Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Die Liga der Schande

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Die Länderspielpause endete dann am vergangenen Freitag mit dem 8. Spieltag, welcher der Bundesliga natürlich auch keine Flügel verlieh. Den Auftakt gab es mit der Partie zwischen dem VfB Stuttgart und dem 1. FC Köln. Gleich lief wieder alles so, wie man es aus dieser traurigen Saison kennt. Dies bedeutet, Stuttgart gewann mit 2:1, womit die Kölner noch immer nur ein kleines Pünktchen haben. Natürlich war dies aber nicht alles, so war auch der Videobeweis, der längst eingestampft gehört, wieder ein Thema. Schon wieder wurden die Domstädter klar benachteiligt und ein erstes Skandalspiel am Wochenende war geschaffen. Somit war klar, wie es am Samstagnachmittag weitergehen sollte, dies galt selbstverständlich auch wieder für das Thema Langeweile, womit es all die wieder richtig gemacht hatten, die dieses tolle Sommerwochenende im Herbst mit sinnvolleren Tätigkeiten verbrachten . Ganz im Süden der Republik wurde es gleich richtig lachhaft, trafen doch der FC Bayern München und der SC Freiburg aufeinander. Es ging um nichts weniger, als um den nächsten Staffelbeginn in dieser billigen, bayerischen Fußballsoap. Der Neue in dieser Staffel, Trainer Jupp Heynckes, ein guter Freund von Christian Streich, musste natürlich passend eingeführt werden. Dies geschah selbstverständlich mit der bekannten Unterstützung durch die Staatsmedien, was wieder viel über das Thema Unabhängigkeit dort aussagte. Hatte man vorher von der riesigen Krise beim FCB gesprochen, war man nachdem Spiel schon wieder gefühlter Tabellenführer, immerhin ging es um drei Punkte. Unfassbar, wie verzerrt dort berichtet wird. Auf dem Platz hatte sich nicht wirklich etwas verändert, so brachten die Breisgauer das vermeintliche Premiumprodukt des deutschen Vereinsfußballs mit einem Eigentor auf die Siegerstraße. Das 2:0 war dann ein Abstauber, was zeigt, dass es auch unter Heynckes erst einmal nichts wirklich Überzeugendes geben wird. Also wieder mehr Geschwätz, als tatsächliche Leistung auf dem Platz. Daran änderte auch ein glücklicher Fernschuss zum 3:0 in der zweiten Halbzeit nichts. Spätestens ab dem 4:0 bildete das Ergebnis das Spiel wieder einmal so gar nicht ab. Die Freiburger ließen auch noch ein 5:0 zu, was dann nur noch lächerlich war und zeigte, was für eine Show man dort präsentiert bekam und es sollte noch weitergehen.

