Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Die Probleme des DFB endeten auch nicht im Pokal

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Nachdem der DFB gerade erst, unter anderem durch den WDR, unter Feuer geriet und auch der Karnevalsspieltag wieder die bekannten Probleme aufwies, wo das Staatsfernsehen schon einmal deutlich machte, dass bei einigen dieser Probleme auch der Videobeweis nichts bringen würde, ging es ab Dienstag auch gleich im Pokal weiter. Allgemein bleibt es merkwürdig, warum von Verbänden immer wieder Regeln kommen, die Manipulation einfach grundlegend ermöglichen, hier sind Handspiele und Abseits nur zwei gute Beispiele. So war man natürlich gespannt, was das Viertelfinale im DFB-Pokal so bieten würde. Alles begann am Main mit der Partie zwischen Eintracht Frankfurt und Arminia Bielefeld und es gab wirklich zwei positive Highlights aber dazu später mehr. Die Frankfurter gingen sehr früh mit 1:0 in Führung und man konnte auf ein großes Spiel hoffen, was es aber nicht wurde, denn die Eintracht rettete dieses Ergebnis tatsächlich fast 85 Minuten über die Zeit. Schon rekordverdächtig aber nun wirklich kein Fußballleckerbissen und da darf man sich nicht wundern, wenn ein solches Viertelfinale ordentliche Lücken in den Zuschauerrängen aufweist. Es sind diese Spiele, welche dem DFB zeigen müssten, dass es nicht clever ist, ständig gegen die wahren Fans dieses Sports vorzugehen, denn ohne sie würde es selbst bei solchen Spielen kaum bis gar keine Stimmung mehr geben.

Absage mit Ansage
Erstaunlich in Frankfurt war, um zu den einzigen beiden positiven Punkten des Abends zu kommen, dass es trotz Schiri Felix Zwayer kein Skandalspiel wurde, was nicht selbstverständlich war. Noch viel positiver war, dass Marco Russ sein Comeback feiern konnte, hatte er doch sein letztes Spiel im Mai 2016 in der Relegation gespielt, bevor er sich wegen einer Krebserkrankung verabschieden musste. Diese Rückkehr sorgte natürlich für wirklich emotionale Szenen. Dann sollten noch die Sportfreunde Lotte und Borussia Dortmund gegeneinander antreten und dies im Livespiel der ARD. Wegen schlechter Witterung sagte Felix Brych, der hier den Schiedsrichter gab, das Spiel ganz kurzfristig ab. Der Skandal daran war, dass es absehbar war und die Probleme mit dem Platz letztendlich hinlänglich bekannt waren. Somit war dies gleich der nächste Tiefschlag für den DFB. Lächerlich, wie man es leider immer häufiger beim Staatsfernsehen erlebt, waren danach die gesendeten Kommentare zur Absage. Die verschiedensten Protagonisten erklärten alle mit dem gleichen Tenor, zum Teil wörtlich, für wie nachvollziehbar sie all dies hielten. Wenn es offensichtlich nur eine Meinung dazu geben darf, von welcher nicht abgewichen werden soll, reicht eine einfache Pressemitteilung der Meinungsmacher und man muss nicht ein solches Schauspiel aufführen. All diese Faktoren machen deutlich, warum die Stimmung auch im Fußball immer aufgeheizter wird, wofür es gerade auch in den letzten Wochen ausreichend Indizien gab. Normalerweise hätte man nun gesagt, dass alle Hoffnungen auf den Mittwochsspielen gelegen hätten, allerdings stand da das Spiel des vermeintlichen Premiumproduktes des deutschen Vereinsfußballs an, was so etwas natürlich einfach nicht zu ließ.

Die Sache mit der Dauerwerbung
Schon am Dienstag gab es, nicht nur dank Mehmet Scholl, dem angeblich unabhängigen ARD-Experten vom FC Bayern München, eine der bekannten, großen FCB-Werbeschows, an welche man sich im Staatsfernsehen leider längst gewöhnt hat und welche dort so oft den Ton angeben. Mit dieser nervigen Show sollte es am Mittwochabend gleich weitergehen und man wundert sich nicht, dass immer mehr Menschen große Probleme mit der Zwangsabgabe namens Rundfunkbeitrag haben, was bei mangelnder Unabhängigkeit auch absolut gerechtfertigt ist. Bevor es ums übliche Heimspiel der Bayern geht, soll es aber ein paar Worte zur ersten Partie des Abends geben und dort traf der Hamburger SV auf Borussia Mönchengladbach und dies unter Schiri Marco Fritz, welcher auch wieder für Gesprächsstoff sorgte. Der HSV war das bessere Team aber die Fohlen bekamen zwei Elfer. Der Anschlusstreffer durch den Dino kam dann zu spät und so hieß es am Ende 1:2. Nun aber zum FC Bayern München, der Schalke 04 empfing und damit ein Team, welches eigentlich zuletzt erst gegen München gewonnen hätte, wären nicht auch dort die bekannten Merkwürdigkeiten aufgetreten. Diesmal entschieden sich die Schalker aber weitestgehen dieses Spiel nicht spielen zu wollen, was erstaunlich oft gegen das vermeintliche Topprodukt geschieht. Bei so klaren Bildern kann dann auch der Schiedsrichter, in diesem Fall Daniel Siebert, eigentlich unauffällig bleiben, was er allerdings leider nur bedingt tat. So gilt es anzumerken, dass die Bayern, ganz ohne Not, gewohnt unfair spielten. Arturo Vidal war ganz vorne mit dabei, was man eben machen kann, wenn man kaum Sanktionen fürchten muss.

Sammer sorgte für vermeintlichen Bayerndusel
Kurz vorm Ende wurden dann noch die Schalker dezimiert, was bei der angesprochenen Spielweise des FCB schon skurril war. Warum Teams, wie eben diesmal S04, überhaupt in den Süden fahren, wenn man offensichtlich kein gesteigertes Interesse am Fußball hat, darf man sich natürlich auch fragen. Am Ende stand es dann 3:0, was aber genauso uninteressant war, wie das gesamte Spiel. Somit war es eine Pokalrunde, welche man eigentlich kaum brauchte und die Auslosung brachte auch keine großen Überraschungen. Übrigens gab der Ex-Bayern-Funktionär Matthias Sammer diesmal die Losfee und natürlich gab es wahrscheinlich wieder ein Heimspiel für seinen ehemaligen Verein. Hatte man in der ARD während dem Spiel schon den 14. März 2017 genannt, wo das Nachholspiel dieser Runde stattfinden sollte, wurde während der Auslosung durch den DFB klargemacht, dass dies wieder nur Fake-News waren, da eine Entscheidung noch gar nicht gefallen war. Selbstverständlich wurden die Schatten in Sachen Staatsfernsehen, wo man angeblich so gegen Fake-News ist, noch etwas dunkler. Wann auch immer, müsste nun Lotte gewinnen, damit der FCB das Heimrecht verliert und damit dann aber wohl ein Freilos ins Finale hätte. Wer weiß schon, was bis zum letzten Pokalspiel dieser Saison noch alles passiert, dass man dieses dann vielleicht ins Stadion nach München verlegen müsste. Irritieren tut einem beim DFB schließlich leider gar nichts mehr und auch dies sollte die vermeintlich Mächtigen in diesem Sport sehr zum Nachdenken anregen, da es ihre Probleme nicht kleiner lassen werden wird.

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