener und das ganz besondere Highlight an diesem Wochenende war dann noch das Spray für die Freistöße, welches nun auch in der Bundesliga nervt. Angeblich sollte es noch gar nicht im Einsatz sein aber wahrscheinlich war auch die Debatte über die Unzulässigkeit nur eine Inszenierung, um von der tatsächlichen Sinnfreiheit dieser vermeintlichen Errungenschaft für den Fußball abzulenken. Außerdem zeigte sich an diesem Wochenende, dass man die Bahn als Transportmittel in Sachen Fußball auch nicht überbewerten sollte, denn trotz eines massiven Streiks der GDL, gab es wenige Probleme für die Fans an ihre Ziele zu kommen. So rollte der Ball dann zum Beispiel auch zwischen dem FSV Mainz 05 und dem FC Augsburg ziemlich störungsfrei und man trennte sich eher unspektakulär mit 2:1.

Dauerbenachteiligung
Aufregender war es da schon an der Dreisam, wo wieder einmal der SC Freiburg vom Schiri benachteiligt wurde, so verweigerte Christian Dingert den Breisgauern einen glasklaren Elfer und am Ende verloren sie mit 1:2 gegen den VfL Wolfsburg, womit man ganz klar einen Punkt geraubt bekam aber dies kennt man auch bei anderen Mannschaften, wie zum Beispiel Bayer 04 Leverkusen, die am Samstagnachmittag beim VfB Stuttgart ran mussten. Zur Halbzeit führte Leverkusen bereits mit 3:0 und eigentlich hätten sie bis dahin schon sechs oder sieben Toren schießen müssen. Dies geschah allerdings nicht und so sollte den Stuttgartern, nennen wir es einmal Zufall,  am Ende noch das Wunder gelingen und man trennte sich mit einem 3:3. Nun den Leverkusenern Trainer zu kritisieren, wäre noch völlig daneben, betrachtet man sich, wo die Werkself tatsächlich stehen würde, hätten sie nicht schon einige Spiele von den Schiris weggepfiffen bekommen. So kann man bei den Freiburgern, wie auch bei den Leverkusenern in dieser Saison schon davon sprechen, dass sie dauerhaft benachteiligt werden, was nicht nur unsportlich und nervig ist, sondern einfach nicht zu diesem schönen Sport gehört. Die Fakten, welche nicht dazugehören sollten, werden allerdings allgemein leider stetig mehr.

Weitere klassische Bayernjäger
Den BVB kann man in dieser Saison wohl nicht dazuzählen, vielleicht hat man dort einfach keine Lust mehr, einer Beute nachzujagen, die man am Ende des Tages so oder so nicht bekommen wird. Auch weiterhin setzt man alles daran, das Premiumprodukt der Bundesliga zu forcieren, was verdeutlicht, warum eine solche Jagd auch keinen Sinn macht. Borussia Dortmund verlor bei der rheinischen Fahrstuhlmannschaft, dem 1. FC Köln mit 1:2. Der unaufgeregte Umgang mit dieser Niederlage, gerade auch von Trainer Jürgen Klopp, deutet ebenfalls auf die gerade aufgestellte These hin. Warum man die Bayern nicht einholen kann und bald schon wieder die nervigen Rekorde ein Thema werden dürften, wie man es in der letzten Saison auch schon ertragen musste, sollte an diesem Wochenende die andere Borussia aus Mönchengladbach zu spüren bekommen. Die Fohlen traten bei Hannover 96 an und Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer hatte sich wirklich nach Kräften bemüht, das Sammeln von Punkten für die Jungs vom Niederrhein extrem zu erschweren. All seine Bemühungen fruchteten aber nicht und so gewann Mönchengladbach in der niedersächsischen Landeshauptstadt trotzdem mit 3:0 und bleibt den Bayern in der Tabelle auf den Fersen und übernimmt so ein wenig den Job des BVB.

Überraschungslos
Die Mannschaft, die mittlerweile wieder grandios beweist, dass man in diesen Tagen nur eine billige Kopie aus dem Vorjahr sieht, der FC Bayern München, hatte ein Heimspiel gegen den Tabellenletzten, gegen Werder Bremen. Es war so absehbar und so überraschungslos, denn, wie so oft in letzter Zeit, kassierten die Bremer sechs Tore gegen die Münchener, wobei man sagen muss, dass die Hälfte mindestens diskussionswürdig war und ein Elfer zu dem noch hätte wiederholt werden müssen aber in der bayerischen Fußballwelt tickt bekanntermaßen alles etwas anders. Ein 6:0-Sieg zu dem man auch nicht mehr sagen braucht. Nur noch so viel, natürlich geht auch ein Teil auf den Trainer von Werder, auf Robin Dutt aber dieses Problem hätte man in Bremen schon viel früher lösen müssen. Dutts Karrierepunkte von Freiburg bis Leverkusen sollte man auch an der Weser kennen. Dieser minimal spielreichere Samstag sollte dann mit der Begegnung zwischen Schalke 04 und Hertha BSC Berlin enden. Die Schalker haben sich jüngst mit Roberto Di Matteo erst einen neuen Trainer besorgt, nachdem der alter unter Dauerbeschuss der etablierten Massenmedien wohl nicht mehr zu halten war und für den Neuen begann der Job gleich positiv mit einem 2:0-Sieg über die Kicker aus der Hauptstadt.

Müdigkeit und Länderspiele
Die Länderspiele der LÖWenherzen, welche zur Pause im Ligabetrieb führten, waren nun eher nicht so erfolgreich, um es mit einiger Vorsicht zu formulieren und natürlich trugen auch hier die Protagonisten vom FCB ihren Teil zu bei. Das schlechte Abschneiden der Nationalmannschaft wurde auch immer gerne mit der Überlastung der Spieler gerechtfertigt, davon war aber am Wochenende nicht viel zu sehen. Bis Samstagabend konnte man kaum von großartiger Müdigkeit sprechen und auch die Sonntagsspiele ließen nicht das große Gähnen erwarten. Den Auftakt machte der Hamburger SV und so empfing das andere Krisenteam aus dem Norden 1899 Hoffenheim. Nicht ganz überraschend gingen die Sinsheimer in Führung und man hätte fast denken können, dass klar war, was jetzt passiert aber es sollte dann doch anders kommen und der HSV schaffte noch den Ausgleich und konnte somit zu mindestens noch einen Punkt einfahren. Dann ging es zum letzten Spiel und dort traf der Bundesliganeuling, der SC Paderborn, zum ersten Mal in der Bundesliga vor heimischem Publikum auf Eintracht Frankfurt. Man konnte gespannt sein, was die Paderborner Wundertüte diesmal zu bieten hatte. Nachdem Abpfiff wusste man es, waren die Frankfurter mit 1:0 in Führung gegangen, sollte sie am Ende mit 1:3 gegen den Neuling verlieren.

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