Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Die Langeweile nach der Transferperiode

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Der erste Spieltag nach dem Ende der Transferperiode begann am Freitagabend erst einmal ganz interessant. Dieser 21. Spieltag stellte, nach einer Pause, dann auch das Comeback von Trainer Peter Stöger beim 1. FC Köln dar, allerdings gab er diesmal den Trainer der Gastmannschaft, denn Borussia Dortmund war da. Am Ende stand ein 2:3, womit es dort am Rhein dann wieder sehr viel ruhiger in Sachen Klassenerhalt wurde. Der Videobeweis spielte natürlich zum Auftakt des Spieltags auch wieder die bekannte Rolle. Am Samstag ging es gleich mit dem großen Rivalen des BVB weiter und Schalke 04 empfing Werder Bremen. Dort sollte dann mit dem 1:0 auch das erste Tor am Samstag fallen und dies eher reichlich spät, so war dies auch gleich der Halbzeitstand. In der zweiten Halbzeit schafften die Schalker dann auch noch den ersten Platzverweis des Spieltags und in der Folge gab es direkt den Ausgleich. Schiedsrichter war hier übrigens Guido Winkmann. Zum Ende sollte es auf Schalke dann noch passieren und die Jungs von der Weser gewannen mit 2:1 kurz vorm Abpfiff. Richtig interessant sollte es im Breisgau zur Sache gehen, wo mit dem SC Freiburg und Bayer 04 Leverkusen zwei Teams aufeinandertrafen, die gerade einen richtigen Lauf haben aber es kam anders. Immerhin war es für einen Leverkusener ein Heimspiel und zwar für Trainer Heiko Herrlich, der in der Gegend geboren wurde und aufwuchs. In einem wirklich harten Spiel, war Schiri Robert Kampka ständig ein großes Thema, welches eigentlich keiner mehr haben mag. Tore gab es dafür über 90 Minuten keine und so war auch dieser Kick ein Teil des ziemlich langweiligen Fußballsamstags. Der letzte Satz an dieser Stelle gilt noch einmal dem Schiri, denn am Ende stand noch der völlige Kontrollverlust kurz bevor, was wieder vielsagend bei diesem Thema ist.

Die große Langeweile
Bei der Partie VfL Wolfsburg gegen den VfB Stuttgart war natürlich der eher dauerblasse Mario Gomez wieder ein Thema aber auch der neue Trainer bei den Schwaben. Tayfun Korkut wurde übrigens nicht gerade freudig empfangen. Die Stimmung wurde für die Stuttgarter auch nicht besser, denn die Wölfe gingen in Führung, was bedeutete, dass es mit 1:0 in die Halbzeit ging. Irgendwie bezeichnend, dass ausgerechnet Gomez dann sehr glücklich, mit dem ersten Treffer der zweiten Halbzeit, den Ausgleich schoss. Dies sollte es dann aber auch in Niedersachsen gewesen sein und es endete 1:1. Dann gab es noch das Spiel in der Hauptstadt, wo Hertha BSC Berlin und 1899 Hoffenheim gegeneinander antraten. Hier gab es vor der Pause nur das 0:1 nach diskussionswürdigem Elfer von Deniz Aytekin, was für sich spricht. Der Ausgleich nach der Pause fiel dann aus dem Spiel heraus, trotzdem lud Aytekin auch im zweiten Durchgang in seiner bekannten Art wieder zu Diskussionen ein. Auch dort blieb es so und man trennte sich ebenfalls 1:1. Ohne große Worte muss man noch den FSV Mainz 05 erwähnen, wo der FC Bayern München zu Gast war. Mainz fing gut an und natürlich fiel dann irgendwann das 1:0 und auch gleich das 2:0 für den FCB, also das übliche Schauspiel. In der Pause konnte man meinen, dass man einfach hätte Schluss machen sollen aber bedauerlicherweise ging es noch weiter. Auch in der zweiten Hälfte spielten die Mainzer gut aber es fielen keine Tore mehr, womit es 0:2 endete und die Prognose zur Halbzeit genau richtig war. Die Tabelle bleibt damit ein langweiliger Witz, wie auch schon in den ganzen Jahren zuvor.