Wieder viel Langeweile
In der Hauptstadt musste Hertha BSC Berlin gegen Schalke 04 ran und man schaffte es wieder nicht das Stadion vollzubekommen, was beim allgemeinen Saisonverlauf wirklich nicht mehr überrascht. Ein Platzverweis war dann erst einmal auch das einzig unterhaltsame in Berlin, womit die Hertha nur noch mit zehn Mann auf dem Feld war und dies schon kurz vor der Pause. Zum Foul, welches zum Platzverweis führte, muss man noch sagen, dass man in den Staatsmedien aus einer ganz normalen Grätsche einen Karatesprung machte, nur weil der Foulende ein Japaner war, so zeigte sich, welcher Rassismus dort vorherrscht. Nach der Pause fiel dann auch das 1:0 für Schalke, allerdings brauchte es dafür einen Elfer, der dann auch noch fast gehalten wurde. Am Ende stand ein 2:0, was aber unter den Bedingungen eher so lala genannt werden muss und nicht überzeugen konnte. Dann war da noch 1899 Hoffenheim gegen den FC Augsburg, wo man gespannt war, wer am Ende die besseren Karten haben sollte, wobei Spannung auch dort sehr relativ zu sehen war. Die letzten 45 Minuten waren dann immerhin noch halbwegs annehmbar und es fielen auch endlich Tore und die besseren Karten hatte keiner, denn es endete 2:2. FSV Mainz 05 gegen den Hamburger SV war dann eher ein Kellerduell, was nicht ganz so schlecht war, was manch einer im Zusammenhang mit Schiedsrichter Felix Brych ganz anders sah aber von Mr. Phantomtor ist man auch nichts anderes gewohnt. Am Ende stand dort dann ein 3:2, was die Hamburger vor die bekannten Probleme stellt, wie ein Blick auf die Tabelle zeigt. Den letzten Treffer des Spiels gab es übrigens für den HSV mit einem Elfer aus Köln, den Brych übersehen hatte. Zum Schluss, was die Nachmittagsspiele angeht, muss man noch Hannover 96 gegen Eintracht Frankfurt erwähnen und es war schon eine kleine Überraschung, dass die Hessen in Führung gingen, allerdings ging es, bei einem weiteren nicht wirklich überzeugenden Kick, mit 1:1 in die Pause. Kurz vorm Ende siegten dann aber doch noch die Frankfurter mit 2:1. Weiterhin gibt es in Hannover natürlich den begrüßenswerten Protest der wahren Fans, da half auch ein neuer Song, der am Samstag vorgestellt wurde, nichts.

Einfach zu laut
Der Knaller dieses Spieltags war diesmal tatsächlich das Abendspiel am Samstag und es trafen Borussia Dortmund und RB Leipzig aufeinander. Auch Dortmund ist eine Gegend, wo die Antitraditionalisten nicht wirklich erwünscht sind, um es halbwegs freundlich zu umschreiben. Dies war auch wieder sehr deutlich auf den Rängen zu erkennen. Schwalbenkönig Timo Werner spielte auch weiterhin nicht, es hätte auf dem Platz wohl zu laut werden können, was für sich und natürlich nicht für Werner spricht. Der Knaller wurde leider die nächste Lachnummer, was vor allem auch wieder an Schiri Deniz Aytekin und seinem Helfer in Köln Günter Perl, die für dieses Problemspiel angesetzt wurden, lag. So konnte alles, wie gewohnt, nach Drehbuch laufen. Mit zwei Platzverweisen war es auch wieder ein Kartenspiel und es zeigte sich, was passiert, wenn der Protest nachlässt, wobei es, wie bereits erwähnt, auch gerade im Stadion noch ordentlich Stimmung gegen die Schande der Liga gab. Dieses Schauspiel zeigte aber auch, wie durch Zufall alles wieder perfekt passend für das Comeback von Heynckes lief. Die Gründe für Ablehnung und Widerstand wurden an diesem Wochenende wieder größer. Wegen der Vollständigkeit, der Dosenclub gewann mit 3:2, was allerdings nicht wirklich zu werten ist, auch dies kennt man leider zur Genüge und es macht die Liga zunehmend peinlich. Am Sonntag waren erst einmal wieder alle Augen an den Rhein gerichtet, wo Bayer04 Leverkusen auf den VfL Wolfsburg traf. Gegen eine Mannschaft, welche in der Bundesliga eigentlich gar nichts zu suchen hat, zwei Führungen zu verspielen und mit 2:2 aus dem Stadion zu gehen, ist schon wieder einfach nur unfassbar und zeigt nur wieder auf, wie gescheitert Rudi Völler und seine Freunde im Management sind. Eine andere Mannschaft aus dem Rheinland musste ganz zum Schluss am Sonntag noch an die Weser und so trafen dort Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach aufeinander. Der Abschluss des Spieltags verlief dann völlig überraschungslos und so gewannen die Fohlen mit 2:0. Die Probleme bei den Bremern wurden an diesem Abend damit noch einmal wesentlich größer und einige Fans dürften den Frust danach wohl auf dem Freimarkt ersäuft haben, wo es mit Sicherheit auch angenehmer war.

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