Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Die KATARstrophe und das Länderspiel

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Am Freitag trifft die deutsche Nationalmannschaft in Köln auf Irland und hier ist eigentlich nicht mit einer Katastrophe zu rechnen, dürften sich die LÖWenherzen doch problemlos, wenn auch nicht immer so souverän, wie man es erwarten könnte, für die WM 2014 in Brasilien qualifizieren. Der dickere Brocken der beiden Qualifikationsspiele ist mit Sicherheit das Rückspiel gegen Schweden, hat man doch noch böse Erinnerungen an das Hinspiel. Trotzdem ist Katastrophe ein gutes Stichwort, wenn man von der Fußballweltmeisterschaft und vor allem von der FIFA spricht. Schon im nächsten Jahr, bei der WM in Brasilien, könnte es ein heißer Tanz werden, denn die Ausschreitungen in dieser Woche, nach einem Lehrerprotestzug, haben gezeigt, dass sich die Lage nachdem Confed-Cup in diesem Sommer kein Stück entspannt hat. In Katar, wo die WM 2022 ausgetragen werden soll, ist das Problem noch ein wenig anders gelagert, denn hier gibt es zwei riesige Probleme und auch nicht den Ansatz einer Lösung. Wie auch in Brasilien, gibt es auch im Wüstenemirat ein Problem mit dem globalisierten Raubtierkapitalismus, es ist die Rede von moderner Sklaverei und der Internationale Gewerkschaftsbund prognostiziert über 4.000 Tote bis zum ersten Anpfiff im Sommer 2022. Ein unvorstellbarer Preis. Sommer ist dann auch schon das nächste Problem, welches man bei der FIFA angeblich nicht auf dem Schirm hatte und nun zu so absurden Überlegungen kommt, wie die WM 2022 im Winter abzuhalten, was nicht nur zu Problemen bei den teilnehmenden Verbänden führen würde. In der Gesamtheit wird auch hier wieder einmal deutlich, wo der Weg der völligen Kommerzialisierung am Ende des Tages hinführt. Mangelnder Protest aus dem Bereich des deutschen Fußballs, was sowohl für die Spieler, wie auch für die Funktionäre gilt, überrascht zwar nach dem menschenrechtlichen Debakel der letzten EM in der Ukraine auch nicht mehr, zeigt aber auch klar und deutlich auf, wie man im deutschen Fußball damit umgeht und dies ist beschämend. Die kleine Hoffnung, die nun bleibt, ist, dass Scham nicht auch im Kontext der kommenden beiden Spiele zum Thema wird.

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