Gegen gerechtfertigten Protest
Das noch fehlende Team vom Rhein, Borussia Mönchengladbach, empfing am Samstagabend RB Leipzig, hier war die Ablehnung der Antitraditionalisten selbstverständlich ein großes Thema. Fußballerisch sah es auch bis kurz vor Schluss halbwegs ordentlich am Niederrhein aus, dann schoss der Dosenclub allerdings doch noch den 1:0-Siegtreffer, was natürlich maximal bedauerlich war. Das Abendspiel ist immer auch das Spiel des ZDF und hier zeigte sich wieder die absolute Linientreue des Staatsfernsehens auch gegenüber DFB und DFL, denn den angesprochenen, absolut gerechtfertigten Protest gegen den Brauseclub, versuchte man wieder negativ darzustellen. Auch qualitativ war der Beitrag zum Spiel wieder kein Highlight, was allerdings nicht nur für diesen Bericht galt. Wofür man, auch für einen solchen Sender, eine Zwangsabgabe namens Rundfunkbeitrag bezahlen soll, der angeblich Unabhängigkeit garantiert, bleibt rätselhaft. Auch der Studiogast sollte ein Problem darstellen, welches ins gerade aufgezeigte Bild passte. Zu Peter Fischer, Präsident von Eintracht Frankfurt, der dort ebenfalls den Spalter gab, gibt es gleich noch mehr, erst einmal soll es hier aber sportlich bleiben. Der Sonntag startete dann mit dem Spiel FC Augsburg eben gegen Eintracht Frankfurt. Bei diesem Spiel gab dann auch die Eintracht selbst kein gutes Bild ab, ganz im Gegenteil zum FCA, der schon in der ersten Halbzeit mit 1:0 in Führung gegangen war. In der zweiten Halbzeit legten sie dann mit dem 2:0 nach und dies sollte es noch immer nicht gewesen sein und so fiel kurz vor Schluss auch noch der verdiente  3:0-Endstand und die Puppenkiste tobte.

Brandbeschleuniger im deutschen Fußball
Bevor Fischer noch einmal Thema wird, geht es noch kurz  ums Abschlussspiel des Spieltags, es war wieder ein Nordderby und wieder mit Beteiligung von Hannover 96, allerdings traten sie diesmal beim Hamburger SV an. Unter Schiri Sascha Stegemann sollte es dann zum Schluss noch ein Skandalspiel geben und die erste Hälfte endete im Kontrollverlust mit 0:1 und dies nach einem nicht nachvollziehbaren Videobeweis, welcher den Hamburgern die Chance des Ausgleichs nahm. In der zweiten Halbzeit schafften sie dann doch noch das 1:1 und es sollte wieder turbulent mit einem Platzverweis für Hamburg enden. Auch wenn es einen Punkt gab, sollte man berücksichtigen, dass es ganz im Norden auch anders hätte enden können und dieses Problem geht schon eine ganze Weile immer wieder so. Um bei den Problematiken dieses Sports zu bleiben, nun aber noch einmal zum Präsident der Eintracht, der im Moment, wie kein anderer im Fußball, für Populismus und Spaltung in diesem Sport steht. Sein Kampf gegen die AfD zeigt, dass er ein wirklich großer Antidemokrat ist, auch wenn er versucht, dies, feige hinter Wortspielereien, zu verstecken. Mit Hetze gegen politisch Andersdenkende schafft man nur noch mehr Unfrieden im Fußball, wo die Luft allgemein schon brennt. Diesen Preis hinzunehmen, nur damit man ein paar Mitglieder mehr bekommt, kann es nicht sein. Ein Eintreten gegen Rassismus und andere Verfehlungen ist natürlich lobenswert aber dann bitte in der Art, wie es zum Beispiel der FC St. Pauli macht, ist dies doch ehrlicher und einleuchtender. Übrigens unterstützt Fischer mit seinem Weg, wenn vielleicht auch nicht beabsichtigt, das wirtschaftsfaschistische System, auch diese Verantwortung muss dann natürlich angenommen werden. Es ist traurig, wenn der Fußball in der aktuellen Situation auch noch von manchen Individuen so missbraucht wird.

Pfeiff das Spiel an und setz den ersten Kommentar

Du hast den Ball