Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Die Sache mit dem Biber

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Der letzte Verein, welcher in diesem Jahr hier vorgestellt wird, kommt aus Sachsen-Anhalt und feierte, wie einige andere Vereine, die hier im Laufe des Jahres vorgestellt wurden, ebenfalls in 2016 den 50. Geburtstag.

Der Hallesche FC, um den es diesmal geht und den man bis 1991 Hallescher FC Chemie nannte, ist in der größten sachsen-anhaltinischen Stadt angesiedelt und wurde dort im Januar 1966 durch die Ausgliederung der Fußballsektion vom SC Chemie Halle gegründet.

Dieser Verein aus Halle an der Saale trägt die Farben rot und weiß und hatte im Sommer 2016 1.402 Mitglieder. Es ist eine fußballverrückte Stadt, wie Uli selbst vor ein paar Monaten bei einem Besuch in der fünftgrößten Stadt der neuen Bundesländer feststellen konnte, wo manch Fan aus Halle nicht begeistert von seinem St. Pauli-Shirt war aber dies nur am Rande.

Von 1965 bis 1984 spielte der Hallesche FC Chemie, abgesehen von einer einzigen Unterbrechung,  immer in der DDR-Oberliga, der höchsten Spielklasse, welche der damalige DDR-Fußball zu bieten hatte. Dies galt dann ohne Unterbrechung auch noch einmal für die Zeit von 1987 bis 1991.

Der größte Erfolg, den der HFC, wie man den Verein in der kürzesten Form auch nennt, hatte, war der dritte Platz in der Spielzeit 1970 / 1971, womit man sich damals auch gleich für den UEFA-Pokal qualifiziert hatte. In der letzten Spielzeit der nunmehr NOFV-Oberliga erreichte man den vierten Tabellenplatz und zog somit auch wieder in den großen europäischen Pokal ein.

Nach der Wiedervereinigung konnte der Hallesche FC allerdings nicht mehr an die damaligen Erfolge anknüpfen und so spielte man bis 2012, mit der Ausnahme  der Saison 1991 / 1992, wo man  in der 2. Liga antrat, immer nur unterklassig. Im Zusammenhang mit dem Aufstieg in die 3. Liga in der Saison 2011 / 2012 gab es dann, ab der Saison 2012 / 2013, ein neues Logo. Schon seit 2004 besitzt der Verein ein eigenes Maskottchen mit dem Namen Hallotri, hierbei handelt es sich um eine übergroße Biberfigur.

Wenn es um das wichtige Thema der Traditionspflege geht, muss noch erwähnt werden, dass der 1991 aus dem Vereinsnamen gestrichene Begriff `Chemie` trotzdem weiterhin immer präsent ist. So heißt das Stadionheft `Chemiker` und der Schlachtruf der Hallenser ist ganz schlicht `Chemie – Halle`.

In Sachen Fanfreundschaften gibt es seit den 1990er eine zu Lok Leipzig, dem fußballerischen Beweis dafür, dass es in der sächsischen Metropole tatsächlich auch Traditionsfußball gibt, außerdem gibt es seit den 2000ern auch eine zum FC Rot-Weiß Erfurt.

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