Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Die Niveaukiller

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Nach dem Saisonende in der Bundesliga ging es unter der Woche bei den LÖWenherzen erst einmal mit der Frechheit von Kopenhagen weiter. Immerhin gibt man noch immer den Weltmeister und lässt sich auch so vermarkten und dann kann man auch eine passende Leistung auf dem Platz erwarten, die man bei dem 1:1 im Freundschaftsspiel gegen Dänemark nicht wirklich erkennen konnte. Der vom Trainer Joachim Löw eingeschlagene Kurs ist daher auch nicht hinnehmbar, vor allem nicht, da er ihn bis zur WM 2018 in Russland weiterfahren will. Dieses Spielchen kennt man noch von der Zeit zwischen der letzten Weltmeisterschaft und der Euro im letzten Sommer, damals hatte man ebenfalls zwei Jahre die Lorbeeren für den EM-Titel eingesammelt, um es dann zu verbocken. Dadurch, dass Löw noch immer an der Linie steht, weiß man längst, dass sowas ganz ohne die angemessenen Konsequenzen bleibt. Am gestrigen Abend musste daher Schluss mit diesem Spuk sein und ein zweistelliger Sieg gegen San Marino in der Qualifikation für die  WM 2018 in Russland her. Da dies nicht der Anspruch des Trainers war, muss man sich immer mehr fragen, ob er der Richtige ist und wie man eigentlich gedenkt weiterzumachen, wenn die Titelverteidigung die nächste misslungene Mission wird. Wie gehabt, wurde diese Partie aus Nürnberg wieder in RTL übertragen. Auch an dieser Stelle hoffte man auf Besserung, denn das letzte Spiel wurde noch mit vielen Fake-News im ZDF übertragen und zeigte so ebenfalls wieder, warum man auch dort immer häufiger mit Ablehnung zu tun hat. Leider hat sich allerdings auch RTL längst auf die Linie des DFB bringen lassen, was diese Übertragung auch nicht so viel besser machte. Anstrengend war vor allem auch die viele Werbung für andere Sportarten, welche man im eigenen Hause vermarktet, wie auch die für andere Teile der Senderkette, wo sich ebenfalls mit Fußball beschäftigt wird. Dies brauchte man alles nicht, es zeigte aber auch, wie wenig es zum Teil über das Spiel zu sagen gab.

Unter dem Hinspielniveau
So soll es nun aber auch ums Spiel gegen San Marino gehen, was natürlich eine sehr deutliche Sache werden musste, denn man darf nicht vergessen, dass hier der Weltmeister auf einen Amateurclub traf , der in der Rangliste der FIFA ziemlich am Ende steht und außerdem war es ein Heimspiel. Es sollte knapp über zehn Minuten dauern bis das 1:0 fiel und dies vor einer ganz und gar nicht weltmeisterlichen Kulisse. Dafür brauchte es dann immerhin keine fünf Minuten bis zum 2:0. Noch einmal kurz zurück zur Kulisse, bei diesem Spielchen mit Profis, die im Urlaub waren, muss man sich nicht wundern, wenn viele Menschen andere Dinge zu tun haben, als sich für teures Geld ein solches Spiel anzusehen. Hier wächst schon lange ein weiteres Problem für den DFB heran. Spannend wäre es da auch noch gewesen, zu erfahren, wie viele Sponsorentickets gezogen wurden, um zu sehen, wie viele Zuschauer wirklich bezahlt hatten. Zurück zum Spiel. Es dauerte dann wieder gut 15 Minuten bis zum 3:0, womit es zu diesem Zeitpunkt erst einmal nicht nach der erwarteten Zweistelligkeit aussah. Es ging dann aber doch noch, dank eines Geschenkes von San Marino, mit 4:0 in die Halbzeitpause. Im zweiten Durchgang musste damit ein Torregen her und der Anfang wurde auch kurz nach Wiederanpfiff gemacht, womit es gleich 5:0 stand und wieder ein wenig Hoffnung aufkeimte. An dieser Stelle muss man aber auch einräumen, dass vorher wegen Handspiel hätte abgepfiffen werden müssen. Ein Geschenk, ein irregulärer Treffer relativieren so ein Ergebnis dann natürlich auch schon wieder ein wenig. Dann gab es bis zum 6:0 noch eine zähe Phase bis nach der 70. Minute, was bei einem solchen Gegner einfach nicht hinnehmbar ist und die Hoffnungen auf die Zweistelligkeit gänzlich zerstörte. Es sollte auch nur noch das 7:0 fallen, womit man tatsächlich unter dem Niveau vom Hinspiel rausging, was bewies, dass jeder, der an diesem Abend etwas anderes gemacht hatte, richtig lag und so den Niveaukillern entging.

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